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SRC · Digitaler Selektivruf (DSC)

Digitaler Selektivruf (DSC)

16 amtliche Prüfungsfragen. Was DSC ist, Kanal 70, warum die Reichweite größer ist, der Aufbau der MMSI mit den MID 211 und 218 und die GPS-Position im Notalarm. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

Direkt zu den Fragen ↓

Der Digitale Selektivruf, kurz DSC, ist die digitale Klingel des Seefunks: Er ruft gezielt eine Funkstelle an, statt auf gut Glück in einen Kanal zu sprechen. Die Aussendung löst bei der gerufenen Funkstelle ein optisches und/oder akustisches Signal aus. Im GMDSS ist DSC das Verfahren, mit dem eine Seefunkstelle den Verkehr in den Richtungen Schiff–Küstenfunkstelle und Schiff–Schiff aufnimmt.

Für DSC gibt es auf UKW genau einen Kanal: Kanal 70. Darüber laufen die Alarmierung und auch die digitale Ankündigung einer Dringlichkeitsmeldung. Die digitale Übertragung hat dabei eine deutlich größere Reichweite als der analoge Sprechfunk, weil ein kurzes digitales Signal auch dann noch ausgewertet werden kann, wenn Sprache schon unverständlich wäre. Ein empfangener Notalarm wird vom Gerät automatisch gespeichert.

Damit DSC eine Funkstelle gezielt erreichen kann, braucht jede eine Rufnummer: die MMSI, die Maritime Mobile Service Identity. Sie steht in der Zuteilungsurkunde. Eine mit DSC ausgerüstete Seefunkstelle wird durch Schiffsname, Rufzeichen und MMSI gekennzeichnet.

Der Aufbau der MMSI folgt festen Mustern. Die MMSI einer Seefunkstelle hat neun Ziffern, die ersten drei sind die Seefunkkennzahl MID, an der man die Nationalität erkennt. Deutschland hat die MID 211 und 218. Die MMSI einer Küstenfunkstelle hat ebenfalls neun Ziffern, beginnt aber mit zwei Nullen, und erst die nächsten drei Ziffern sind die MID. Die Ziffernfolge 002111240 ist deshalb eine deutsche Küstenfunkstelle: zwei Nullen, dann 211.

Eine Notmeldung ist nur so gut wie die Position darin. Ist das DSC-Gerät mit einem GPS-Empfänger verbunden, wird die aktuelle Position bei einem Notalarm automatisch mit ausgesendet. Ohne diese Verbindung muss die Position von Hand eingegeben und aktuell gehalten werden, sonst geht der Alarm ohne oder mit veralteter Position hinaus.

DSC
Digitaler Selektivruf, löst beim Gerufenen ein Signal aus.
Kanal 70
Ausschließlich für DSC: Alarmierung und Ankündigungen.
MMSI Seefunkstelle
Neun Ziffern, die ersten drei sind die MID.
MMSI Küstenfunkstelle
Neun Ziffern, zwei Nullen vorweg, dann die MID.
MID Deutschland
211 und 218.
GPS-Anschluss
Sendet bei einem Notalarm die Position automatisch mit.

Die typische Falle: Die MID steht bei einer Seefunkstelle an den ersten drei Stellen, bei einer Küstenfunkstelle erst nach den zwei führenden Nullen. Wer nur auf „211“ achtet, verwechselt die beiden.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 53

    Was bedeutet „DSC“ im mobilen Seefunkdienst?

    Digitaler Selektivruf

    DSC steht für Digital Selective Calling, auf Deutsch Digitaler Selektivruf. Gemeint ist ein Anruf in Form eines kurzen digitalen Telegramms, das gezielt eine bestimmte Funkstelle, eine Gruppe oder alle Funkstellen erreicht. Er ist der Kern des UKW-Teils im GMDSS.

    MerksatzDSC = Digital Selective Calling = Digitaler Selektivruf

    Typischer FehlerDual Watch, das Mithören auf zwei Kanälen, ist eine Gerätefunktion und hat mit DSC nichts zu tun. Auch Gegensprechen auf zwei Frequenzen oder ein System für die Telekommunikation an Bord ist nicht gemeint.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Funküberwachung auf zwei Funkkanälen (Dual Watch)
    • Gegensprechen auf zwei Frequenzen im Gegensatz zu Wechselsprechen auf einer Frequenz
    • Digitales System für die Telekommunikation an Bord

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  2. 54

    Was ist ein „Digitaler Selektivruf“?

