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SRC · Betriebsverfahren und Rangfolgen

Kanäle und Anruf

13 amtliche Prüfungsfragen. Kanäle 16, 70, 06, 69 und 72, Handsprechfunkgeräte, Testsendungen, Anruf- und Arbeitskanal und wie man eine Küstenfunkstelle ruft. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

Direkt zu den Fragen ↓

Jeder UKW-Kanal hat im Seefunk eine Aufgabe, und ein Anruf gelingt nur, wenn man weiß, wo die Gegenstelle zuhört. Die beiden wichtigsten sind schnell erklärt: Kanal 70 dient ausschließlich der Aussendung des Digitalen Selektivrufs, Kanal 16 (156,8 MHz) dient dem Notverkehr, Dringlichkeitsmeldungen, der Ankündigung von Sicherheitsmeldungen und als Anrufkanal.

Welchen Kanal ein Sportfahrzeug auf See abhört, hängt von seiner Anlage ab. Mit einer GMDSS-Seefunkanlage muss es auf Kanal 70 empfangsbereit sein, denn dort kommen Alarmierungen und Anrufe per DSC an. Mit einer reinen UKW-Sprechfunkanlage sollte es in der Regel auf Kanal 16 empfangsbereit sein.

Für Gespräche untereinander nutzen Sportfahrzeuge in den deutschen Hoheitsgewässern vorzugsweise die Kanäle 69 oder 72. Kanal 06 ist vorzugsweise für den Schiff-Schiff-Verkehr und für koordinierte Such- und Rettungseinsätze vorgesehen. Im Schiff-Schiff-Verkehr wird Wechselsprechen auf einer Frequenz benutzt. UKW-Handsprechfunkgeräte sind vor allem für den Funkverkehr an Bord und zwischen Schiff und Überlebensfahrzeug gedacht.

Das Grundprinzip beim Anruf ist die Trennung von Anrufkanal und Arbeitskanal: Auf dem Anrufkanal wird die Verbindung aufgenommen, auf dem Arbeitskanal der weitere Funkverkehr abgewickelt. Eine Küstenfunkstelle, die auf Kanal 70, Kanal 16 und einem veröffentlichten Arbeitskanal empfangsbereit ist, ruft man auf Kanal 70 oder auf dem Arbeitskanal. Hat sie kein DSC, wird sie im Routineverkehr direkt auf dem Arbeitskanal gerufen — Kanal 16 bleibt so für Not und Dringlichkeit frei. Bevor man auf einem Arbeitskanal ruft, hört man hinein: Der laufende Funkverkehr darf nicht gestört werden.

Testsendungen sind erlaubt, aber kurz: Sie dürfen 10 Sekunden nicht überschreiten und müssen mit dem Wort „Test“ und einer Kennung des Schiffes ausgestrahlt werden.

Kanal 70
Ausschließlich DSC; Pflicht-Hörwache mit GMDSS-Anlage.
Kanal 16
Not, Dringlichkeit, Ankündigung von Sicherheitsmeldungen, Anruf; Hörwache ohne DSC.
Kanäle 69 und 72
Sportfahrzeuge untereinander in deutschen Hoheitsgewässern.
Kanal 06
Schiff–Schiff und koordinierte SAR-Einsätze.
Küstenfunkstelle rufen
Kanal 70 oder Arbeitskanal; ohne DSC direkt auf dem Arbeitskanal.
Test
Höchstens 10 Sekunden, mit „Test“ und Schiffskennung.

Die typische Falle: Eine Küstenfunkstelle wird im Routineverkehr nach dem Katalog nicht auf Kanal 16 gerufen, sondern per DSC auf Kanal 70 oder auf dem Arbeitskanal — ohne DSC direkt auf dem Arbeitskanal.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 103

    Welche UKW-Kanäle benutzen Sportfahrzeuge für den Funkverkehr untereinander vorzugsweise in den deutschen Hoheitsgewässern?

    Kanäle 69 oder 72

    Für den Funkverkehr von Sportfahrzeugen untereinander sind in den deutschen Hoheitsgewässern die Kanäle 69 und 72 vorgesehen. Damit bleiben die Kanäle mit festen Aufgaben frei: Kanal 70 gehört allein dem Digitalen Selektivruf, Kanal 16 dem Not- und Anrufverkehr, und Kanal 06 dient vorzugsweise der Schiff-Schiff-Verbindung bei Such- und Rettungseinsätzen.

