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SKS · Seemannschaft I

Führen einer Segelyacht

11 amtliche Prüfungsfragen. Logbuch, Großsegel setzen und reffen, Bullenstander und Baumniederholer, Liegen im Päckchen, Gewitter, fremde Yacht und Mastbruch. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Eine Segelyacht zu führen heißt, Abläufe so zu organisieren, dass Segel, Baum und Crew auch dann beherrschbar bleiben, wenn Wind, Wetter oder Material nicht mitspielen.

Das beginnt mit der Dokumentation. Ins Logbuch gehören mindestens Namen und Funktionen der Crewmitglieder, Beginn und Ende einer Fahrt und in angemessenen Zeitabständen Position, Kurs, Geschwindigkeit, Strömung, Wetter und Luftdruck. Diese Einträge helfen, bei Ausfall der Elektronik weiter navigieren zu können, und sie zeigen Wetteränderungen am Verlauf des Luftdrucks. Wer eine unbekannte Yacht übernimmt, macht sich zu Reisebeginn mit ihr vertraut, indem er , , Q-Wende und verschiedene Rettungsmanöver mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Besegelung fährt.

Vom Großbaum geht an Deck eine besondere Verletzungsgefahr aus. Vor dem Setzen des Großsegels müssen Großschot und Baumniederholer ausreichend Lose haben, und das Großfall muss frei laufen und darf nicht vertörnt sein. Solange der Wind danach von vorn kommt, besteht Verletzungsgefahr durch den schlagenden Baum. Vor dem Wind und mit raumem Wind wird der Baumniederholer entsprechend der Windstärke durchgesetzt, damit der Baum nicht steigt. Der Bullenstander soll das ungewollte Überkommen des Großbaums bei achterlichem Wind verhindern; er wird von der Baumnock zum Vorschiff gefahren.

Beim Bindereff kommt es auf die Reihenfolge an: Zuerst wird der Baum durch die Dirk oder den stützenden Baumniederholer in der Höhe gehalten, dann das gefiert und das Segel etwas heruntergeholt. Der Segelhals wird in den Reffhaken am Lümmelbeschlag eingehakt, das Fall wieder dichtgeholt, das mit Schmeerreep oder Reffleine nach achtern auf den Baum geholt und gegebenenfalls loses Tuch eingebunden. Reißt das Großsegel unter der untersten Lattentasche ein, entfernt man die untere Latte und refft bis über den Riss.

Wetter und Material verlangen frühes Handeln. Zieht ein Gewitter auf, wird das Vorsegel rechtzeitig verkleinert, das Großsegel klar zum Reffen oder Bergen gemacht, Schlechtwetterkleidung, Sicherheitsgurte und Rettungswesten werden angelegt und die Position in die Karte eingetragen. Nach einem Mastbruch nimmt man den Mast nach Möglichkeit an Bord und sichert ihn; geht das nicht, werden Mast und Wanten gekappt, damit sie den Rumpf nicht beschädigen. Im Päckchen oder in der Box legt man gleich große Boote versetzt oder im Wechsel Heck und Bug zur Pier, damit die Masten nicht auf gleicher Höhe liegen und bei Schwell nicht gegeneinander schlagen.

Logbuch
Crew, Beginn und Ende, regelmäßig Position, Kurs, Fahrt, Strömung, Wetter, Luftdruck.
Vor dem Setzen
Schot und Niederholer mit Lose, Fall frei und klar.
Bullenstander
Von der Baumnock zum Vorschiff, gegen ungewolltes Überkommen des Baums.
Gewitter
Vorsegel verkleinern, Groß klar zum Reffen, Gurte und Westen an, Position eintragen.
Mastbruch
Mast bergen und sichern, sonst Mast und Wanten kappen.

Die typische Falle: Bullenstander und Baumniederholer sind zwei verschiedene Leinen: Der Niederholer hält den Baum unten, der Bullenstander hält ihn von der Baumnock zum Vorschiff fest, damit er nicht ungewollt überkommt.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 83

    Welche Daten sollten mindestens an Bord im Logbuch dokumentiert werden?

