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LRC · Mobiler Seefunkdienst, Mobiler Seefunkdienst über Satelliten und Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)

Satellitenfunk und GMDSS

14 amtliche Prüfungsfragen. Schiffs- und Land-Erdfunkstelle, Azimut- und Elevationswinkel, ITU-Region 1, Seegebiete A3 und A4, AMVER, COSPAS-SARSAT und Alarm über Satellit. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Im Kern beantwortet das Weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem GMDSS eine Frage: Wie erreicht ein Notalarm von jedem Ort der Welt aus zuverlässig eine Stelle an Land? Die Antwort hängt davon ab, wo das Schiff gerade ist — und genau deshalb teilt das GMDSS die Meere in Seegebiete ein.

Die Seegebiete sind nach der Reichweite der Technik geordnet, von innen nach außen. A1 ist der Sprechfunkbereich einer UKW-Küstenfunkstelle, A2 der einer Grenzwellen-Küstenfunkstelle, jeweils mit ununterbrochener DSC-Alarmierung. A3 ist das Gebiet innerhalb der Überdeckung eines geostationären Inmarsat-Satelliten, der ununterbrochen für Alarmierungen zur Verfügung steht. A4 ist der Rest: die Gewässer nördlich von ca. 70 Grad Nord und südlich von ca. 70 Grad Süd. Dort ist Inmarsat zur Alarmierung nicht geeignet, denn die geostationären Satelliten stehen über dem Äquator und erscheinen in Polnähe nur noch sehr tief über dem Horizont oder gar nicht mehr.

Für den Satellitenfunk gibt es eigene Namen. Die Funkstelle an Bord heißt Schiffs-Erdfunkstelle (Ship Earth Station, SES) oder Mobile Earth Station (MES). Ihr Gegenstück an Land ist die Land-Erdfunkstelle (LES), eine ortsfeste Funkstelle des mobilen Seefunkdienstes über Satelliten. Um eine Antenne auf den Satelliten auszurichten, braucht man zwei Winkel, beide vom Schiff aus gesehen: den „azimuth angle“ zwischen Meridian und Satellit, also die Richtung, und den „elevation angle“ zwischen Horizont und Satellit, also die Höhe.

Einen Notalarm über Satelliten können zwei Geräte auslösen: die Schiffs-Erdfunkstelle und die Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB). Die EPIRB arbeitet mit COSPAS-SARSAT, einem System, das für die Seenotalarmierung auch polumlaufende Satelliten benutzt — und deshalb auch dort funktioniert, wo Inmarsat nicht mehr hinreicht.

Daneben stehen einige Bausteine, die man nicht verwechseln darf. AMVER ist das Positionsmeldesystem für Such- und Rettungszwecke: Schiffe melden ihre Position, damit im Notfall bekannt ist, wer in der Nähe ist. AIS arbeitet auf Ultrakurzwelle. Für NAVTEX-Aussendungen im Kurzwellenbereich nennt der Katalog 4209,5 kHz. Und die Internationale Fernmeldeunion ordnet Europa und Afrika der Region 1 zu.

A3
Überdeckung eines geostationären Inmarsat-Satelliten mit ununterbrochener Alarmierung.
A4
Gewässer jenseits von ca. 70 Grad Nord und Süd — Inmarsat nicht geeignet.
SES / MES und LES
Schiffs-Erdfunkstelle an Bord, Land-Erdfunkstelle ortsfest an Land.
Azimut und Elevation
Winkel zum Meridian und Winkel über dem Horizont, beide vom Schiff aus.
COSPAS-SARSAT
Nutzt auch polumlaufende Satelliten; Alarm per EPIRB.
AMVER
Positionsmeldesystem für Such- und Rettungszwecke.

Die typische Falle: Inmarsat und COSPAS-SARSAT sind beide Satellitensysteme, aber nur COSPAS-SARSAT nutzt auch polumlaufende Satelliten. Im Seegebiet A4 taugt deshalb Inmarsat nicht zur Alarmierung, COSPAS-SARSAT dagegen schon.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 1

    Welche Funkstelle wird im mobilen Seefunkdienst über Satelliten als „Mobile Earth Station“ (MES) bezeichnet?