    MerksatzSportboot zu Sportboot: 69 oder 72

    Typischer FehlerKanal 70 ist ausschließlich für DSC bestimmt, darauf wird nicht gesprochen. Kanal 16 muss für Not- und Anrufverkehr frei bleiben, und die Kanäle 06, 10 oder 13 sind nicht die für Sportfahrzeuge vorgesehenen Plauderkanäle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanäle 69 oder 70
    • Kanäle 10 oder 13
    • Kanäle 06 oder 16

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  2. 104

    Für welche Verkehrsabwicklungen werden UKW-Handsprechfunkgeräte vorzugsweise verwendet?

    Funkverkehr an Bord, Funkverkehr Schiff–Überlebensfahrzeug

    Ein UKW-Handsprechfunkgerät hat wenig Sendeleistung und eine kurze Antenne in geringer Höhe, die Reichweite ist also klein. Dafür ist es tragbar und vom Bordnetz unabhängig. Das passt genau zu zwei Aufgaben: Funkverkehr an Bord, etwa zwischen Brücke und Vorschiff beim Anlegen, und die Verbindung vom Schiff zum Überlebensfahrzeug, wenn die feste Anlage nicht mehr erreichbar ist.

    MerksatzHandfunke: an Bord und in die Rettungsinsel

    Typischer FehlerSchiff–Hafen, Schiff–Schiff oder der Verkehr mit Küstenfunkstellen brauchen Reichweite. Dafür ist die fest eingebaute Anlage mit Außenantenne gedacht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Funkverkehr Schiff–Schiff, Funkverkehr Schiff–SAR-Hubschrauber)
    • Funkverkehr an Bord, Funkverkehr Schiff–Hafen
    • Funkverkehr mit Küstenfunkstellen, Funkverkehr Schiff–Überlebensfahrzeug

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  3. 105

    Was ist bei Testsendungen im Sprech-Seefunkdienst zu beachten?

    Die Aussendungen dürfen 10 Sekunden nicht überschreiten, müssen mit dem Wort „Test“ und mit einer Kennung des Schiffes ausgestrahlt werden

    Eine Testsendung belegt einen Kanal, ohne eine Nachricht zu übermitteln. Sie wird deshalb auf höchstens 10 Sekunden begrenzt, damit sie anderen Verkehr kaum behindert. Das Wort Test zeigt allen Mithörenden, dass kein echter Anruf vorliegt, und die Kennung des Schiffes macht erkennbar, wer sendet.

    MerksatzTest: kurz halten, als Test ansagen, Kennung nennen

    Typischer FehlerZwanzig Sekunden sind zu lang, und ohne das Wort Test bleibt unklar, dass es nur eine Probe ist. Senden ohne Antenne kann den Sender beschädigen, und eine Beschränkung auf Gebiete außerhalb der Hoheitsgewässer gibt es nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die Aussendungen dürfen 20 Sekunden nicht überschreiten und müssen mit einer Kennung des Schiffes ausgestrahlt werden
    • Die Aussendungen dürfen nur einmal nach Einbau des Gerätes ohne Antenne erfolgen und müssen mit dem Wort „Test“ gekennzeichnet werden
    • Die Aussendungen dürfen nur außerhalb der Hoheitsgewässer erfolgen

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  4. 106

    Betriebsart wird für den Schiff-Schiff-Verkehr auf UKW im Sprechfunkverfahren verwendet?

    Wechselsprechen auf einer Frequenz

    Im Schiff-Schiff-Verkehr senden und empfangen beide Seiten auf derselben Frequenz. Weil ein Gerät auf einer Frequenz nicht gleichzeitig senden und empfangen kann, wird abwechselnd gesprochen, mit dem Wort Over als Übergabe. Diese Betriebsart heißt Simplex und ist auf UKW zwischen Schiffen der Normalfall.

    MerksatzSchiff zu Schiff: eine Frequenz, abwechselnd sprechen

    Typischer FehlerGegensprechen, also gleichzeitiges Sprechen und Hören, braucht zwei Frequenzen und ist auf einer einzigen technisch nicht möglich. Wechselsprechen auf zwei Frequenzen ist Semi-Duplex und kommt im Verkehr mit Küstenfunkstellen vor, nicht zwischen zwei Schiffen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Gegensprechen auf einer Frequenz
    • Wechselsprechen auf zwei Frequenzen
    • Gegensprechen auf zwei Frequenzen

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  5. 107

    Der UKW-Kanal 70 dient ausschließlich dem Zweck der Aussendung ...

    des Digitalen Selektivrufs

    Kanal 70 ist auf UKW für den Digitalen Selektivruf reserviert, und zwar ausschließlich. Nur so bleibt der Kanal frei für die kurzen digitalen Rufe und Alarme, die jede GMDSS-Anlage ständig mithört. Sprechfunk oder andere Aussendungen würden genau diese Überwachung stören.

