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SBF See und Binnen · Basisfragen

Feuer, Notfall, Wetter

6 amtliche Prüfungsfragen. Rettungsmittel, Feuerlöscher, Verhalten nach einem Zusammenstoß, Notsignale. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Sechs Fragen zu drei Dingen, die man hoffentlich nie braucht — und die genau deshalb vorher sitzen müssen.

Feuer an Bord bekämpft man, indem man ihm die Luft nimmt. Daraus folgt die Reihenfolge: erst die Luftzufuhr verhindern, dann den Feuerlöscher am Brandherd einsetzen — nicht aus der Entfernung in die Flammen — und das Feuer möglichst von unten bekämpfen, weil dort brennt, was brennt. Zweckmäßig für Sportboote sind ABC-Pulver- und Schaumlöscher; prüfen lassen muss man sie mindestens alle 2 Jahre. Dieselbe Frist gilt für aufblasbare Rettungsmittel, sofern der Hersteller nichts Kürzeres vorschreibt — die Herstellerangabe steht über der Mindestfrist, nicht umgekehrt.

Nach einem Zusammenstoß gilt eine Pflicht, die es an Land in dieser Form nicht gibt: Hilfe leisten und so lange am Unfallort bleiben, bis weiterer Beistand nicht mehr erforderlich ist, und alle erforderlichen Daten austauschen. Wegfahren, weil augenscheinlich nichts passiert ist, ist keine zulässige Einschätzung.

Notsignale schließlich sind kein Hilferuf für Unannehmlichkeiten. Sie dürfen gegeben werden, wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen besteht und deshalb Hilfe benötigt wird. Ein leerer Tank ist keine solche Gefahr — ein Mensch im Wasser ist eine.

Der Wetterteil besteht aus einer einzigen Frage, die aber den Rahmen für den ganzen Wetterstoff des Seescheins setzt: Ausschlaggebend für Wind und Niederschläge sind Luftdruckänderung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Löschen
Luftzufuhr verhindern, am Brandherd ansetzen, von unten.
Alle 2 Jahre
Feuerlöscher und aufblasbare Rettungsmittel prüfen lassen.
Nach dem Zusammenstoß
Helfen, bleiben, Daten austauschen.
Notsignal
Nur bei Gefahr für Leib oder Leben.

Die typische Falle: Bei den Rettungsmitteln gilt die Herstellerangabe, und die 2 Jahre sind nur die Untergrenze.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 67

    Wie oft muss man aufblasbare Rettungsmittel warten lassen?

    Entsprechend der Herstellerangabe, mindestens alle 2 Jahre.

    Aufblasbare Rettungsmittel bestehen aus Teilen, die altern, ohne benutzt zu werden: die Patrone korrodiert, die Auslösung verklebt, die Hülle wird undicht. Ob eine Weste im Ernstfall aufgeht, sieht man ihr von außen nicht an. Maßgeblich ist deshalb, was der Hersteller vorschreibt — und darunter liegt eine feste Grenze von zwei Jahren.

    MerksatzWas der Hersteller sagt, mindestens aber alle zwei Jahre

    Typischer FehlerAuf drei Jahre zu gehen, das ist zu lang. Jährlich wäre nicht falsch im Sinne von schädlich, ist aber nicht die geforderte Regel — und die Bindung an die Herstellerangabe fällt bei diesen Fassungen ganz weg.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Jährlich und nach jedem Einsatz oder Übungsgebrauch.
    • Entsprechend der Herstellerangabe, mindestens alle 3 Jahre.
    • Jährlich, jeweils vor Beginn der Wassersportsaison.

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  2. 68

    Welcher Feuerlöscher ist für Sportboote zweckmäßig und wie oft muss man einen Feuerlöscher überprüfen lassen?

    ABC-Pulver- und Schaumlöscher, mindestens alle 2 Jahre.

    ABC = universelles Löschmittel für alle häufiger auftretenden Brandklassen · CO2 = Kohlendioxid

    An Bord brennt alles Mögliche: Holz und Polster, Kraftstoff und Öl, dazu Elektrik. Ein Löscher mit dem Kennzeichen für alle drei gängigen Brandklassen deckt das ab, Schaum ergänzt ihn bei Flüssigkeitsbränden. Und weil ein Löscher jahrelang unbenutzt herumsteht, gilt für ihn dieselbe Frist wie für die Rettungsmittel: mindestens alle zwei Jahre prüfen lassen.

    MerksatzAlle Brandklassen abdecken, alle zwei Jahre prüfen lassen

    Typischer FehlerAuf einen Löscher zu setzen, der nur Kohlendioxid enthält — im offenen Boot verweht das Gas, bevor es wirkt. Und die Frist von einem Jahr klingt vorsichtiger, ist aber nicht die verlangte.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Feuerlöscher mit Löschschaum, mindestens einmal pro Jahr.
    • CO2-Feuerlöscher, mindestens alle 2 Jahre.
    • ABC-Pulverlöscher, mindestens einmal pro Jahr.

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  3. 69

    Welche Maßnahmen muss man ergreifen, um einen Brand mit dem Feuerlöscher wirksam zu bekämpfen?

