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SBF See · Spezifische FragenSchweres Wetter und Sicherheit
12 amtliche Prüfungsfragen. Schleppen, Seegang, AIS, Mann über Bord, Kentern. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Zwölf Fragen zu dem, was man tut, bevor es schlecht wird — und zu dem, was man tut, wenn es zu spät dafür ist.
Vorbereitung heißt Verschlusszustand herbeiführen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste anlegen, andere Rettungsmittel bereithalten und, wenn erforderlich und möglich, einen Schutzhafen anlaufen. Gegen das Überbordfallen werden Sicherheitsleinen oder -gurte gespannt, der Sicherheitsgurt angelegt und an den dafür vorgesehenen Stellen eingepickt — das Einpicken an einem beliebigen Beschlag ist keine Sicherung.
Bei starkem Seegang wird die Fahrt vermindert, um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden. Ein steuerunfähiges Boot lässt sich mit einem oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen mit dem Bug in den Wind halten — das ist die stabilste Lage, weil die See dann von vorn kommt statt von der Seite.
Schleppen ist ein eigenes Kapitel mit drei Regeln, die zusammengehören. Die Schleppleine wird den Seegangsverhältnissen angepasst und sollte bei starkem Seegang mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge messen — dann liegen beide Boote im gleichen Rhythmus und die Leine kommt nicht steif, während eines auf dem Kamm und das andere im Tal ist. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die, die der Anhang frei fahrend bei erreichen kann. Und ein ruckartiges Steifkommen der Leine ist zu vermeiden.
Bei verminderter Sicht kommt es auf die Ausrüstung an. Wer nicht orten kann, verlässt das , sucht wenn möglich Flachwasser auf und ankert; geht das nicht, hält er sich im Fahrwasser äußerst rechts. Wer Ausrüstung hat, gebraucht alle Navigationsanlagen sorgfältig, erhöht die eigene Sichtbarkeit — etwa durch oder AIS — und hört in einem Revier mit Landradarberatung die Radarberatung über UKW-Sprechfunk mit. AIS dient dabei primär der Kollisionsverhütung und tauscht statische und dynamische Schiffsdaten sowie reisebezogene Daten aus.
Zwei Notfälle zum Schluss. Eine im Wasser treibende Person wird mit Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter oder Großbaum an Bord genommen — mit Hilfsmitteln also, nicht mit Kraft. Und nach dem Kentern bleibt man möglichst am Fahrzeug, hält die Besatzung zusammen, vermeidet unnötigen Kräfteverschleiß und erregt Aufmerksamkeit. Ein gekentertes Boot schwimmt und ist von weitem sichtbar; ein schwimmender Mensch ist beides nicht.
- Vor dem Sturm
- Verschlusszustand, festzurren, Weste an, notfalls Schutzhafen.
- Schleppleine
- Mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge.
- Schleppgeschwindigkeit
- Nicht schneller, als der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt schafft.
- Ohne Ortung bei Nebel
- Fahrwasser verlassen, ankern — sonst äußerst rechts.
- Nach dem Kentern
- Am Fahrzeug bleiben, zusammenbleiben, Kräfte sparen.
Die typische Falle: Nach dem Kentern wegzuschwimmen ist der verbreitetste Irrtum. Das Boot ist der größte sichtbare Gegenstand, den man hat.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
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Wie lang sollte eine Schleppleine bei starkem Seegang sein?
Mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge.
Bei starkem Seegang soll die Schleppleine mindestens zwei- bis dreifache Wellenlänge messen. Der Grund ist die Lage der beiden Fahrzeuge zur Welle: Sind sie zu nah beieinander, sitzen sie auf verschiedenen Flanken derselben Welle, und die Leine wird abwechselnd steif und schlaff. Mit genügend Länge hängt sie durch und federt den Ruck ab.
Merksatz
Der Durchhang ist die Feder — dafür braucht es Wellenlängen
Typischer FehlerSich an der Wellenhöhe zu orientieren statt an der Länge; Wellen sind viel länger als hoch, und die Leine wäre zu kurz. Auch die Schiffslänge und die Wassertiefe sind hier keine sinnvollen Maßstäbe.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Mindestens zwei- oder dreifache Wellenhöhe.
- Mindestens zwei- oder dreifache Schiffslänge.
- Mindestens zwei- oder dreifache Wassertiefe.
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Was ist zu beachten, wenn ein Sportboot geschleppt werden soll?
Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
Drei Punkte, und der mittlere ist der, den man übersieht: Die Schleppgeschwindigkeit richtet sich nach dem Anhang, nicht nach dem Schlepper. Über seine Rumpfgeschwindigkeit hinaus gezogen, gräbt sich ein Verdrängerrumpf ein und wird unruhig bis unsteuerbar. Dazu die Leine, die dem Seegang anzupassen ist, und das Vermeiden eines ruckartigen Steifkommens.
