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SBF Binnen · Spezifische Fragen

Fahrwasser, Fahrrinne, Hochwasser

16 amtliche Prüfungsfragen. Berg- und Talfahrt, rechtes und linkes Ufer, Tonnen und Schwimmstangen, Hochwassermarken. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Auf dem Fluss ersetzt eine feste Ordnung die Ausweichrangfolge der See: Es gibt eine Richtung, es gibt zwei Ufer, und beides ist definiert, bevor man ablegt.

Zuerst die beiden Begriffe, die ständig verwechselt werden. Das ist der Teil der Wasserstraße, der den örtlichen Umständen nach vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird — also das, was tatsächlich befahren wird. Die ist der Teil, in dem für diesen Verkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten oder angestrebt werden — also das, was garantiert wird. Die Fahrrinne liegt im Fahrwasser, nicht umgekehrt.

Richtung und Seiten sind von der Quelle her gedacht. Rechtes und linkes Ufer werden in Fließrichtung bezeichnet, also von der Quelle bis zur Mündung — wer flussaufwärts fährt, hat das rechte Ufer links. „Zu Berg“ heißt auf Flüssen die Fahrt in Richtung Quelle; auf Kanälen gibt es kein Gefälle, deshalb ist dort festgelegt, was als gilt.

Die Fahrrinne wird durch Farben und Formen begrenzt, und die Zuordnung ist eindeutig: rote Stumpftonnen oder Schwimmstangen zum rechten Ufer, grüne Spitztonnen oder Schwimmstangen zum linken. Daraus folgt die Frage, die gern gestellt wird: Ein Bergfahrer hat die linke Fahrrinnenseite an — also die grünen Spitztonnen. Eine rot-grün gestreifte Tonne bedeutet eine Fahrrinnenspaltung; an ihr kann man beidseitig vorbeifahren. Hindernisse wie Buhnen und Kribben sind eigens bezeichnet: rechts durch Stangen mit rotem Kegel, Spitze nach unten, oder rot-weiß gestreifte Schwimmstangen mit rotem Zylinder; links durch grün-weiß gestreifte Schwimmstangen mit grünem Kegel, Spitze nach oben.

Hochwasser hat zwei Stufen, und sie sind streng gestaffelt. Die Hochwassermarke I kann Geschwindigkeitsbeschränkungen und ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk bedeuten. Die Hochwassermarke II bedeutet die Einstellung der Schifffahrt — keine Beschränkung, sondern das Ende. Erfahren tut man davon über Nautischen Informationsfunk, Rundfunk, Fernsehen und Internet; vor Ort steht es an den Pegeln und ausgewiesenen Hochwassermarken. Und in Kanälen gilt ein Verbot ohne Ausnahme: Ankern ist dort verboten.

Fahrwasser
Was tatsächlich befahren wird.
Fahrrinne
Was an Breite und Tiefe vorgehalten wird — sie liegt im Fahrwasser.
Rechtes und linkes Ufer
Von der Quelle zur Mündung gesehen.
Rot und Grün
Rote Stumpftonnen rechts, grüne Spitztonnen links.
Marke I und II
Beschränkungen — beziehungsweise Einstellung der Schifffahrt.

Die typische Falle: Der Bergfahrer hat die LINKE Fahrrinnenseite an Steuerbord. Wer hier aus dem Bauch antwortet, tauscht die Farben.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 88

    Was versteht man unter "Fahrwasser"?

    Den Teil der Wasserstraße, der den örtlichen Umständen nach vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.

    Fahrwasser ist ein tatsächlicher Begriff: der Teil der Wasserstraße, der nach den örtlichen Umständen vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird. Es ist also das, wo tatsächlich gefahren wird — nicht das, was jemand zugesagt hat. Deshalb kann es sich mit dem Wasserstand verschieben, ohne dass eine Behörde etwas ändern müsste.

    MerksatzFahrwasser ist, wo gefahren wird

    Typischer FehlerEs mit der Fahrrinne zu verwechseln, in der bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten werden — das ist die zugesagte Größe. Und feste Maßangaben wie eine Mindesttiefe stehen in keiner der beiden Begriffsbestimmungen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Es ist der Teil der Wasserstraße, der durch die Ufer begrenzt ist.
    • Den Teil der Wasserstraße, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten bzw. angestrebt werden.
    • Es ist der Teil der Wasserstraße, deren Tiefe bei 2,50 m und mehr beginnt.

