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SKS · WetterkundeMeteorologische Messinstrumente
5 amtliche Prüfungsfragen. Anemometer und scheinbarer Wind, Barometer und Luftdrucktendenz und wie man Windstärke und -richtung ohne Messanlage bestimmt. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Wetter an Bord ist zum großen Teil Messen und Mitschreiben, und dafür braucht es im Kern zwei Instrumente: Anemometer und Barometer. Das Anemometer misst die Windgeschwindigkeit — allerdings auf einem Schiff, das sich bewegt. Macht das Fahrzeug Fahrt durchs Wasser, zeigt es deshalb die scheinbare Windgeschwindigkeit an, die sich aus dem wahren Wind und dem zusammensetzt. Der wahre Wind muss daraus erst abgeleitet werden.
Den Luftdruck misst das Barometer; der Barograph zeichnet ihn zusätzlich fortlaufend auf. Auf den einzelnen Wert kommt es dabei weniger an als auf die Tendenz. Aufgezeichnet wird mindestens alle 4 Stunden, denn erst die Reihe zeigt eventuelle Wetterveränderungen — etwa einen Trog oder die Annäherung eines Tiefdruckgebiets. Ein fallendes Barometer ist eine Warnung, die ein Schiff ganz ohne Empfang selbst gewinnen kann.
Fehlt eine Windmessanlage oder fällt sie aus, bleibt das Auge. Die Windstärke wird mit Hilfe der Beaufortskala in Anlehnung an das Seegangsbild geschätzt: Wellenform, Schaumköpfe und Gischt verraten die Stufe. Die Windrichtung lässt sich an der Verlagerung der Wellenkämme schätzen. Beides braucht Übung, funktioniert aber unabhängig von jeder Elektrik und ist eine gute Gegenprobe, wenn eine Anzeige unplausibel erscheint.
- Anemometer
- Misst die Windgeschwindigkeit.
- Bei Fahrt
- Die Anzeige ist der scheinbare Wind.
- Barometer, Barograph
- Messen den Luftdruck, der Barograph zeichnet ihn auf.
- Tendenz
- Luftdruck mindestens alle 4 Stunden aufzeichnen.
- Ohne Messanlage
- Stärke nach am Seegangsbild, Richtung an den Wellenkämmen.
Die typische Falle: Das Anemometer auf einem fahrenden Schiff zeigt nicht den wahren Wind, sondern den scheinbaren. Wer den Wert unbesehen in Beaufort umrechnet, schätzt den Wind am Wind zu hoch und vor dem Wind zu niedrig ein.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
- 97
Mit welchem Messinstrument wird an Bord die Windgeschwindigkeit gemessen?
Musterantwort
Mit einem Anemometer.
- 98
Welche Windgeschwindigkeit zeigt das Anemometer an, wenn das Fahrzeug Fahrt durchs Wasser macht?
Musterantwort
Die scheinbare Windgeschwindigkeit.
- 99
1. Warum sollten Luftdrucktendenzen an Bord beobachtet und aufgezeichnet werden?
2. In welchem zeitlichen Abstand sollte man den Luftdruck aufzeichnen?Musterantwort
- Eventuelle Wetterveränderungen (z. B. Trog, Annäherung eines Tiefdruckgebiets) können registriert werden.
- Mindestens alle 4 Stunden.
- 100
Mit welchem Messinstrument wird an Bord der Luftdruck gemessen?
Musterantwort
Mit dem Barometer oder Barographen.
- 101
1. Wie bestimmen Sie an Bord die Windstärke, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist?
2. Wie bestimmen Sie an Bord die Windrichtung, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist?Musterantwort
- Die Windstärke wird geschätzt mit Hilfe der Beaufortskala in Anlehnung an das Seegangsbild.
- Die Windrichtung wird anhand der Verlagerung der Wellenkämme geschätzt.