    Schiffs-Erdfunkstelle

    Im Satellitenfunk heißt jede Station, die sich mit ihrem Fahrzeug bewegt, mobile Erdfunkstelle — im Seefunk ist das die Anlage an Bord, also die Schiffs-Erdfunkstelle. Ihr Gegenstück ist die ortsfeste Land-Erdfunkstelle, die den Satellitenweg in die Telefon- und Datennetze an Land weiterreicht. Das Wort mobil ist der Schlüssel: Was mit dem Schiff fährt, ist mobil.

    MerksatzMobil fährt mit — die MES steht an Bord, nicht an Land

    Typischer FehlerDie Land-Erdfunkstelle gehört zwar zum selben Satellitensystem, steht aber fest an Land und ist damit gerade nicht mobil. Eine Küstenfunkstelle arbeitet terrestrisch, und die Rettungsleitstelle koordiniert die Rettung — eine Erdfunkstelle ist keine von beiden.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Land-Erdfunkstelle
    • Küstenfunkstelle
    • Rettungsleitstelle

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  2. 2

    Was ist eine „Schiffs-Erdfunkstelle“?

    Mobile Erdfunkstelle des mobilen Seefunkdienstes über Satelliten an Bord eines Schiffes

    Die Schiffs-Erdfunkstelle ist die Sende- und Empfangsanlage, mit der ein Schiff über Satelliten am Seefunk teilnimmt — für Telefonie, Daten und den Notalarm. Mobil ist sie, weil sie mit dem Schiff fährt, und sie gehört zum Seefunkdienst, nicht zum Rundfunk. Verbunden wird über den Satelliten und eine Land-Erdfunkstelle, auf diesem Weg auch mit anderen Schiffen.

    MerksatzSES: senden und empfangen über Satellit, an Bord, im Seefunk

    Typischer FehlerDas Wort ausschließlich ist die Falle: Die Schiffs-Erdfunkstelle erreicht nicht nur Funkstellen an Land, sondern über das System auch andere Schiffe. Ein Empfänger für Satellitenrundfunk sendet gar nicht, und die Funkbake des COSPAS-SARSAT-Systems ist eine EPIRB, keine Schiffs-Erdfunkstelle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Mobile Empfangsanlage für Satellitenrundfunk an Bord eines Schiffes
    • Mobile Funkstelle an Bord eines Schiffes ausschließlich für die Kommunikation mit Funkstellen an Land über Satelliten
    • Mobile Funkstelle des COSPAS-SARSAT-Systems an Bord eines Schiffes

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  3. 3

    Was ist eine „Land-Erdfunkstelle“ (LES)?

    Ortsfeste Funkstelle des mobilen Seefunkdienstes über Satelliten

    Die Land-Erdfunkstelle ist das ortsfeste Bodenende der Satellitenverbindung: Sie empfängt, was die Schiffs-Erdfunkstelle über den Satelliten schickt, und reicht es in die Netze an Land weiter — umgekehrt genauso. Sie bleibt an einem Ort, weil sie große Antennen und den Anschluss an Telefon- und Datennetze braucht. Mit terrestrischem Grenzwellen- oder UKW-Funk hat sie nichts zu tun.

    MerksatzLES steht fest an Land und verbindet Satellit mit Netz

    Typischer FehlerWer bei Land an die Küstenfunkstelle denkt, liegt daneben: Sie arbeitet terrestrisch auf Grenzwelle oder UKW, ohne Satelliten. Auch der Revier- und Hafenfunk ist reiner UKW-Betrieb, und eine mobile Funkstelle des Navigationsfunkdienstes dient der Ortung und steht nicht fest.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Küstenfunkstelle für den öffentlichen Nachrichtenaustausch auf Grenzwelle
    • Funkstelle des Revier- und Hafenfunkdienstes auf UKW
    • Mobile Funkstelle des Navigationsfunkdienstes über Satelliten

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  4. 4

    Was bedeutet „azimuth angle“?