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  2. 89

    Was versteht man unter "Fahrrinne"?

    Es ist der Teil der Wasserstraße, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten bzw. angestrebt werden.

    Die Fahrrinne ist der zugesagte Teil der Wasserstraße: der Bereich, für den bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten oder wenigstens angestrebt werden, damit der durchgehende Schiffsverkehr durchkommt. Sie ist damit eine Verwaltungsgröße, die gebaggert und unterhalten wird — anders als das Fahrwasser, das sich aus dem tatsächlichen Verkehr ergibt.

    MerksatzDie Rinne wird zugesagt, das Fahrwasser wird benutzt

    Typischer FehlerSie mit dem Fahrwasser zu verwechseln, das den örtlichen Umständen folgt. Und feste Zahlen für Breite und Tiefe gehören nicht in die Begriffsbestimmung — sie stehen in den Angaben für den jeweiligen Abschnitt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Den Teil der Wasserstraße, der den örtlichen Umständen nach vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.
    • Es ist der Teil der Wasserstraße, deren Breite mindestens 150 m und deren Tiefe mindestens 3,00 m beträgt.
    • Es ist der Teil der Wasserstraße, deren Breite mindestens 88 m und deren Tiefe mindestens 2,50 m beträgt.

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  3. 90

    Wie wird die Schifffahrt vom Erreichen bestimmter Wasserstände und Hochwassermarken informiert?

    Durch Nautischen Informationsfunk, Information im Rundfunk, im Fernsehen und im Internet.

    Wasserstände ändern sich schnell, deshalb kommen die Meldungen über Wege, die schnell sind: den Nautischen Informationsfunk und die allgemeinen Medien einschließlich des Internets. Ein Aushang wäre zu langsam und außerdem nur dort zu sehen, wo man ohnehin schon ist — gebraucht wird die Information vorher.

    MerksatzWasserstände kommen über Funk und Netz, nicht über Aushänge

    Typischer FehlerAuf Aushänge bei Hafenämtern, Schleusen oder Polizeistationen zu setzen. Und eine Hochwasserschutzzentrale ist nicht die Stelle, von der die Schifffahrt ihre Meldungen bekommt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Durch Aushang bei Hafenämtern und Schleusen.
    • Durch Aushang bei Wasserschutzpolizei-Stationen.
    • Durch Bekanntgaben der Hochwasserschutzzentrale.

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  4. 91

    Wo kann der Sportbootfahrer vor Ort das Erreichen bestimmter Wasserstände und Hochwassermarken feststellen?

    An den Pegeln und ausgewiesenen Hochwassermarken.

    Vor Ort liest man den Wasserstand dort ab, wo er gemessen und markiert ist: an den Pegeln und an den ausgewiesenen Hochwassermarken. Beides steht fest am Ufer oder am Bauwerk und ist unabhängig davon, ob Funk und Netz gerade funktionieren — die letzte verlässliche Auskunft, wenn sonst nichts mehr geht.

    MerksatzDer Pegel steht am Ufer und funktioniert immer

    Typischer FehlerAuf Aushänge auszuweichen, bei Hafenämtern, Schleusen oder Polizeistationen. Und die Einsenkungsmarken der Fahrzeuge zeigen deren Tiefgang, nicht den Wasserstand.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • An den Aushängen bei Hafenämtern und Schleusen.
    • An den Aushängen bei Wasserschutzpolizei-Stationen.
    • An den Pegeln und den Einsenkungsmarken der Fahrzeuge.

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  5. 92

    Welche Auswirkungen kann das Erreichen der Hochwassermarke I für die Sportschifffahrt haben?

    Geschwindigkeitsbeschränkung und Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk.

    Bei der ersten Hochwassermarke ist die Schifffahrt noch möglich, aber eingeschränkt: Die Geschwindigkeit wird begrenzt, damit der Sog die aufgeweichten Ufer nicht weiter angreift, und Fahrzeuge ohne Sprechfunk dürfen nicht mehr fahren. Der Grund für das Funkgebot ist das Wasser selbst — bei Hochwasser wird viel über Funk abgesprochen, was sonst über Sicht geht.