Merksatz
Der Anhang gibt das Tempo vor, nicht der Schlepper
Typischer FehlerAuf das schleppende Fahrzeug abzustellen — das kann meist deutlich schneller. Und von Gleitfahrt zu sprechen geht daneben: Ein geschleppter Rumpf gleitet nicht, er wird verdrängend gezogen. Die Leine folgt dem Seegang, nicht allgemein dem Wetter.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
- Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
- Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
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Womit kann ein steuerunfähiges Sportboot mit dem Bug in den Wind gehalten werden?
Mit dem Treibanker oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen.
Ein Treibanker ist ein Sack oder Schirm, der im Wasser Widerstand bietet und das Fahrzeug an der Leine hält, an der er hängt. Vom Bug ausgebracht, hält er den Bug in Wind und See — die Lage, in der ein Boot am wenigsten Angriffsfläche bietet und am ehesten übersteht. Fehlt ein Treibanker, tun es andere schwimmfähige Gegenstände an einer Leine.
Merksatz
Der Treibanker zieht dorthin, wo er ausgebracht ist
Typischer FehlerIhn achteraus auszubringen — dann liegt das Heck im Wind, und die See läuft von hinten in das Cockpit. Vorn und achtern gleichzeitig hielte das Boot quer, also in der schlechtesten Lage. Und die Maschine wiederholt ein- und auszukuppeln hilft einem steuerunfähigen Boot nicht.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Durch wiederholtes kurzes Ein- und Auskuppeln der Antriebsmaschine.
- Mit achteraus ausgebrachtem Treibanker oder ähnlichen schwimmfähigen Gegenständen.
- Mit vorn und achtern ausgebrachten Treibankern oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen.
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Warum sollte bei starkem Seegang die Fahrt vermindert werden?
Um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden.
Seeschlag ist die Wucht, mit der Wasser auf Rumpf und Aufbauten trifft, wenn das Fahrzeug in eine See hineinfährt oder aus ihr herausfällt. Diese Wucht wächst mit der Geschwindigkeit, und zwar deutlich stärker als linear — deshalb ist Langsamerwerden die wirksamste Maßnahme. Es geht dabei um Schäden am Boot, nicht bloß um den Komfort.
Merksatz
Nicht die Welle schlägt zu, sondern die eigene Fahrt gegen sie
Typischer FehlerEs beim Bequemen zu suchen — Schlinger- und Rollbewegungen zu mindern ist angenehm, aber nicht der Grund. Kraftstoff zu sparen und ein Austauchen der Schraube sind Nebeneffekte, und die Resonanz von Schiffs- und Wellenlänge ist eine andere Erscheinung.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Um das Austauchen der Schraube zu vermeiden und Kraftstoff zu sparen.
- Um die Schlinger- und Rollbewegungen zu minimieren.
- Um Schiffs- und Wellenlänge nicht in Resonanz zu bringen.
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Wie hat man seine Fahrweise im Fahrwasser bei verminderter Sicht aufgrund seemännischer Sorgfaltspflicht einzurichten, wenn das Fahrzeug nicht über die technische Ausrüstung, insbesondere zur Ortung anderer Fahrzeuge, verfügt?
Das Fahrwasser verlassen und wenn möglich, Flachwassergebiet aufsuchen und ankern. Wenn dies nicht möglich ist, im Fahrwasser äußerst rechts halten.
Wer bei verminderter Sicht nichts orten kann, ist im Fahrwasser am falschen Platz: Dort fährt alles, was groß ist und einen langen Bremsweg hat. Richtig ist deshalb, das Fahrwasser zu verlassen, wenn möglich in flaches Wasser zu gehen und zu ankern — dorthin kommt kein Berufsverkehr. Geht das nicht, hält man sich äußerst rechts, also so weit außen wie möglich.
Merksatz
Raus aus dem Fahrwasser, und wenn es nicht geht: ganz an den Rand
Typischer FehlerSich in das Kielwasser eines vorausfahrenden Fahrzeugs zu hängen — man sieht nicht, wohin es fährt, und wird von achtern überfahren. Zügig weiterzufahren, um nicht zu behindern, ist ebenfalls falsch, und andere Fahrzeuge nach Position und Kurs zu fragen ersetzt keine eigene Navigation.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Unverzüglich die Fahrt einstellen und ankern, wenn dies nicht möglich ist, vorsichtig weiterfahren und möglichst im Kielwasser eines vorausfahrenden Fahrzeugs halten.
