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SKS · Seemannschaft ISchweres Wetter und Strom
8 amtliche Prüfungsfragen. Sturm abwettern, Hafen und Leeküste bei Starkwind, Halse vermeiden, Treibanker, Festmachen im Tidengewässer und Wind gegen Strom. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Bei schwerem Wetter ist offener Seeraum meist sicherer als die Nähe einer Küste — und Strom verändert Seegang und Fahrt in einer Weise, die das Log nicht anzeigt.
Im freien Seeraum gibt es mehrere Wege, einen Sturm abzuwettern. Zum einen Beiliegen, Lenzen vor Topp und Takel, also ohne Segel vor dem Wind, und dabei Leinen achteraus schleppen, oder Liegen vor . Zum anderen aktiv unter Sturmbesegelung segeln und nach Möglichkeit brechende Seen aussteuern. Ein Treibanker hält bei richtiger Leinenlänge den Bug im Wind und verringert die Driftgeschwindigkeit.
Besondere Gefahr droht in Küstennähe. Eine Leeküste, auf die der Wind steht, wird gefährlich, wenn sich die Yacht nicht mehr freikreuzen kann: Dann droht Strandung. Auch das Anlaufen eines Hafens bei auflandigem Starkwind kann gefährlich werden, weil Grundseen und Kreuzseen auftreten und Querstrom vor der Einfahrt stehen kann. Bei Starkwind lässt sich die gefährliche durch eine Q- vermeiden: Statt vor dem Wind durch den Wind zu gehen, luvt man an, wendet und fällt auf dem neuen Bug wieder ab.
Strom wirkt auf zwei Ebenen. Setzt er gegen den Wind, entsteht eine kurze, steile und kabbelige See — beim Aufkreuzen mit mitlaufendem Strom ist das genau die Lage. Und er verändert die Fahrt: Mitlaufender Strom erhöht die Fahrt über Grund, aber das Log zeigt das nicht an, weil es die Fahrt durchs Wasser misst.
In Tidengewässern kommt beim Liegen längsseits einer Pier der wechselnde Wasserstand hinzu. Die Wassertiefe muss auch bei Niedrigwasser ausreichen, oder das Boot muss sicher aufsetzen können. Die Leinen müssen für Tidenstieg und Tidenfall lang genug sein. Bei größerem darf das Fahrzeug keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben.
- Sturm abwettern
- Beiliegen, Lenzen vor Topp und Takel, Treibanker oder aktiv unter Sturmbesegelung.
- Treibanker
- Hält den Bug im Wind und verringert die Drift.
- Leeküste
- Kann man nicht freikreuzen, droht Strandung.
- Q-Wende
- Ersetzt bei Starkwind die Halse.
- Wind gegen Strom
- Kurze, steile, kabbelige See.
- Mitlaufender Strom
- Mehr Fahrt über Grund, das Log zeigt es nicht.
Die typische Falle: Das Log misst die Fahrt durchs Wasser, nicht über Grund. Mitlaufender Strom macht das Boot über Grund schneller, ohne dass die Loganzeige das zeigt.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
- 101
Wie können Sie im freien Seeraum auf einer Segelyacht einen Sturm abwettern?
Musterantwort
- Durch Beiliegen; Lenzen vor Topp und Takel, dabei Leinen achteraus schleppen; Liegen vor Treibanker oder
- unter Sturmbesegelung aktiv segelnd und nach Möglichkeit brechende Seen aussteuernd.
- 102
Warum kann das Anlaufen eines Hafens bei auflandigem Starkwind bzw. schwerem Wetter gefährlich werden?
Musterantwort
Gefahr durch Grundseen bzw. Kreuzseen. Möglichkeit von Querstrom.
- 103
Warum kann eine Leeküste bei schwerem Wetter einer Segelyacht gefährlich werden?
Musterantwort
Wenn die Yacht sich nicht freikreuzen kann, droht Strandung.
- 104
Mit welchem Manöver können Sie bei Starkwind das Halsen vermeiden (Name)?
Vervollständigen Sie die Skizze durch Einzeichnen der Kurslinie und geben Sie die erforderlichen Manöver an.
Musterantwort

- 105
Was erreicht man mit dem Ausbringen eines Treibankers bei schwerer See?
Musterantwort
Man hält bei richtiger Leinenlänge den Bug im Wind und verringert die Driftgeschwindigkeit.
- 106
Worauf müssen Sie achten, wenn Sie in Tidengewässern längsseits einer Pier festgemacht haben?
Musterantwort
- Die Wassertiefe muss auch bei Niedrigwasser ausreichen oder sicheres Aufsetzen muss gewährleistet sein.
- Die Leinen müssen für den Tidenstieg oder -fall ausreichend lang sein. Bei größerem Tidenhub darf das Fahrzeug keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben.
- 107
Sie kreuzen bei frischem Wind und mitlaufendem Strom (Wind gegen Strom) nach Luv auf.
Welche Auswirkungen hat ein gegen den Wind setzender Strom auf den Seegang?Musterantwort
Durch den Strom entsteht eine kurze, steile und kabbelige See.
- 108
Wie wirkt sich mitlaufender Strom auf die Fahrt eines Fahrzeugs und die Loganzeige aus?
Musterantwort
- Der Strom erhöht die Fahrt über Grund.
- Das Log zeigt dies nicht an.
So geht es weiter
Fachwörter hier Halse Luv Treibanker