    Winkel zwischen Meridian und Satellit vom Schiff aus gesehen

    Der Azimut ist die Richtung, in der der Satellit steht, gemessen vom Meridian aus — also wie eine rechtweisende Peilung von Nord über Ost. Deshalb hängt er nur vom Schiffsort ab und nicht davon, wohin der Bug gerade zeigt. Zusammen mit dem Höhenwinkel sagt er, wohin eine Satellitenantenne ausgerichtet werden muss.

    MerksatzAzimut zählt ab Nord, nicht ab Bug

    Typischer FehlerKurs oder Seitenpeilung als Bezug zu nehmen ist verlockend, weil man an Bord gewohnt ist, relativ zum Bug zu peilen. Das ergäbe aber bei jeder Kursänderung einen neuen Wert. Und der Winkel zwischen Horizont und Satellit ist der Höhenwinkel, nicht der Azimut.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Winkel zwischen Kurs des Schiffes und Satellit
    • Winkel aus Seitenpeilung des Satelliten vom Schiff aus
    • Winkel zwischen Horizont und Satellit

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  5. 5

    Was bedeutet „elevation angle“?

    Winkel zwischen Horizont und Satellit vom Schiff aus gesehen

    Der Höhenwinkel gibt an, wie hoch der Satellit über dem Horizont steht, gemessen am Standort des Schiffes. Er entscheidet, ob die Antenne freie Sicht hat: Je niedriger der Satellit steht, desto eher verdecken Aufbauten, Masten oder Seegang die Verbindung. Je weiter ein Schiff vom Äquator Richtung Pol fährt, desto flacher erscheint ein geostationärer Satellit.

    MerksatzElevation: wie hoch über der Kimm, gesehen von Bord

    Typischer FehlerVom Satelliten aus gesehen hilft der Winkel niemandem, denn gebraucht wird er dort, wo die Antenne ausgerichtet wird — an Bord. Und der Bezug ist der Horizont, nicht die Antenne: Ein Winkel zwischen Antenne und Satellit ändert sich, sobald jemand die Antenne bewegt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Winkel zwischen Horizont und Satellit vom Satellit aus gesehen
    • Winkel zwischen Antenne und Satellit vom Schiff aus gesehen
    • Winkel zwischen Antenne und Satellit vom Satellit aus gesehen

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  6. 6

    Welche Erdteile gehören nach den Festlegungen der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union [ITU]) zur Region 1?

    Europa und Afrika

    Die Internationale Fernmeldeunion teilt die Welt für die Verteilung der Frequenzen in drei Regionen. Region 1 umfasst Europa und Afrika, dazu Teile des Nahen Ostens und Russland samt seinem asiatischen Teil. Nord- und Südamerika bilden Region 2, der größte Teil Asiens mit Australien und Ozeanien Region 3. Für Funkanlagen zählt das, weil manche Frequenzzuweisungen je Region verschieden ausfallen.

    MerksatzEuropa mit Afrika ist 1, Amerika ist 2, Asien-Pazifik ist 3

    Typischer FehlerEuropa und Asien klingt nach einem zusammenhängenden Kontinent und damit naheliegend. Asien liegt aber überwiegend in Region 3; zu Region 1 zählen nur Gebiete im Norden und Westen Asiens, etwa Russland und Teile des Nahen Ostens. Nord- und Südamerika bilden Region 2, Australien und Ozeanien gehören zu Region 3.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Europa und Asien
    • Nord- und Südamerika
    • Australien und Ozeanien

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  7. 7

    Wie wird das Seegebiet innerhalb der Überdeckung eines geostationären Satelliten des Inmarsat-Systems bezeichnet, der ununterbrochen für Alarmierungen zur Verfügung steht?

    A3

    Das Seegebiet A3 beginnt dort, wo UKW- und Grenzwellen-Küstenfunkstellen mit ständiger DSC-Wache nicht mehr hinreichen, und reicht so weit, wie ein geostationärer Inmarsat-Satellit ununterbrochen für Alarmierungen erreichbar ist. Damit deckt A3 den größten Teil der Ozeane ab. A1 und A2 sind über die Reichweite terrestrischer Küstenfunkstellen bestimmt, A4 ist das Gebiet jenseits der Satellitenabdeckung.