- Umsichtig, aber zügig weiterfahren, um den übrigen Verkehr nicht zu behindern. Beim Hören fremder Nebelsignale aufstoppen und abwarten, dabei fortlaufend die Wassertiefe loten.
- Im Fahrwasser äußerst rechts halten und den nächstgelegenen Hafen oder Liegeplatz anlaufen. Im Zweifel andere Fahrzeuge nach Position und richtigem Kurs fragen.
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Wozu dient primär das Automatische Identifikationssystem (AIS)?
Der Kollisionsverhütung.
AIS = Automatic Identification System
Das Automatische Identifikationssystem dient in erster Linie der Kollisionsverhütung. Jedes Fahrzeug sendet, wer es ist, wo es steht, wie schnell und wohin es fährt — und die anderen empfangen es. Damit wird sichtbar, was Radar allein nicht zeigt: die Absicht des anderen. Die Position kommt dabei aus dem Satellitenempfänger; das System bestimmt sie nicht selbst.
Merksatz
Es sagt, wer der andere ist und wohin er will
Typischer FehlerEs für ein Navigationsgerät zu halten und ihm die Positionsbestimmung zuzuschreiben. Wetterdaten und nautische Warnnachrichten laufen über andere Dienste, auch wenn manche Geräte sie nebenbei darstellen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Dem Empfang von Wetterdaten.
- Der Positionsbestimmung.
- Dem Senden nautischer Warnnachrichten.
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Welche Informationen können über das Automatische Identifikationssystem (AIS) ausgetauscht werden?
Schiffsdaten (statisch und dynamisch), reisebezogene Daten.
Drei Arten von Daten gehen über das System. Statische ändern sich nie oder selten — Name, Rufzeichen, Schiffstyp, Abmessungen. Dynamische ändern sich laufend: Position, Kurs, Geschwindigkeit, Drehrate. Und reisebezogene gelten für diese eine Fahrt — Ziel, voraussichtliche Ankunft, Tiefgang. Erst alle drei zusammen ergeben ein brauchbares Bild.
Merksatz
Wer es ist, was es gerade tut, und wohin es will
Typischer FehlerEine der drei Gruppen wegzulassen oder Wetterdaten hinzuzunehmen. Wetter überträgt das System nicht — und wer nur die statischen Daten nennt, hat gerade die weggelassen, die sich ändern.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Schiffsdaten (statisch und dynamisch), Wetterdaten.
- Schiffsdaten (statisch), reisebezogene Daten.
- Schiffsdaten (dynamisch), Wetterdaten.
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Welche Sicherheitsmaßnahmen sind an Bord aufgrund der seemännischen Sorgfaltspflicht neben den in den Kollisionsverhütungsregeln vorgeschriebenen Verhaltensmaßregeln bei verminderter Sicht zu treffen?
Insbesondere alle Navigationsanlagen sorgfältig gebrauchen, die Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeugs erhöhen (z. B. Radarreflektor, AIS) und in einem Revier mit Landradarberatung die Radarberatung über UKW-Sprechfunk mithören.
Drei Maßnahmen, und die mittlere ist die, an die niemand denkt: sich selbst sichtbar machen. Ein kleines Sportboot ist auf dem Radar eines Frachters kaum zu sehen — ein Radarreflektor oder ein Sendegerät ändert das. Dazu kommt der sorgfältige Gebrauch aller vorhandenen Navigationsanlagen und, wo es eine Landradarberatung gibt, das Mithören auf Sprechfunk.
Merksatz
Selbst sehen ist die eine Hälfte, gesehen werden die andere
Typischer FehlerDie Radarberatung anzufordern statt sie mitzuhören — sie läuft ohnehin, und der Sprechfunk soll für den Berufsverkehr frei bleiben. Und die Verkehrszentrale ständig über Kurs und Geschwindigkeit zu informieren ist nicht verlangt und würde den Kanal zulegen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Insbesondere alle technischen Anlagen, z. B. Radar, AIS, Echolot, Selbststeueranlage einschalten und in einem Revier mit Landradarberatung die Radarberatung über UKW-Sprechfunk anfordern.
- Insbesondere alle Navigationsanlagen sorgfältig gebrauchen, die Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeugs erhöhen (z. B. Radarreflektor, AIS) und die Verkehrszentrale ständig über Kurs und Geschwindigkeit informieren.
- Insbesondere alle technischen Anlagen, z. B. Radar, Echolot, AIS, Selbststeueranlage, einschalten und die Verkehrszentrale ständig über Kurs und Geschwindigkeit informieren.
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Welche Sicherheitsmaßnahmen sind auf See vor Eintritt von schwerem Wetter (Starkwind, Sturm) zu treffen?
