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SKS · WetterkundeSeegang
15 amtliche Prüfungsfragen. Windsee und Dünung, Wellenhöhe und -länge, Fetch, Grundsee und Kreuzsee, Wind gegen Strom und was eine Dünungskarte nicht verrät. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Seegang ist Wind, der im Wasser gespeichert ist, und er besteht aus zwei Teilen: Windsee und Dünung. Windsee wird vom Wind am Ort oder in der näheren Umgebung angefacht. Ihre Höhe hängt ab von der Windgeschwindigkeit, vom Fetch, also der Windwirklänge, und von der Wirkdauer des Windes. Dünung dagegen ist Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft, oder abklingender, alter Seegang. Setzt hohe Dünung ein, kann das einen aufziehenden Sturm andeuten. Umgekehrt lässt sich aus einer Dünungskarte nicht auf den Wind schließen: Dünung kann vorhanden sein, auch wenn kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.
Die Maße einer Welle sind schnell definiert: Die Wellenhöhe ist der senkrechte Abstand zwischen Wellenberg und Wellental, die Wellenlänge der horizontale Abstand zwischen zwei Wellenbergen. Länge und Höhe des Seegangs können sich erheblich verändern, und zwar durch die Wassertiefe sowie durch Meeres- und Gezeitenströmungen. Laufen Wind und Strom gegeneinander, werden die Wellen kürzer und steiler; haben sie die gleiche Richtung, werden sie länger und flacher.
In Küstennähe entscheidet der Fetch. Bei ablandigem Wind ist er nur sehr kurz, und der Seegang wird nicht so hoch wie auf freier See. Bei auflandigem Wind ist genügend Fetch vorhanden, der Seegang ist ähnlich ausgeprägt wie draußen — und wo das Wasser flacher wird oder Untiefen liegen, muss mit Brechern und Grundseen gerechnet werden. Eine Grundsee besteht aus Meereswellen mit besonders hohen Brechern, die durch Untiefen, Küstennähe oder ansteigenden Meeresboden entstehen; sie kann etwa das 2,5fache der kennzeichnenden Wellenhöhe erreichen.
Laufen Windsee und Dünung aus unterschiedlichen Richtungen heran, entsteht Kreuzsee. Mit ihr ist kurz vor und bei dem Durchzug einer Kaltfront oder eines Troges zu rechnen sowie in der Nähe des Tiefkerns — also dort, wo der Wind dreht, während die alte See noch läuft. Auch in kleiner Inseln ist kreuzlaufende See zu erwarten, meist kurz und kabbelig.
- Seegang
- Windsee und Dünung zusammen.
- Höhe der Windsee
- Windgeschwindigkeit, Fetch und Wirkdauer.
- Wind gegen Strom
- Wellen werden kürzer und steiler.
- Grundsee
- Hohe Brecher über Untiefen, etwa das 2,5fache der kennzeichnenden Wellenhöhe.
- Kreuzsee
- Windsee und Dünung aus verschiedenen Richtungen, etwa an Kaltfront, Trog und Tiefkern.
Die typische Falle: Ablandiger Wind an der Küste heißt niedrigerer Seegang als auf freier See, auflandiger nicht — dort steht eine See wie draußen, und im flacher werdenden Wasser kommen Brecher und Grundseen hinzu. Und Dünung verrät nicht den Wind am Ort: Sie kann auch dort laufen, wo gerade kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
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Was verstehen Sie unter Windsee?
Musterantwort
Seegang, der durch den Wind am Ort oder in der näheren Umgebung angefacht wird.
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Wovon hängt die Höhe der Windsee ab?
Musterantwort
Windgeschwindigkeit, Fetch (Windwirklänge) und Wirkdauer des Windes.
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1. Was verstehen Sie unter Dünung?
2. Was kann einsetzende hohe Dünung andeuten?Musterantwort
- Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft, sowie abklingender (alter) Seegang.
- Einen eventuell aufziehenden Sturm.
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Was verstehen Sie unter der Wellenhöhe?
Musterantwort
Der senkrechte Abstand zwischen Wellenberg und Wellental.
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Was verstehen Sie unter der Wellenlänge?
Musterantwort
Der horizontale Abstand zwischen zwei Wellenbergen.
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Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei ablandigem Wind fahren?
Musterantwort
Der Seegang wird nicht so hoch sein wie auf der freien See, da der Fetch (Windwirklänge) nur sehr kurz ist.
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1. Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei auflandigem Wind fahren?
2. Welche Gefahr besteht bezüglich der Entwicklung des Seegangs außerdem?Musterantwort
- Der Seegang wird ähnlich ausgeprägt sein wie auf der freien See, da genügend Fetch (Windwirklänge) vorhanden ist.
- Dort, wo das Wasser flacher wird, oder im Bereich von Untiefen muss mit Brechern und Grundseen gerechnet werden.
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1. Was verstehen Sie unter einer Grundsee?
2. Welche Höhen kann sie erreichen?Musterantwort
- Meereswellen mit besonders hohen Brechern, die durch Untiefen oder Küstennähe bzw. durch ansteigenden Meeresboden entstehen.
- Etwa das 2,5fache der kennzeichnenden (charakteristischen) Wellenhöhe.
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Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) entgegengesetzte Richtungen haben?
Musterantwort
Die Wellen werden kürzer und steiler.
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Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) die gleiche Richtung haben?
Musterantwort
Die Wellen werden länger und flacher.
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1. Was verstehen Sie unter einer Kreuzsee?
2. Geben Sie 3 Beispiele an, wo mit Kreuzsee zu rechnen ist.Musterantwort
- Windsee und Dünung laufen aus unterschiedlichen Richtungen heran.
- Kurz vor und bei dem Durchzug einer Kaltfront oder eines Troges sowie in der Nähe des Tiefkerns.
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Welcher Seegang ist in Lee kleiner Inseln zu erwarten?
Musterantwort
Kreuzlaufende See, die meist kurz und kabbelig ist.
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Welche Faktoren können die Länge und Höhe des Seegangs erheblich verändern?
Musterantwort
Wassertiefe sowie Meeres- und Gezeitenströmungen.
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Im Internet finden Sie auf einer "Wetterseite" eine Vorhersagekarte für die Dünung.
Können Sie daraus ungefähr den vorherrschenden Wind über See ableiten?Musterantwort
Nein. Dünung kann vorhanden sein, auch wenn kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.
So geht es weiter
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