    MerksatzMarke eins schränkt ein, Marke zwei stellt ein

    Typischer FehlerSchon bei der ersten Marke die Schifffahrt eingestellt zu sehen — das kommt erst bei der zweiten. Ein Überholverbot und ein Nachtfahrverbot gehören nicht zu dieser Stufe.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Einstellung der Schifffahrt.
    • Verbot der Schifffahrt bei Nacht und unsichtigem Wetter.
    • Überholverbot und Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk.

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  6. 93

    Welche Auswirkungen hat das Erreichen der Hochwassermarke II für die Sportschifffahrt?

    Einstellung der Schifffahrt.

    Bei der zweiten Hochwassermarke wird die Schifffahrt eingestellt — nicht beschränkt, sondern beendet, für alle. Ab hier ist die Strömung so stark und die Lage so unübersichtlich, dass auch ein vorsichtiger Fahrer nichts mehr ausrichten kann. Die beiden Marken bilden also eine Treppe: erst Einschränkungen, dann die Einstellung.

    MerksatzBei Marke zwei fährt niemand mehr

    Typischer FehlerBei den Einschränkungen der ersten Marke zu bleiben — Geschwindigkeitsbeschränkung und Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk. Und ein Überholverbot oder ein Nachtfahrverbot wäre zu wenig.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Geschwindigkeitsbeschränkung und Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk.
    • Überholverbot und Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Sprechfunk.
    • Verbot der Schifffahrt bei Nacht und unsichtigem Wetter.

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  7. 94

    In welche Richtung werden bei Flüssen die Uferseiten als rechtes bzw. linkes Ufer bezeichnet?

    Von der Quelle bis zur Mündung.

    Rechtes und linkes Ufer werden immer in Fließrichtung bestimmt, also von der Quelle zur Mündung. Die Bezeichnung gehört damit dem Fluss und nicht dem Fahrenden: Wer zu Berg fährt, hat das rechte Ufer an Backbord und muss umdenken. Genau deshalb ist die Festlegung nötig — sonst hätte jeder ein anderes rechtes Ufer.

    MerksatzMit dem Fluss geschaut, nicht mit dem Boot

    Typischer FehlerDie Blickrichtung umzudrehen und von der Mündung zur Quelle zu schauen. Und die Fassungen, die es an Berg- oder Talfahrt binden, machen die Bezeichnung von der eigenen Fahrtrichtung abhängig — genau das soll sie nicht sein.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Von der Mündung bis zur Quelle.
    • Bei der Bergfahrt liegt die rechte Uferseite rechts.
    • Bei der Talfahrt liegt die rechte Uferseite links.

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  8. 95

    Was bedeutet "zu Berg" oder "Bergfahrt" auf Flüssen?

    Die Fahrt in Richtung Quelle.

    Zu Berg heißt auf Flüssen: in Richtung Quelle, also flussaufwärts und gegen die Strömung. Der Begriff hat handfeste Folgen — Berg- und Talfahrer haben unterschiedliche Pflichten beim Begegnen, weil der Talfahrer mit dem Strom kommt und weit weniger manövrieren kann.

    MerksatzZu Berg geht es aufwärts, zur Quelle hin

    Typischer FehlerEs mit der Fahrt in Richtung Mündung zu verwechseln — das ist die Talfahrt. Und die Fahrt mit der Strömung oder die Fahrt über Grund beschreiben etwas anderes; auf einem Kanal gibt es gar keine Strömung.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die Fahrt über Grund.
    • Die Fahrt mit der Strömung.
    • Die Fahrt in Richtung Mündung.

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  9. 96

    Was bedeutet "zu Berg" oder "Bergfahrt" auf Kanälen?

    Die Fahrt, die in Teil II der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung als Fahrt "zu Berg" oder "Bergfahrt" festgelegt ist.

    Auf einem Kanal fließt nichts, also lässt sich Bergfahrt nicht aus der Strömung ableiten. Sie wird deshalb schlicht festgelegt, und zwar in dem Teil der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, der die einzelnen Strecken behandelt. Wer wissen will, was auf seinem Kanal zu Berg ist, muss dort nachsehen — herleiten lässt es sich nicht.