    MerksatzA1 UKW, A2 Grenzwelle, A3 Inmarsat, A4 der Rest

    Typischer FehlerA4 liegt nahe, weil Satelliten an große Entfernungen denken lassen. A4 ist aber gerade der Bereich außerhalb der Inmarsat-Abdeckung, die Polargebiete. A1 und A2 hängen an UKW- beziehungsweise Grenzwellen-Küstenfunkstellen, nicht an Satelliten.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • A1
    • A2
    • A4

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  8. 8

    Welchen geografischen Bereich umfasst das Seegebiet A4 im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)?

    Gewässer nördlich von ca. 70 Grad Nord und südlich von ca. 70 Grad Süd

    Die Inmarsat-Satelliten stehen geostationär über dem Äquator. Je weiter ein Schiff Richtung Pol fährt, desto flacher steht der Satellit über dem Horizont, bis er jenseits von etwa 70 Grad nördlicher oder südlicher Breite nicht mehr zuverlässig erreichbar ist. Diese Polargebiete bilden das Seegebiet A4; dort übernehmen Kurzwelle und die polumlaufenden COSPAS-SARSAT-Satelliten die Fernalarmierung.

    MerksatzA4 liegt dort, wo der Äquatorsatellit unter die Kimm sinkt

    Typischer FehlerDie Breitenangaben umzudrehen ist der häufigste Griff daneben: Südlich von 70 Grad Nord und nördlich von 70 Grad Süd liegt der breite Gürtel, den Inmarsat gut abdeckt. Ein Streifen um den Äquator oder um den Nullmeridian hat mit der Satellitensicht nichts zu tun.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Gewässer südlich von ca. 70 Grad Nord und nördlich von ca. 70 Grad Süd
    • Gewässer westlich und östlich vom Nullmeridian bis 70° Länge
    • Gewässer 10° nördlich und 10° südlich vom Äquator

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  9. 9

    Welches Alarmierungssystem ist für das Seegebiet A4 nicht geeignet?

    Inmarsat-System

    Das Seegebiet A4 ist gerade über die fehlende Inmarsat-Abdeckung bestimmt: In den Polargebieten steht der geostationäre Satellit über dem Äquator zu tief oder unter dem Horizont. COSPAS-SARSAT arbeitet dagegen auch mit polumlaufenden Satelliten, die die Pole regelmäßig überfliegen, und DSC auf Kurz- und Grenzwelle kommt ganz ohne Satelliten aus.

    MerksatzKein Inmarsat in A4 — genau das macht A4 aus

    Typischer FehlerGrenzwellen-DSC wirkt wegen der begrenzten Reichweite verdächtig. Reichweite ist aber eine Frage der Entfernung, nicht der Breite: In Reichweite einer Küstenfunkstelle oder anderer Schiffe funktioniert sie auch im hohen Norden. COSPAS-SARSAT ist dort sogar gut aufgestellt, weil seine Satelliten über die Pole laufen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • COSPAS-SARSAT
    • Kurzwellen-DSC
    • Grenzwellen-DSC

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  10. 10

    Wie heißt das Positionsmeldesystem für Such- und Rettungszwecke?

    AMVER

    AMVER ist ein weltweites, freiwilliges Schiffsmeldesystem: Teilnehmende Schiffe melden regelmäßig Position, Kurs und Ziel. Gerät irgendwo ein Fahrzeug in Seenot, kann eine Rettungsleitstelle daraus ablesen, welche Schiffe in der Nähe sind und helfen könnten. Es ist also kein Alarmsystem, sondern eine Lagekarte für Suche und Rettung.

    MerksatzAMVER weiß, wer in der Nähe ist

    Typischer FehlerCOSPAS-SARSAT liefert zwar Positionen, aber nur die einer ausgelösten Seenotfunkbake — es alarmiert und führt keine Liste der Schiffe in der Nähe. SafetyNet verbreitet Sicherheitsmeldungen über Satellit, und Radar ist ein Ortungsgerät an Bord.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • SafetyNet
    • COSPAS-SARSAT
    • Radar

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  11. 11

    Welchen Frequenzbereich benutzt AIS?

