Zum Inhalt springen
Bootsschein-Trainer

Start Glossar

Glossar

91 Fachwörter aus den beiden Fragenkatalogen, je mit einem Satz erklärt. Dieselben Erklärungen erscheinen beim Lesen: In den Abschnittstexten ist die erste Nennung eines Begriffs antippbar.

A

achterlicher als querab
Aus einer Richtung hinter der Mittschiffslinie — also von schräg achtern. Der Bereich, aus dem ein Überholer kommt.
Achterliek
Die hintere Kante eines Segels.
Amwindkurs
Ein Kurs schräg gegen den Wind, so hoch am Wind, wie das Boot noch fährt.
Ankerlieger
Ein Fahrzeug, das vor Anker liegt.
Ankerpeilung
Die Peilung zu einem festen Punkt an Land, von der Ankerposition aus. Ändert sie sich, ist der Anker gewandert.

B

Backbord
Die linke Seite des Fahrzeugs, in Fahrtrichtung gesehen. Ihr Licht ist rot.
Ballastkiel
Ein beschwerter Kiel, der das Boot durch sein Gewicht aufrichtet.
Beaufort
Die Skala der Windstärken von 0 bis 12, beschrieben über die Auswirkungen auf die See.
Bergfahrt
Auf Flüssen die Fahrt in Richtung Quelle, also gegen den Strom.
Bilge
Der tiefste Innenraum des Rumpfes, in dem sich Wasser sammelt.
Blinkfeuer
Ein Feuer, dessen Lichterscheinung kürzer ist als die Verdunkelung, der Blink aber mindestens 2 s lang.
Blitzfeuer
Ein Feuer, dessen Lichterscheinung kürzer ist als die Verdunkelung und weniger als 2 s dauert.
Buhne
Ein Damm, der quer vom Ufer in den Fluss reicht und die Strömung lenkt.

D

Deviationstabelle
Die für ein bestimmtes Schiff aufgestellte Tabelle der Magnetkompassablenkung.
Döpper
Eine Boje, die anzeigt, wo ein Anker liegt.
Dreifarbenlaterne
Eine Laterne an oder nahe der Mastspitze, die Seitenlichter und Hecklicht in einem Gehäuse vereint.
Drempel
Die Schwelle am Boden eines Schleusentors. Ein Boot, das zu weit hinten liegt, setzt beim Leeren darauf auf.

F

Fahrrinne
Der Teil der Wasserstraße, in dem bestimmte Breiten und Tiefen vorgehalten werden.
Fahrtwind
Der Wind, den ein Boot durch seine eigene Bewegung erzeugt. Er kommt immer von vorn.
Fahrwasser
Der Teil der Wasserstraße, der nach den örtlichen Umständen vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.
Fall
Eine Leine, mit der ein Segel gesetzt und geborgen wird.
Fender
Ein Puffer zwischen Bootsrumpf und Pier oder Nachbarboot.
fieren
Eine Leine kontrolliert nachlassen.
Fock
Das Vorsegel vor dem Mast.
Formstabilität
Die Fähigkeit eines Schiffes, durch seine Rumpfform der Krängung entgegenzuwirken.
Funkelfeuer
Ein Feuer mit 50 bis 60 Lichterscheinungen pro Minute.

G

Gewichtsstabilität
Die Fähigkeit eines Schiffes, durch tief liegenden Ballast der Krängung entgegenzuwirken.
Gleichtaktfeuer
Ein Feuer, bei dem Lichterscheinung und Verdunkelung gleich lang sind.
Grundsitzer
Ein Fahrzeug, das auf Grund sitzt.

H

Halse
Ein Manöver, bei dem das Heck durch den Wind geht.
Hecklicht
Das weiße Licht am Heck, sichtbar über 135°.
Holepunkt
Der Punkt, an dem die Schot des Vorsegels umgelenkt wird. Seine Lage entscheidet über den Stand des Segels.

I

Isobare
Eine Linie in der Wetterkarte, die Orte gleichen Luftdrucks verbindet.

K

Kardinalzeichen
Ein Seezeichen, das durch eine Himmelsrichtung angibt, wo eine Gefahrenstelle frei zu passieren ist.
Kielrichtung
Die Richtung, in die der Kiel zeigt — nicht der Weg über Grund.
killen
Ein Segel flattert, weil der Wind es nicht mehr füllt.
Kimmkieler
Eine Yacht mit zwei Seitenkielen, die aufrecht trocken fallen kann.
Kleinfahrzeug
Auf Binnenschifffahrtsstraßen ein Fahrzeug von weniger als 20 m Länge.
Koppelort
Der rechnerisch und zeichnerisch ermittelte Schiffsort aus Kursen, Distanzen und Versetzungen.
Krängung
Die Neigung eines Bootes um seine Längsachse.
Kribbe
Ein anderes Wort für Buhne — ein Damm quer zur Strömung.
Kurshalter
Das Fahrzeug, das Kurs und Geschwindigkeit beibehält, während der andere ausweicht.

L

Lee
Die dem Wind abgewandte Seite.
Leitfeuer
Ein Sektorenfeuer, das ein Fahrwasser bezeichnet.
Liek
Eine Kante eines Segels. Es gibt Vorliek, Unterliek und Achterliek.
Luv
Die dem Wind zugekehrte Seite.
Luvgierigkeit
Die Neigung eines Bootes, von selbst in den Wind zu drehen.

M

manövrierbehindert
Ein Fahrzeug, das wegen der Art seines Einsatzes nicht wie vorgeschrieben manövrieren kann.
manövrierunfähig
Ein Fahrzeug, das wegen außergewöhnlicher Umstände nicht wie vorgeschrieben manövrieren kann.

P

Patenthalse
Eine unbeabsichtigte Halse, bei der der Baum unkontrolliert herüberkommt.
Peilung
Die Richtung zu einem bekannten festen Objekt, durch Winkelmessung bestimmt.
Pinne
Der Hebel, mit dem das Ruder direkt bedient wird.
Pinnenausleger
Eine Verlängerung der Pinne, mit der sich auch bei Krängung steuern lässt.

Q

Quermarkenfeuer
Ein Sektorenfeuer, das auf eine Kursänderung im Fahrwasser hinweist.

R

Radarreflektor
Ein Körper, der ein Boot auf fremden Radarschirmen besser sichtbar macht.
Radeffekt
Das seitliche Versetzen des Hecks durch den Propeller.
raumen
Der Wind dreht weiter nach achtern, der Kurs wird bequemer.
Rhombus
Ein rautenförmiger Signalkörper.
Richtfeuer
Ober- und Unterfeuer, die in Deckung zu bringen sind.
Rundumlicht
Ein Licht, das über den ganzen Horizont sichtbar ist.

S

Schleppverband
Ein Verband, bei dem ein Fahrzeug die anderen hinter sich herzieht.
Schothorn
Die hintere untere Ecke eines Segels.
Schubverband
Ein Verband, bei dem ein Fahrzeug die anderen vor sich herschiebt.
Schwert
Eine aufholbare Fläche unter dem Rumpf, die die Abdrift verringert.
schwojen
Ein vor Anker oder an einer Boje liegendes Boot dreht sich mit Wind und Strom.
Seemeile
Die Länge einer Bogenminute auf einem größten Kreis der Erde, 1.852 m.
Seitenlichter
Rot an Backbord, grün an Steuerbord, je über 112,5° sichtbar.
Sektorenfeuer
Ein Feuer, das je nach Richtung eine andere Farbe oder Kennung zeigt.
Signalkörper
Ein schwarzer Körper — Ball, Kegel, Rhombus oder Zylinder —, der am Tage dasselbe sagt wie die Lichter bei Nacht.
Sog
Das Wasser, das ein fahrendes Schiff hinter sich nachzieht.
Spitztonne
Eine Tonne mit spitz zulaufendem Aufbau.
Standlinie
Eine in die Seekarte eingetragene Peilung. Der eigene Ort liegt irgendwo auf ihr.
Steuerbord
Die rechte Seite des Fahrzeugs, in Fahrtrichtung gesehen. Ihr Licht ist grün.
Stumpftonne
Eine Tonne mit flachem oder abgestumpftem Aufbau.

T

Talfahrt
Auf Flüssen die Fahrt in Richtung Mündung, also mit dem Strom.
Tide
Der Zeitraum von einem Niedrigwasser bis zum nächsten.
Tidenhub
Der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser.
tiefgangbehindert
Ein Fahrzeug, das wegen seines Tiefgangs im verfügbaren Wasser kaum vom Kurs abweichen kann.
Topplicht
Das weiße Licht vorn über Deck, sichtbar über 225°. Ein Topplicht bedeutet Maschine.
Trawler
Ein Fischereifahrzeug, das ein Netz durch das Wasser zieht.
Treibanker
Ein Schwimmkörper an einer Leine, der ein Boot mit dem Bug in Wind und See hält.
Trennzone
Der Streifen, der die beiden Einbahnwege eines Verkehrstrennungsgebietes trennt.

U

Unterliek
Die untere Kante eines Segels.
Unterliekstrecker
Eine Trimmeinrichtung, die den unteren Teil des Großsegels flacher oder bauchiger stellt.

V

Verdrängerfahrt
Fahrt, bei der das Boot durch das Wasser schiebt statt darauf zu gleiten.
Verklicker
Ein Windanzeiger an der Mastspitze. Er zeigt den scheinbaren Wind.
Vorliek
Die vordere Kante eines Segels.
Vorstag
Das Drahtseil, das den Mast nach vorn hält.

W

Want
Ein Drahtseil, das den Mast zur Seite hält.
Wende
Ein Manöver, bei dem der Bug durch den Wind geht.
Wiederkehr
Der Zeitraum vom Einsetzen einer Taktkennung eines Feuers bis zum Einsetzen der nächsten gleichen.

Eigener Text dieser Seite. Die Begriffe stammen aus den amtlichen Fragenkatalogen; die Erklärungen sind keine amtlichen Definitionen, sondern sollen das Lesen erleichtern. Quellen und Rechte