    MerksatzOhne Strömung wird die Richtung festgelegt, nicht erkannt

    Typischer FehlerAuf Quelle oder Strömung abzustellen, die es auf einem Kanal nicht gibt. Und im ersten Teil der Ordnung stehen die allgemeinen Regeln; die streckenbezogenen Festlegungen stehen im zweiten.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die Fahrt, die in Teil I der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung als Fahrt "zu Berg" oder "Bergfahrt" festgelegt ist.
    • Die Fahrt in Richtung Quelle.
    • Die Fahrt gegen die Strömung.

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  10. 97

    Welche Zeichen begrenzen die Fahrrinne zum rechten Ufer?

    Rote Stumpftonnen oder Schwimmstangen.

    Zum rechten Ufer hin steht Rot, und die Form ist stumpf: rote Stumpftonnen oder entsprechende Schwimmstangen. Rechtes Ufer heißt dabei das rechte in Fließrichtung, unabhängig davon, wohin man selbst fährt. Farbe und Form gehören zusammen — wer nur die Farbe sieht, verwechselt sie mit den Hindernisbezeichnungen, die es ebenfalls in Rot gibt.

    MerksatzRechtes Ufer rot und stumpf

    Typischer FehlerGrün zu wählen, das zum linken Ufer gehört. Und Spierentonnen sind eine andere Bauform mit anderer Bedeutung; auf die Kombination aus Farbe und Form kommt es an.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Grüne Spitztonnen oder Schwimmstangen.
    • Rote Spierentonnen oder Schwimmstangen.
    • Grüne Spierentonnen oder Schwimmstangen.

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  11. 98

    Welche Zeichen begrenzen die Fahrrinne zum linken Ufer?

    Grüne Spitztonnen oder Schwimmstangen.

    Zum linken Ufer hin steht Grün, und die Form ist spitz: grüne Spitztonnen oder entsprechende Schwimmstangen. Das Paar ist damit vollständig — rot und stumpf rechts, grün und spitz links, jeweils in Fließrichtung gesehen. Auf Binnenschifffahrtsstraßen liegt Rot also rechts, anders als im Seebereich, wo es beim Einlaufen links liegt.

    MerksatzLinkes Ufer grün und spitz

    Typischer FehlerRot und stumpf zu nehmen, was zum rechten Ufer gehört. Und wieder sind Spierentonnen keine Alternative zur Spitztonne, sondern etwas anderes.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Rote Stumpftonnen oder Schwimmstangen.
    • Rote Spierentonnen oder Schwimmstangen.
    • Grüne Spierentonnen oder Schwimmstangen.

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  12. 99

    Welche Fahrrinnenseite hat ein Bergfahrer an seiner Steuerbordseite und wie ist diese gekennzeichnet?

    Die linke Fahrrinnenseite, gekennzeichnet durch grüne Spitztonnen oder Schwimmstangen.

    Ein Bergfahrer fährt flussaufwärts, also der Fließrichtung entgegen. Damit liegt für ihn alles seitenverkehrt zur Uferbezeichnung: Die linke Fahrrinnenseite, benannt nach der Fließrichtung, hat er an Steuerbord — gekennzeichnet durch grüne Spitztonnen. Wer zu Tal fährt, hat sie an Backbord. Die Tonnen wechseln also nie die Seite, nur der Betrachter tut es.

    MerksatzZu Berg liegt links steuerbord

    Typischer FehlerDie Seiten unbesehen zu übernehmen und die rechte Fahrrinnenseite mit ihren roten Stumpftonnen an Steuerbord zu vermuten. Und Farbe und Seite zu mischen — grün gehört zur linken, rot zur rechten Seite, ganz gleich wer schaut.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die rechte Fahrrinnenseite, gekennzeichnet durch rote Stumpftonnen oder Schwimmstangen.
    • Die linke Fahrrinnenseite, gekennzeichnet durch rote Stumpftonnen oder Schwimmstangen.
    • Die rechte Fahrrinnenseite, gekennzeichnet durch grüne Spitztonnen oder Schwimmstangen.

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  13. 100

    Was bedeutet eine rot-grün gestreifte Tonne oder Schwimmstange und was ist zu beachten?

    Fahrrinnenspaltung. Vorbeifahrt an beiden Seiten möglich.

    Eine rot-grün gestreifte Tonne trägt beide Farben, weil beide zutreffen: Hier spaltet sich die Fahrrinne, und die Tonne liegt in der Mitte zwischen den beiden Armen. Vorbeifahren lässt sich deshalb an beiden Seiten — welcher Arm der bessere ist, sagt sie nicht, das steht in der Karte oder ergibt sich aus dem Ziel.