    MerksatzAuf 70 wird nicht gesprochen, nur digital gerufen

    Typischer FehlerPeilzeichen, Positionsmeldungen oder Sendungen von Küstenfunkstellen klingen nach plausiblen Zwecken. Eine Position kann zwar Teil eines DSC-Alarms sein, der Kanal selbst dient aber allein dem Digitalen Selektivruf.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • von Peilzeichen
    • von Positionsmeldungen
    • von Küstenfunkstellen

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  6. 108

    Welchen Zwecken dient der UKW-Kanal 16 (156,8 MHz) im Seefunkdienst?

    Notverkehr, Dringlichkeitsmeldung, Ankündigung einer Sicherheitsmeldung, Anrufkanal

    Kanal 16 ist der internationale Not- und Anrufkanal im UKW-Seefunk. Auf ihm laufen Notverkehr und Dringlichkeitsmeldungen, Sicherheitsmeldungen werden dort angekündigt, und er dient als Anrufkanal zur Verbindungsaufnahme. Damit er für den Ernstfall frei bleibt, wird der eigentliche Routineverkehr auf einem Arbeitskanal abgewickelt.

    MerksatzKanal 16: Not, Dringlichkeit, Ankündigung, Anruf, aber kein Plausch

    Typischer FehlerRoutineverkehr gehört nicht auf Kanal 16, sondern auf einen Arbeitskanal. Der digitale Selektivruf läuft auf Kanal 70, und für Fischereifahrzeuge ist Kanal 16 nicht reserviert.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Notverkehr, Ankündigung einer Sicherheitsmeldung, Routineverkehr, Anrufkanal
    • Aussendung des digitalen Selektivrufs
    • Funkverkehr zwischen Fischereifahrzeugen

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  7. 109

    Auf welchem UKW-Kanal muss ein Sportfahrzeug empfangsbereit sein, wenn es sich auf See befindet und mit einer GMDSS-Seefunkanlage ausgerüstet ist?

    Kanal 70

    Eine GMDSS-Seefunkanlage hat einen DSC-Wachempfänger, der Kanal 70 ständig überwacht. Dort kommen Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsalarme digital an und lösen am Gerät einen Alarm aus. Die Empfangsbereitschaft auf Kanal 70 ist deshalb die Pflicht, die sich aus dieser Ausrüstung ergibt.

    MerksatzMit DSC an Bord: Wache auf 70

    Typischer FehlerKanal 16 ist die Antwort für Fahrzeuge, die nur eine reine Sprechfunkanlage haben. Die Kanäle 69 und 72 dienen dem Funkverkehr zwischen Sportfahrzeugen und sind keine Wachkanäle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16
    • Kanal 69
    • Kanal 72

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  8. 110

    Auf welchem UKW-Kanal sollte ein Sportfahrzeug in der Regel empfangsbereit sein, wenn es sich auf See befindet und nur mit einer UKW-Sprechfunkanlage ausgerüstet ist?

    Kanal 16

    Eine reine Sprechfunkanlage kann keine DSC-Rufe empfangen, Kanal 70 nützt ihr also nichts. Not-, Dringlichkeits- und Anrufverkehr laufen im Sprechfunk auf Kanal 16, also sollte dort mitgehört werden. Nur so erfährt man von einem Notfall in der Nähe oder wird selbst erreicht.

    MerksatzNur Sprechfunk an Bord: Ohr auf 16

    Typischer FehlerKanal 70 setzt einen DSC-Controller voraus, den eine reine Sprechfunkanlage nicht hat. Die Kanäle 69 und 06 sind Schiff-Schiff-Kanäle, aber keine Wachkanäle für Not und Anruf.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 70
    • Kanal 69
    • Kanal 06

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  9. 111

    Welcher UKW-Kanal ist vorzugsweise für den Schiff-Schiff-Verkehr und für koordinierte Such- und Rettungseinsätze (SAR) vorgesehen?

    Kanal 06

    Kanal 06 ist international vorzugsweise für den Schiff-Schiff-Verkehr vorgesehen und wird bei koordinierten Such- und Rettungseinsätzen genutzt, etwa für die Verständigung mit SAR-Einheiten. Er entlastet damit Kanal 16, der für Not und Anruf frei bleiben muss.

    MerksatzKanal 06: Schiff zu Schiff und SAR

    Typischer FehlerKanal 16 ist Not- und Anrufkanal, nicht der bevorzugte Kanal für SAR-Koordinierung zwischen Schiffen. Kanal 72 dient in deutschen Gewässern dem Verkehr zwischen Sportfahrzeugen, und Kanal 10 ist nicht der vorzugsweise dafür vorgesehene Kanal.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 10
    • Kanal 16
    • Kanal 72

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  10. 112

    Welchen Zwecken dienen der Anrufkanal und ein Arbeitskanal?

    Anrufkanal zur Verbindungsaufnahme, Arbeitskanal zur Abwicklung des Weiteren Funkverkehrs

    Über den Anrufkanal wird nur die Verbindung hergestellt. Sobald die Gegenstelle antwortet, wechseln beide auf einen Arbeitskanal und wickeln dort den eigentlichen Funkverkehr ab. So bleibt der Anrufkanal kurz belegt und für weitere Anrufe und für den Notfall frei.

    MerksatzAuf dem Anrufkanal verabreden, auf dem Arbeitskanal reden

    Typischer FehlerDer Arbeitskanal ist nicht auf Notfälle, Reiseplanungen oder Schleusenränge beschränkt; er trägt jeden weiteren Verkehr nach der Verbindungsaufnahme. Und der Anrufkanal dient nicht nur für Teilnehmer an Land.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Anrufkanal zur Verbindungsaufnahme, Arbeitskanal nur zur Abwicklung von Notfällen
    • Anrufkanal zur Verbindungsaufnahme, Arbeitskanal zur Abwicklung von Reiseplanungen
    • Anrufkanal zur Verbindungsaufnahme mit Teilnehmern an Land, Arbeitskanal zur Zuweisung des Schleusenranges

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  11. 113

    Auf welchem Kanal ist eine Küstenfunkstelle zu rufen, die sowohl auf dem Kanal 70 als auch auf Kanal 16 sowie auf einem veröffentlichten Arbeitskanal empfangsbereit ist?

    Kanal 70 oder Arbeitskanal

    Ist eine Küstenfunkstelle auf Kanal 70 und auf einem veröffentlichten Arbeitskanal empfangsbereit, ruft man sie entweder per DSC auf Kanal 70 oder direkt im Sprechfunk auf dem Arbeitskanal. Kanal 16 bleibt so für Not- und Dringlichkeitsverkehr frei, obwohl die Station auch dort hört.

    MerksatzKüstenfunkstelle mit DSC: Kanal 70 oder gleich der Arbeitskanal

    Typischer FehlerMan greift leicht zu Kanal 16, weil er als Anrufkanal bekannt ist. Bei einer Küstenfunkstelle mit DSC und veröffentlichtem Arbeitskanal soll er aber geschont werden. Kanal 72 ist ein Schiff-Schiff-Kanal und gehört nicht zur Küstenfunkstelle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16 oder Kanal 70
    • Kanal 70 oder Kanal 72
    • Kanal 16 oder Arbeitskanal

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  12. 114

    Auf welchem Kanal wird eine Küstenfunkstelle ohne DSC im Routineverkehr gerufen?

    Arbeitskanal

    Eine Küstenfunkstelle ohne DSC hört auf ihrem veröffentlichten Arbeitskanal. Im Routineverkehr wird sie deshalb direkt dort gerufen. Der Umweg über Kanal 16 würde den Not- und Anrufkanal unnötig belasten, und Kanal 70 kann eine Station ohne DSC ohnehin nicht nutzen.

    MerksatzKüstenfunk ohne DSC: direkt auf dem Arbeitskanal rufen

    Typischer FehlerDie Ankündigung auf Kanal 16 mit anschließendem Wechsel wirkt korrekt, weil es so zwischen Schiffen oft läuft. Bei einer Küstenfunkstelle ist der Umweg überflüssig. Kanal 70 setzt DSC voraus, das diese Station nicht hat.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16
    • Ankündigung auf Kanal 16, dann Wechsel zum Arbeitskanal
    • Kanal 70

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  13. 115

    Was ist vor dem Anruf auf einem Arbeitskanal zu beachten?

    Der laufende Funkverkehr darf nicht gestört werden

    Ein Arbeitskanal kann gerade von anderen benutzt werden. Wer einfach losruft, fällt in ein laufendes Gespräch und macht es unverständlich. Deshalb wird vor dem Anruf erst gehört, ob der Kanal frei ist; der laufende Funkverkehr hat Vorrang und wird abgewartet, nicht gestört.

    MerksatzErst hören, dann rufen

    Typischer FehlerAndere zum Beenden ihres Funkverkehrs aufzufordern ist genau die Störung, die vermieden werden soll. Eine Freigabe durch die Küstenfunkstelle ist vor dem Anruf nicht nötig, und die Sendeleistung löst das Problem eines belegten Kanals nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die geringste Sendeleistung muss eingestellt werden
    • Die Küstenfunkstelle muss den Arbeitskanal freigeben
    • Der laufende Funkverkehr muss aufgefordert werden, den Funkverkehr zu beenden

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