    Musterantwort

    1. Namen und Funktionen der Crewmitglieder,
    2. Beginn und Ende einer Fahrt und
    3. in angemessenen Zeitabständen: Position, Kurs, Geschwindigkeit, Strömung, Wetter, Luftdruck.

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  2. 84

    Worauf müssen Sie vor dem Setzen des Großsegels achten?
    Welche Gefahr besteht nach dem Setzen des Großsegels, solange der Wind von vorne kommt?

    Musterantwort

    1. Großschot und Baumniederholer müssen ausreichend Lose haben.
    2. Das Großfall muss frei laufen und darf nicht vertörnt sein.
    3. Verletzungsgefahr durch schlagenden Großbaum.

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  3. 85

    Was tun Sie, wenn Ihr Großsegel unter der untersten Lattentasche einreißt?

    Musterantwort

    1. Untere Latte entfernen.
    2. Segel bis über den Riss reffen.

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  4. 86

    Beschreiben Sie die Schritte für den Reffvorgang mit dem Bindereff.

    Musterantwort

    1. Sicherstellen, dass Dirk angeschlagen oder Baum durch stützenden Baumniederholer in der Höhe gehalten wird,
    2. Fall fieren und Segel etwas herunterholen,
    3. Segelhals in Reffhaken am Lümmelbeschlag einhaken und festsetzen,
    4. Fall wieder dichtholen,
    5. Segelschothorn (hintere Reffkausch) mit Schmeerreep oder Reffleine nach achtern auf den Baum holen und
    6. eventuell loses Segeltuch auftuchen und mit Reffbändseln/Reffleine einbinden.

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  5. 87

    1. Wozu dient ein "Bullenstander"?
    2. Wie wird er gefahren?

    Musterantwort

    1. Er soll das ungewollte Überkommen des Großbaums bei achterlichen Winden verhindern.
    2. Von der Baumnock zum Vorschiff.

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  6. 88

    Warum muss beim Segeln vor dem Wind oder mit raumem Wind der Baumniederholer entsprechend der Windstärke durchgesetzt werden?

    Musterantwort

    Um das Steigen des Baumes zu verhindern.

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  7. 89

    Wenn gleich große Boote im Päckchen oder in der Box zusammenliegen, kann es zu Berührungen und Schäden in der Takelage kommen.
    Wie ist das zu verhindern?

    Musterantwort

    Boote versetzt legen, damit Masten nicht auf gleicher Höhe sind oder im Wechsel Heck-Bug zur Pier legen.

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  8. 90

    Worauf ist beim Liegen in einer Box in Bezug auf benachbarte Boote zu achten, wenn Schwell in den Hafen läuft?

    Musterantwort

    Dass benachbarte Boote mit ihren Masten versetzt liegen und nicht gegeneinander schlagen.

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  9. 91

    Sie sind mit Ihrer Segelyacht auf See.
    Was veranlassen Sie bei einem Gewitteraufzug?

    Musterantwort

    1. Vorsegel rechtzeitig verkleinern,
    2. Großsegel klar zum Reffen oder Bergen,
    3. Schlechtwetterkleidung, Sicherheitsgurte und Rettungswesten anlegen,
    4. Position in Karte eintragen.

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  10. 92

    Sie übernehmen in einem Hafen eine Ihnen unbekannte Yacht.
    Wie machen Sie sich zu Reisebeginn mit den Segeleigenschaften vertraut?

    Musterantwort

    Ich fahre diverse Manöver - Wende, Halse, Q-Wende, verschiedene Rettungsmanöver - mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Besegelung.

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  11. 93

    Wie verhalten Sie sich nach einem Mastbruch, was müssen Sie veranlassen?

    Musterantwort

    1. Nach Möglichkeit den Mast an Bord nehmen und sichern.
    2. Falls nicht möglich, Mast und Wanten kappen, um Rumpfschäden zu vermeiden.

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So geht es weiter