    MerksatzBeide Farben, beide Seiten möglich

    Typischer FehlerAus ihr ein Gebot zu machen, sich rechts oder links zu halten. Und die Vorbeifahrt auf eine Seite zu beschränken widerspricht gerade dem, was die doppelte Farbe aussagt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Fahrrinnenspaltung. In Fahrtrichtung links halten.
    • Fahrrinnenspaltung. Vorbeifahrt nur an Steuerbord möglich.
    • Fahrrinnenspaltung. In Fahrtrichtung rechts halten.

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  14. 101

    Mit welchen Zeichen werden Hindernisse wie zum Beispiel Buhnen und Kribben an der rechten Seite der Wasserstraße bezeichnet?

    Stangen mit Toppzeichen: roter Kegel, Spitze nach unten, oder rot-weiß gestreifte Schwimmstange mit rotem Zylinder.

    Hindernisse an der rechten Seite werden rot bezeichnet — dieselbe Farbe wie der rechte Fahrrinnenrand, aber mit anderem Toppzeichen: einem roten Kegel mit der Spitze nach unten, oder als rot-weiß gestreifte Schwimmstange mit rotem Zylinder. Gemeint sind Buhnen und Kribben, also Bauwerke, die vom Ufer in den Strom ragen und bei mittlerem Wasserstand unsichtbar sind.

    MerksatzDie Farbe sagt die Seite, das Toppzeichen sagt Hindernis

    Typischer FehlerDie Kegelspitze nach oben zu drehen — das ist die Form für die andere Seite. Und Grün gehört zur linken Seite der Wasserstraße; Farbe und Kegelrichtung müssen zusammenpassen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Stangen mit Toppzeichen: grüner Kegel, Spitze nach oben, oder grün-weiß gestreifte Schwimmstange mit grünem Kegel.
    • Stangen mit Toppzeichen: roter Kegel, Spitze nach oben, oder rot-weiß gestreifte Schwimmstange mit rotem Zylinder.
    • Stangen mit Toppzeichen: grüner Kegel, Spitze nach unten, oder grün-weiß gestreifte Schwimmstange mit grünem Kegel.

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  15. 102

    Was kennzeichnet eine grün-weiß gestreifte Schwimmstange mit grünem Kegel, Spitze nach oben, oder eine grüne Tonne mit grün-weiß gestreiftem Aufsatz mit grünem Kegel, Spitze nach oben?

    Hindernis an der linken Seite der Wasserstraße.

    Grün heißt linke Seite, und der Kegel mit der Spitze nach oben zusammen mit der grün-weißen Streifung heißt Hindernis. Es ist also nicht der Rand der Fahrrinne, sondern eine Warnung vor etwas, das dahinter liegt — eine Buhne, eine Kribbe, ein Steinschüttung. Der Unterschied ist erheblich: Am Fahrrinnenrand ist noch Wasser, am Hindernis nicht.

    MerksatzGestreift und mit Kegel heißt Hindernis, einfarbig heißt Rand

    Typischer FehlerEs für den Fahrrinnenrand zu halten. Und die Seite zu vertauschen: Grün steht für links, rot für rechts — an der Farbe ändert die Streifung nichts.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Fahrrinnenrand an der linken Seite der Wasserstraße.
    • Hindernis an der rechten Seite der Wasserstraße.
    • Fahrrinnenrand an der rechten Seite der Wasserstraße.

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  16. 103

    Was ist in Kanälen verboten?

    Ankern.

    In Kanälen ist das Ankern verboten. Der Grund liegt im Boden: Kanalsohlen sind abgedichtet, oft mit Ton oder Folie, und ein Anker reißt diese Dichtung auf. Was danach kommt, ist teuer und dauert lange — Wasserverlust und ein Kanalabschnitt, der leergelaufen ist.

    MerksatzDer Kanalboden ist abgedichtet, ein Anker reißt ihn auf

    Typischer FehlerEtwas anderes für verboten zu halten. Wenden, Überholen und Begegnen sind in Kanälen erlaubt, wenn Platz und Übersicht es zulassen — sie sind Verkehrsfragen, das Ankerverbot ist eine Frage des Bauwerks.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Wenden.
    • Überholen.
    • Begegnen.

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