Verschlusszustand herbeiführen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste anlegen und andere Rettungsmittel bereithalten; wenn erforderlich und möglich Schutzhafen anlaufen.
Vier Dinge vor dem Wetter, nicht während. Der Verschlusszustand hält das Wasser draußen, festgezurrte Gegenstände können niemanden treffen, und die Rettungsweste wird angelegt — nicht bereitgehalten, denn wer sie später sucht, sucht sie im falschen Moment. Und wenn ein Schutzhafen erreichbar ist und die Zeit reicht, läuft man ihn an.
Merksatz
Die Weste wird angelegt, nicht bereitgelegt
Typischer FehlerDie Rettungsweste nur bereitzuhalten — genau darin unterscheiden sich die falschen Fassungen. Und Seenotsignalmittel zum Einsatz vorzubereiten gehört in eine spätere Stufe; Türen zu schließen ist weniger als der Verschlusszustand.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Verschlusszustand herbeiführen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten, Seenotsignalmittel zum Einsatz vorbereiten.
- Türen schließen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten, Radar, Ruder und UKW besetzen.
- Türen schließen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten, Seenotsignalmittel zum Einsatz vorbereiten.
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Mit welchen Hilfsmitteln kann eine im Wasser treibende Person schnell und sicher an Bord genommen werden?
Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter, Großbaum.
Eine erschöpfte Person kommt nicht aus eigener Kraft an Bord — Nässe, Kälte und die Bordwand sind zusammen zu viel. Es braucht deshalb zuerst eine Leinenverbindung, damit sie nicht wieder abtreibt, und dann etwas, das hebt: Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter oder auf einem Segelboot der Großbaum als Kran.
Merksatz
Erst festhalten, dann heben
Typischer FehlerGegenstände aufzuzählen, die zum Bergen nichts beitragen: ein Treibanker bremst das Boot, eine Ankerkette ist zu schwer und scharf, und eine Rettungsboje hält über Wasser, hebt aber niemanden an Deck.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Leinenverbindung, Badeleiter, Treibanker, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje.
- Leinenverbindung, Großbaum, Ankerkette, Talje, Badeleiter, Rettungsschlaufe.
- Leinenverbindung, Badeleiter, Rettungsboje, Bergenetz, Großbaum, Talje.
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Was ist zu tun, wenn das Fahrzeug gekentert ist?
Möglichst am Fahrzeug bleiben und die Besatzung zusammenhalten; unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden und Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregen.
Vier Dinge, und das erste ist das wichtigste: am Fahrzeug bleiben. Ein gekenterter Rumpf schwimmt, ist von weitem sichtbar und trägt — Schwimmen zum Ufer kostet Wärme und wird fast immer überschätzt. Dazu die Besatzung zusammenhalten, Kräfte sparen und auf sich aufmerksam machen, damit man gefunden wird.
Merksatz
Der Rumpf schwimmt länger als jeder Mensch
Typischer FehlerEtwas an die Stelle des Aufmerksammachens zu setzen: Seenotsignale zu geben, die Unfallstelle zu kennzeichnen oder gar Wertgegenstände und Seetagebuch zu bergen. Nach einer Kenterung geht es um Menschen und um Sichtbarkeit, um sonst nichts.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Möglichst am Fahrzeug bleiben und Seenotsignale geben. Die Besatzung zusammenhalten und unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden.
- Möglichst am Fahrzeug bleiben und Unfallstelle kennzeichnen; unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden und Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregen.
- Möglichst am Fahrzeug bleiben und die Besatzung zusammenhalten; Wertgegenstände und Seetagebuch bergen.
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Wie verhindert man das Überbordfallen von Personen bei starkem Seegang?
Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen, Sicherheitsgurt anlegen und an den dafür vorgesehenen Stellen einpicken.
Der Gurt allein nützt nichts, wenn es nichts gibt, woran er hängt. Deshalb zwei Schritte: Sicherheitsleinen an Deck spannen, und den angelegten Sicherheitsgurt an den dafür vorgesehenen Punkten einpicken. Eingepickt wird also in Strecktau oder Augbolzen — an Stellen, die für diese Last gebaut sind.
Merksatz
Erst die Leine spannen, dann sich selbst daran einpicken
Typischer FehlerIn die Reling einzupicken. Sie ist dafür nicht gebaut und reißt unter der Last eines stürzenden Menschen aus. Und die Besatzung an Deck zu sammeln oder in der Plicht zu versammeln verhindert kein Überbordfallen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen, Besatzung an Deck sammeln. Rettungswesten anlegen.
- Sicherheitsleinen bzw. -gurte aufschießen, Sicherheitsgurt anlegen und in die Reling einpicken.
- Besatzung in der Plicht versammeln, Rettungswesten anlegen, Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen.