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SKS · Seemannschaft IMensch über Bord, Sicherheit
15 amtliche Prüfungsfragen. Person zurück an Deck holen, Sofortmaßnahmen und Bezugspunkt, Rettungsfloß und -westen, Strecktau, Seenotsignale und Feuerlöscher. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Sicherheit an Bord hat zwei Seiten: verhindern, dass jemand über Bord geht oder ein Feuer ausbricht — und, wenn es doch passiert, eine eingeübte Reihenfolge und die richtige Ausrüstung zur Hand haben.
Gegen das Überbordfallen helfen Sicherheitsgurte, in die man sich auch tatsächlich einpickt, Strecktaue oder Laufleinen vom Bug zum Heck und eine Crew, die die Einpickpunkte für die Karabinerhaken kennt. Das Strecktau ist ein Draht, Gurt oder eine starke Leine, die neben der Fußreling zwischen Cockpit und Vorschiff straff gespannt ist, damit man sich auch auf dem Weg nach vorn sichern kann.
Geht doch jemand über Bord, zählt die Reihenfolge. Der Ruf „Mensch über Bord!“, Rettungsmittel zuwerfen, Ausguck halten und die Person im Auge behalten, Maschine starten, das Manöver einleiten, Notmeldung abgeben, gegebenenfalls Markierungsblitzboje werfen und die MOB-Taste des satellitengestützten Navigationsgerätes drücken, dann die Bergung. Blitzboje und MOB-Taste sichern den Bezugspunkt, international „Datum“ genannt, von dem aus gesucht wird. Die grundsätzlichen Schritte haben jeweils ein Ziel: Sichtkontakt herstellen, sich annähern und eine erste Leinenverbindung herstellen, die Person sicher und schnell an Bord nehmen, Erste Hilfe leisten. Für das Anbordnehmen gibt es Hilfsmittel wie eine bewegliche, gesicherte Badeleiter, die Großschot, eine beschwerte Trittschlinge, eine Rettungstalje, das Unterfangen mit einem kleinen Segel, einen Bergegurt oder das Dingi.
Zur Sicherheitsausrüstung der Besatzung in der Küstenfahrt gehören Rettungsweste und Sicherheitsgurt für jedes Besatzungsmitglied, ein Rettungsfloß, ein Rettungskragen mit Tag- und Nachtsignal und eine Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Anleitung. Seenotsignalmittel sind etwa rote Handfackeln und Handraketen, orange Rauchfackeln oder Rauchtopf, Signalpistole mit Munition, Seewasserfärber, die Signalflaggen N und C, eine Signallampe und eine Seenotfunkboje. Ausrüstung hilft nur, wenn sie gewartet ist: Beim Rettungsfloß und bei Automatikrettungswesten zeigt eine farbige Serviceplakette, beim Floß auch das Zertifikat der letzten Wartung, wann die nächste fällig ist.
Für den Brandschutz eignet sich auf Sportbooten der ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume der CO₂-Löscher, der über einen Löschdurchlass ohne Sauerstoffzutritt eingesetzt wird. CO₂-Löscher werden nicht im Schiffsinneren untergebracht, weil bei einer Leckage Erstickungsgefahr besteht. Feuerlöscher gehören gebrauchsfertig und leicht erreichbar in die Nähe von Maschinenraum und Kombüse, vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt, und der Prüftermin auf der Plakette wird eingehalten. Ein Brand wird bekämpft, indem man alle Öffnungen schließt, die Brennstoffzufuhr und den Hauptschalter unterbricht, den Löscher erst am Brandherd betätigt, das Feuer von unten und von vorn angreift, die Löschdecke einsetzt und Flüssigkeitsbrände nicht mit Wasser löscht.
- Vorbeugen
- Gurt anlegen und einpicken, Strecktau zwischen Cockpit und Vorschiff.
- Erste Sekunden
- Rufen, Rettungsmittel zuwerfen, Person im Auge behalten.
- Bezugspunkt
- Markierungsblitzboje und MOB-Taste.
- Wartung
- Serviceplakette an Rettungsfloß und Automatikweste.
- Löscher
- ABC-Pulver allgemein, CO₂ für geschlossene Motorräume.
- Brandbekämpfung
- Öffnungen zu, Brennstoffzufuhr unterbrechen, Löscher erst am Brandherd auslösen.
Die typische Falle: Ein CO₂-Löscher gehört nicht ins Schiffsinnere: Tritt das Gas dort aus, droht Erstickung. Gedacht ist er für geschlossene Motorräume, über einen Löschdurchlass ohne Sauerstoffzutritt.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
- 109
Welche Hilfsmittel können Sie einsetzen, um einen Überbordgefallenen an Deck zu bekommen?
Musterantwort
Bewegliche (und gesicherte) Badeleiter, eventuell Großschot, beschwerte Trittschlinge, Rettungstalje, Unterfangen mit kleinem Segel, Bergegurt, Dingi.
- 110
Welche Sofortmaßnahmen sind einzuleiten, wenn jemand über Bord gefallen ist?
Musterantwort
- Ruf "Mensch über Bord!"
- Rettungsmittel zuwerfen,
- Ausguck halten, Mensch im Auge behalten,
- Maschine starten,
- "Mensch-über-Bord-Manöver" einleiten,
- Notmeldung abgeben,
- ggf. Markierungsblitzboje werfen,
- ggf. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes drücken,
- Bergung durchführen.
- 111
Welche Maßnahmen können gegen das Überbordfallen getroffen werden?
Musterantwort
- Sicherheitsgurte anlegen und einpicken.
- Anbringen von "Streck-" oder Laufleinen vom Bug zum Heck.
- Crew auf Befestigungspunkte (Einpickpunkte für Karabinerhaken) hinweisen.
- 112
Nennen Sie die grundsätzlichen Schritte und ihre Ziele zur Rettung einer über Bord gegangenen Person.
Musterantwort
- Maschine starten,
- Suche, Herstellung eines Sichtkontaktes zur über Bord gegangenen Person,
- "Mensch-über-Bord-Manöver", Annäherung an die im Wasser treibende Person und Herstellung einer ersten Leinenverbindung,
- Bergung, sicheres und schnelles Anbordnehmen der Person,
- Erste Hilfe, Betreuung,
- ggf. Notalarm abgeben.
- 113
Mit welchen Hilfsmitteln können Sie den Bezugspunkt (internationaler Begriff: Datum) für die Suche nach einem Überbordgefallenen sichern?
Musterantwort
- Markierungsblitzboje,
- MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes (z. B. GPS).
GPS = Global Positioning System
- 114
Was gehört u. a. zur Sicherheitsausrüstung z. B. einer 10-m-Yacht?
Nennen Sie mindestens 6 Ausrüstungsgegenstände.Musterantwort
- Lenzpumpen und Pützen,
- Lecksicherungsmaterial,
- Feuerlöscher,
- Werkzeuge und Ersatzteile,
- Seenotsignalmittel,
- Handlampen,
- Funkeinrichtung,
- Anker,
- Erste-Hilfe-Ausrüstung,
- Radarreflektor und
- Rettungsmittel.
- 115
Was gehört zur Sicherheitsausrüstung der Besatzung in der Küstenfahrt?
Musterantwort
- Rettungsweste und Sicherheitsgurt (Lifebelt) für jedes Besatzungsmitglied,
- Rettungsfloß (Rettungsinsel),
- Rettungskragen mit Tag- und Nachtsignal und
- Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Anleitung.
- 116
Wie erhalten Sie Kenntnis über das nächste Wartungsdatum eines Rettungsfloßes?
Musterantwort
Die runde, auf der Insel klebende farbige Serviceplakette oder das bei der letzten Wartung mitgelieferte Zertifikat geben Auskunft über den nächsten Wartungstermin.
- 117
Worauf müssen Sie bei Ihren Automatikrettungswesten hinsichtlich der Funktionssicherheit achten?
Musterantwort
Auf regelmäßige Wartung. Wartungsfälligkeit erkennbar an der farbigen Serviceplakette.
- 118
Was ist auf Deck einer Yacht ein Strecktau (auch Laufleine genannt) und wozu dient es?
Musterantwort
Ein neben der Fußreling verlaufender Draht, Gurt oder eine starke Leine zwischen Cockpit und Vorschiff straff gespannt zum Einpicken der Sicherheitsleine (Lifebelt).
- 119
Welche Seenotsignalmittel sollten Sie an Bord haben?
Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.Musterantwort
- Handfackeln, rot,
- Handraketen, rot,
- Rauchfackeln oder Rauchtopf, orange,
- Signalpistole mit Munition,
- Seewasserfärber,
- Signalflaggen N und C,
- Signallampe,
- Seenotfunkboje.
- 120
Welche Feuerlöscheinrichtungen sollten an Bord vorhanden sein?
Musterantwort
- Feuerlöscher (ABC-Pulverlöscher und eventuell CO22-Löscher),
- Pütz zum Löschen von Bränden fester Stoffe,
- Feuerlöschdecke,
- Löschdurchlass für geschlossene Motorräume, der das Löschen von Bränden mit CO2-Löschern ohne Sauerstoffzutritt ermöglicht.
- 121
Welche Feuerlöscharten sind für Sportboote geeignet?
Wie und wo sind sie an Bord unterzubringen?Musterantwort
- Der ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume der CO2-Löscher,
- Der Feuerlöscher muss gebrauchsfertig und leicht erreichbar sein, CO2-Löscher nicht im Schiffsinneren unterbringen (Erstickungsgefahr bei Leckage).
- Er soll in der Nähe der Maschinenräume, der Kombüse bzw. der Koch- oder Heizstelle montiert sein.
- 122
Wie wird die ständige Funktionssicherheit eines Feuerlöschers sichergestellt?
Musterantwort
- Durch Einhaltung des vorgeschriebenen Prüftermins, ersichtlich aus der Prüfplakette.
- Der Feuerlöscher muss vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt werden.
- 123
Wie wird ein Brand an Bord wirksam bekämpft?
Musterantwort
- Alle Öffnungen schließen,
- Brennstoffzufuhr (Hauptschalter) unterbrechen,
- Feuerlöscher erst am Brandherd betätigen,
- Feuer von unten und von vorn bekämpfen,
- Löschdecke einsetzen,
- Flüssigkeitsbrände nicht mit Wasser bekämpfen.