    Ultrakurzwelle (UKW/VHF)

    AIS dient vor allem der Kollisionsverhütung und Verkehrsüberwachung: Schiffe senden laufend Name, Position, Kurs und Geschwindigkeit an alle in der Umgebung. Dafür genügt die Reichweite der Ultrakurzwelle, die etwa bis zum Horizont trägt, und sie bietet Platz für viele kurze Datenpakete. Deshalb arbeitet AIS auf UKW-Seefunkkanälen, im selben Bereich wie der übrige Nahbereichsfunk.

    MerksatzAIS spricht UKW — für die Nachbarn in Sichtweite

    Typischer FehlerWeil AIS-Daten weltweit im Internet auftauchen, vermutet man leicht Kurzwelle oder Grenzwelle. Diese weite Verbreitung entsteht aber über Landstationen und Satelliten, die die UKW-Aussendungen auffangen; gesendet wird an Bord auf UKW.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Grenzwelle (GW/MF)
    • Kurzwelle (KW/HF)
    • Langwelle (LW/LF)

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  12. 12

    Welches ist die Frequenz für NAVTEX-Aussendungen im Kurzwellenbereich?

    4209,5 kHz

    NAVTEX läuft normalerweise auf Mittelwelle, international auf 518 kHz und national auf 490 kHz. Für NAVTEX-Aussendungen im Kurzwellenbereich ist zusätzlich die Frequenz 4209,5 kHz vorgesehen. Sie liegt im untersten Seefunkband der Kurzwelle, dem 4-MHz-Band.

    MerksatzNAVTEX auf Kurzwelle: 4209,5 kHz im 4-MHz-Band

    Typischer Fehler6312 kHz und 12577 kHz wirken vertraut, weil es echte Seefunkfrequenzen sind: Sie dienen dem Digitalen Selektivruf für Not- und Sicherheitsfälle im 6- und 12-MHz-Band, nicht der NAVTEX-Aussendung.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • 8125 kHz
    • 6312 kHz
    • 12577 kHz

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  13. 13

    Womit kann im Seenotfall ein Alarm über Satelliten ausgelöst werden?

    Schiffs-Erdfunkstelle (Ship Earth Station [SES]), Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB)

    Über Satellit alarmieren zwei Geräte: die Schiffs-Erdfunkstelle, die einen Notalarm über Inmarsat an eine Land-Erdfunkstelle und von dort an die Rettungsleitstelle schickt, und die Satelliten-Seenotfunkbake, deren Signal die COSPAS-SARSAT-Satelliten auffangen. Das sind zugleich die beiden satellitengestützten Alarmierungswege im GMDSS.

    MerksatzÜber Satellit alarmieren SES und EPIRB

    Typischer FehlerDer Erweiterte Gruppenanruf ist ein Rundsendeverfahren von Land an Schiffe; damit empfängt man Meldungen, alarmieren kann man darüber nicht. Die UKW-DSC-Anlage, das tragbare Funkgerät und der KW-Sender arbeiten terrestrisch, ganz ohne Satellit.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • UKW-DSC-Anlage, Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB)
    • Schiffs-Erdfunkstelle (Ship Earth Station [SES]), Erweiterter Gruppenanruf (EGC)
    • Tragbares Funkgerät für Überlebensfahrzeuge, KW-Sender

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  14. 14

    Welches Satelliten-System benutzt für die Seenotalarmierung auch polumlaufende Satelliten?

    COSPAS-SARSAT

    COSPAS-SARSAT stützt sich auch auf Satelliten in niedrigen, polumlaufenden Bahnen. Sie überfliegen nach und nach die ganze Erde einschließlich der Polargebiete und können eine Seenotfunkbake aus der Frequenzverschiebung ihres Signals orten, auch ohne GPS. Der Preis: Bis zum nächsten Überflug kann Zeit vergehen — deshalb ergänzen Satelliten in höheren Bahnen das System.

    MerksatzCOSPAS-SARSAT fliegt auch über die Pole

    Typischer FehlerInmarsat arbeitet mit geostationären Satelliten über dem Äquator. GEOSAR ist kein eigenes System, sondern der geostationäre Teil von COSPAS-SARSAT, und AMVER ist ein Meldesystem für Schiffspositionen ohne eigene Satelliten.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Inmarsat
    • GEOSAR
    • AMVER

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