    Luftzufuhr verhindern, Feuerlöscher erst am Brandherd einsetzen und das Feuer möglichst von unten bekämpfen.

    Feuer braucht Luft, also wird sie ihm zuerst genommen: Luken zu, Zufuhr abstellen. Dann zählt der Abstand — aus zehn Metern verpufft der Inhalt wirkungslos, der Löscher wird erst am Brandherd eingesetzt. Und gelöscht wird von unten, weil dort der Brennstoff liegt; die Flammen darüber sind nur seine Folge.

    MerksatzLuft weg, nah heran, unten anfangen

    Typischer FehlerIn die lodernden Flammen zu halten statt an ihren Fuß. Und für einen Rauchabzug zu sorgen ist das Gegenteil des Richtigen: Er versorgt das Feuer mit frischer Luft. Von oben zu bekämpfen führt am Brandherd vorbei.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Rauchabzug sicherstellen und Feuerlöscher rechtzeitig einsetzen, dabei den Löschstrahl möglichst in die lodernden Flammen halten.
    • Luftzufuhr verhindern und den Feuerlöscher mit sparsamen Löschstrahlstößen einsetzen, dabei das Feuer möglichst von oben bekämpfen.
    • Handhabungshinweise durchlesen und den Feuerlöscher sofort einsetzen, dabei das Feuer möglichst von unten bekämpfen.

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  4. 70

    Wie hat man sich nach einem Zusammenstoß zu verhalten?

    Hilfe leisten und so lange am Unfallort bleiben, bis ein weiterer Beistand nicht mehr erforderlich ist; alle erforderlichen Daten austauschen.

    Nach einem Zusammenstoß kommen zwei Pflichten zusammen. Zuerst die Hilfe: an Ort und Stelle bleiben und beistehen, solange Beistand gebraucht wird — Menschen gehen vor Schaden. Und dann die Abwicklung: Alle Daten austauschen, die der andere braucht, um seinen Schaden geltend zu machen. Wer ohne das wegfährt, macht aus einem Unfall etwas anderes.

    MerksatzErst beistehen, dann Daten tauschen — und nicht vorher weg

    Typischer FehlerEin Notsignal zu geben, obwohl niemand in Lebensgefahr ist. Die Wasserschutzpolizei zu benachrichtigen und den Verschlusszustand herzustellen kann sinnvoll sein, ist aber nicht das, was den Austausch der Daten ersetzt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Hilfe leisten und so lange am Unfallort bleiben, bis ein weiterer Beistand nicht mehr erforderlich ist; die Wasserschutzpolizei benachrichtigen.
    • Hilfe leisten und so lange am Unfallort bleiben, bis ein weiterer Beistand nicht mehr erforderlich ist; Notsignal geben.
    • Hilfe leisten und so lange am Unfallort bleiben, bis ein weiterer Beistand nicht mehr erforderlich ist; Verschlusszustand herstellen.

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  5. 71

    Welche Faktoren sind hauptsächlich für das Wettergeschehen, also für Wind und Niederschläge, ausschlaggebend?

    Luftdruckänderung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

    Drei Größen erklären zusammen fast alles, was am Himmel passiert. Die Luftdruckänderung treibt den Wind an, denn Luft strömt von hoch nach tief. Die Temperatur entscheidet, ob Luft aufsteigt oder absinkt. Und die Luftfeuchtigkeit sagt, wie viel Wasser überhaupt vorhanden ist, das als Niederschlag herunterkommen kann.

    MerksatzDruck macht Wind, Temperatur macht Bewegung, Feuchte macht Regen

    Typischer FehlerDie Feuchtigkeit gegen Sonneneinstrahlung, Höhenlage, Jahreszeit oder Tageszeit auszutauschen. Das sind Umstände, unter denen Wetter entsteht — die Größen, aus denen es gemacht ist, sind es nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Luftdruckänderung, Sonneneinstrahlung und Höhenlage.
    • Luftdruckänderung, Luftfeuchtigkeit und Jahreszeit.
    • Luftdruckänderung, Tageszeit und Temperatur.

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  6. 72

    In welcher Situation dürfen Notsignale gegeben werden?

    Wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen besteht und daher Hilfe benötigt wird.

    Ein Notsignal ruft Menschen, die dafür selbst hinausfahren und sich in Gefahr begeben. Es ist deshalb an eine einzige Voraussetzung geknüpft: Gefahr für Leib oder Leben, und daraus folgend der Bedarf an Hilfe. Ein havariertes Boot ohne Personengefahr ist ein Fall für Schlepphilfe, nicht für einen Notruf.

    MerksatzNotsignal gilt Menschen, nicht Material

    Typischer FehlerErhebliche Sachwerte oder die maritime Umwelt mit aufzunehmen — beide sind schützenswert und rechtfertigen kein Notsignal. Und ein Fahrzeug, das nicht mehr sicher manövriert werden kann, ist erst dann ein Notfall, wenn dadurch Personen in Gefahr geraten.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen besteht oder das Schiff nicht mehr sicher manövriert werden kann.
    • Wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen oder erhebliche Sachwerte besteht und daher Hilfe benötigt wird.
    • Wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen, erhebliche Sachwerte oder die maritime Umwelt besteht.

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