    Digitale Aussendung, die bei der gerufenen Funkstelle ein optisches und/oder akustisches Signal auslöst

    Der Digitale Selektivruf ist ein kurzes digitales Datentelegramm mit der Rufnummer des Empfängers. Erkennt ein Gerät darin seine eigene Rufnummer oder einen Ruf an alle, gibt es einen akustischen Alarm und eine optische Anzeige — die Besatzung muss also nicht ständig zuhören, um einen Anruf zu bemerken. Das Gespräch selbst folgt danach im Sprechfunk.

    MerksatzDSC klingelt beim Empfänger

    Typischer FehlerAn eine ausgewählte Funkstelle richtet sich jeder gewöhnliche Anruf; das Digitale und das Signal beim Empfänger fehlen. Und auf Kanal 16 wird gesprochen, der digitale Anruf läuft auf Kanal 70.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Aussendung eines digitalen Anrufs auf Kanal 16
    • Funkaussendung an eine ausgewählte Funkstelle
    • Funkverkehr im GMDSS auf den dafür vorgesehenen Kanälen

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  3. 55

    Welches technische Verfahren im GMDSS ermöglicht einer Seefunkstelle die Verkehrsaufnahme in den Richtungen Schiff-Küstenfunkstelle und Schiff–Schiff?

    DSC

    Mit DSC ruft eine Seefunkstelle gezielt eine Küstenfunkstelle oder ein anderes Schiff an und leitet so den Verkehr ein, in beide Richtungen und ohne dass jemand ständig den Sprechkanal abhören muss. Die übrigen Systeme können das nicht: Sie senden nur in eine Richtung oder gehören nicht zum Seefunk.

    MerksatzDSC eröffnet das Gespräch — Schiff zu Land und Schiff zu Schiff

    Typischer FehlerNAVTEX sendet nur von Land zu den Schiffen, Sicherheitsinformationen zum Mitlesen. COSPAS-SARSAT überträgt nur den Alarm einer Seenotfunkbake, und SMS ist kein Verfahren des GMDSS.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • NAVTEX
    • COSPAS-SARSAT
    • SMS

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  4. 56

    Welcher Unterschied besteht in der Reichweite bei analoger (Sprechfunk) und bei digitaler Übertragung (DSC) im UKW-Seefunkbereich?

    Bei digitaler Übertragung deutlich größere Reichweite im Vergleich zur analogen Übertragung

    Ein DSC-Telegramm ist ein einfaches digitales Signal, das ein Empfänger noch sicher auswerten kann, wenn es so schwach ankommt, dass gesprochene Worte im Rauschen schon unverständlich wären. Bei gleicher Antenne und Leistung erreicht die digitale Übertragung deshalb deutlich weiter als der Sprechfunk — ein DSC-Ruf kommt an, wo eine Antwort im Sprechfunk schon schwierig ist.

    MerksatzDaten kommen weiter als Worte

    Typischer FehlerDie vierfache Reichweite klingt präzise, aber einen festen Faktor gibt es nicht. Kürzer ist die Reichweite bei digitaler Übertragung nicht, und kein Unterschied stimmt ebenso wenig.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Bei digitaler Übertragung besteht kein Unterschied im Vergleich zur analogen Übertragung
    • Bei digitaler Übertragung vierfache Reichweite im Vergleich zur analogen Übertragung
    • Bei digitaler Übertragung kürzere Reichweite im Vergleich zur analogen Übertragung

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  5. 57

    Welcher UKW-Kanal wird im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) für die digitale Ankündigung einer Dringlichkeitsmeldung benutzt?

    Kanal 70

    Im GMDSS wird eine Dringlichkeitsmeldung zuerst digital angekündigt, und zwar auf Kanal 70, dem Kanal, der nur dem Digitalen Selektivruf dient. Der Anruf weckt alle empfangsbereiten Geräte; die Dringlichkeitsmeldung selbst wird danach im Sprechfunk auf Kanal 16 ausgesendet. Ankündigung und Meldung laufen also auf zwei verschiedenen Kanälen.

    MerksatzErst digital auf 70 ankündigen, dann auf 16 sprechen

    Typischer FehlerKanal 16 ist der häufige Griff daneben: Dort wird die Meldung gesprochen, angekündigt wird sie aber digital. Kanal 06 und 10 sind Arbeitskanäle, keine DSC-Kanäle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16
    • Kanal 10
    • Kanal 06

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  6. 58

    Auf welchem UKW-Kanal erfolgt die Alarmierung mittels DSC?

    Kanal 70

    Kanal 70 ist im UKW-Seefunk ausschließlich dem Digitalen Selektivruf vorbehalten, und jede Funkstelle mit GMDSS-Anlage hält dort ständig Wache. Ein Notalarm per DSC wird deshalb dort ausgesendet, wo er automatisch und sicher gehört wird — Sprache stört den Kanal nicht, weil dort nicht gesprochen werden darf.

    MerksatzKanal 70 alarmiert, Kanal 16 spricht

    Typischer FehlerKanal 16 ist der Not- und Anrufkanal für den Sprechfunk, nicht für den digitalen Alarm. Kanal 06 und Kanal 10 haben mit DSC nichts zu tun.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16
    • Kanal 06
    • Kanal 10

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  7. 59

    Wie wird eine mit DSC-Einrichtungen ausgerüstete Seefunkstelle gekennzeichnet?

    Schiffsname, Rufzeichen, Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (MMSI)

    Eine DSC-Seefunkstelle muss auf jedem Weg erkennbar sein, auf dem sie angesprochen wird: im Sprechfunk mit Schiffsname und Rufzeichen, im digitalen Selektivruf mit ihrer neunstelligen Rufnummer, der MMSI. Erst alle drei Angaben zusammen verbinden das Schiff mit seiner Zuteilung und seinem Digitalanruf.

    MerksatzName, Rufzeichen, MMSI — alle drei gehören zur DSC-Station

    Typischer FehlerNur MMSI und Schiffsname zu nennen, lässt das Rufzeichen weg. Heimathafen oder die Registriernummer des Schiffszertifikates sind keine Kennzeichnung einer Seefunkstelle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (MMSI), Schiffsname
    • Schiffsname, Heimathafen, Rufzeichen
    • Registriernummer des Schiffszertifikates, Rufzeichen

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  8. 60

    Der mit einem DSC-Gerät aufgenommene Notarlarm wird…

    automatisch gespeichert

    Ein Notalarm darf nicht verloren gehen, nur weil gerade niemand am Gerät steht oder der Alarm im Lärm untergeht. Deshalb legt ein DSC-Gerät einen empfangenen Notalarm automatisch im Speicher ab, mit Rufnummer, Position und Zeit, sodass er jederzeit nachgelesen und weitergegeben werden kann.

    MerksatzNotalarm wird automatisch gespeichert — nichts geht verloren

    Typischer FehlerManuell gespeichert wäre zu unsicher, weil es jemand vergessen kann. Ein Ausdruck ist bei UKW-DSC-Geräten nicht vorgesehen, und das Speichern hängt nicht davon ab, ob noch genügend Platz ist.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • manuell gespeichert
    • Gespeichert, wenn im Speicher noch genügend Platz ist
    • nicht gespeichert, sondern ausgedruckt.

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  9. 61

    Was wird als „Maritime Mobile Service Identity (MMSI)“ bezeichnet?

    Rufnummer im Seefunkdienst

    Die MMSI ist die Rufnummer einer Funkstelle im Seefunkdienst: eine Ziffernfolge, unter der ein DSC-Gerät angewählt wird und mit der es sich selbst in jedem Anruf und jedem Alarm ausweist. Sie funktioniert wie eine Telefonnummer, nur dass sie nicht an ein Netz, sondern an eine Funkstelle gebunden ist. Ohne sie kann eine Seefunkstelle nicht gezielt gerufen werden.

    MerksatzMMSI ist die Telefonnummer der Seefunkstelle

    Typischer FehlerDie Landeskennung wie 211 zu wählen. Sie ist nur der Anfang der MMSI, die Seefunkkennzahl, und sagt etwas über das Land, nicht über die einzelne Funkstelle. Ein Informationssystem oder eine Sicherheitsaussendung ist die MMSI erst recht nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Maritimes Informationssystem
    • Landeskennung einer Seefunkstelle (z.B. 211)
    • Aussendung, die die Sicherheit der Schifffahrt betrifft

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  10. 62

    Wie lauten die Maritime Identification Digits (MID) für die Bundesrepublik Deutschland?

    211 und 218

    Jedes Land bekommt eine oder mehrere dreistellige Seefunkkennzahlen (MID), mit denen die MMSI seiner Funkstellen beginnen. Deutschland sind die beiden Kennzahlen 211 und 218 zugeteilt. Eine zweite Kennzahl vergrößert den Vorrat an Rufnummern, die ein Land vergeben kann.

    MerksatzDeutschland funkt mit 211 und 218

    Typischer FehlerDie Nachbarzahlen klingen vertraut, gehören aber anderen Ländern: 219 ist eine dänische Kennzahl, 224 eine spanische, 226 eine französische. Wer nur eine der beiden Zahlen sicher weiß und die andere rät, landet leicht bei einem Nachbarland.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • 211 und 219
    • 218 und 224
    • 218 und 226

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  11. 63

    Welche Urkunde enthält die eigene Seefunkstellen-Rufnummer (MMSI)?

    Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence)

    Mit der Zuteilung erlaubt die Bundesnetzagentur den Betrieb einer bestimmten Seefunkstelle, und in dieser Urkunde stehen deren Kennungen: Rufzeichen und die eigene MMSI. Die Rufnummer gehört also zur Funkstelle und ihrer Genehmigung, nicht zum Gerät und nicht zum Boot als Registereintrag. Deshalb muss die Zuteilungsurkunde auch im Original an Bord sein.

    MerksatzDie Nummer steht dort, wo das Funken erlaubt wird

    Typischer FehlerZur Gerätezulassungsurkunde zu greifen, weil die MMSI ja ins Gerät programmiert wird. Die Zulassung betrifft aber nur den Gerätetyp. Schiffszertifikat und Internationaler Bootsschein weisen das Boot aus, nicht seine Funkstelle.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Gerätezulassungsurkunde
    • Internationaler Bootsschein
    • Schiffszertifikat

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  12. 64

    Wie setzt sich die Seefunkstellen-Rufnummer (MMSI) zusammen?

    Neun Ziffern, wobei die ersten drei Ziffern die Seefunkkennzahl (MID) enthalten

    Eine Seefunkstellen-Rufnummer hat neun Stellen und beginnt direkt mit der dreistelligen Seefunkkennzahl des Landes, bei einem deutschen Schiff also mit 211 oder 218. Die restlichen sechs Ziffern unterscheiden die einzelnen Schiffe. Führende Nullen sind anderen Arten von Rufnummern vorbehalten.

    MerksatzSchiff: neun Ziffern, vorne gleich die MID

    Typischer FehlerDie Variante mit einer Null als erster Ziffer klingt ähnlich, beschreibt aber eine Gruppenrufnummer, unter der mehrere Schiffe zugleich gerufen werden. Buchstaben enthält eine MMSI nie; die gehören ins Rufzeichen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Drei Buchstaben und sechs Ziffern
    • Sieben Ziffern, wobei die ersten beiden Ziffern Nullen sein müssen
    • Neun Ziffern, wobei die erste Ziffer eine Null ist

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  13. 65

    Wie setzt sich die Küstenfunkstellen-Rufnummer (MMSI) zusammen?

    Neun Ziffern, die ersten beiden Ziffern Nullen, die nächsten drei Ziffern enthalten die Seefunkkennzahl (MID)

    Auch eine Küstenfunkstelle hat eine neunstellige MMSI, aber sie beginnt mit zwei Nullen; erst danach folgt die dreistellige Seefunkkennzahl ihres Landes. An diesem Doppelnull-Anfang erkennt jedes DSC-Gerät sofort, dass es eine Landstation vor sich hat und kein Schiff.

    MerksatzDoppelnull vorn heißt Land in Sicht

    Typischer FehlerDie Version, in der die ersten drei Ziffern die Seefunkkennzahl enthalten, ist die Rufnummer eines Schiffes. Ortsnamen oder Telefon-Vorwahlen kommen in einer MMSI nicht vor, sie besteht nur aus Ziffern.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Neun Ziffern, die ersten drei Ziffern enthalten die Seefunkkennzahl (MID)
    • Geografischer Ortsname der Küstenfunkstelle, gefolgt von drei Ziffern, die die Seefunkkennzahl (MID) bilden
    • Internationale Telefon-Vorwahlnummer des Landes, in dem sich die Küstenfunkstelle befindet, gefolgt von fünf besonders festgelegten Ziffern

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  14. 66

    Welche Art von Funkstelle des Seefunkdienstes kennzeichnet die Ziffernfolge 002111240?

    Deutsche Küstenfunkstelle

    Die Ziffernfolge beginnt mit zwei Nullen, und das kennzeichnet eine Küstenfunkstelle. Danach folgt 211, die deutsche Seefunkkennzahl. Doppelnull plus deutsche Kennzahl ergibt also eine deutsche Küstenfunkstelle; die restlichen Ziffern unterscheiden die einzelnen Landstationen.

    Merksatz00 plus 211 — eine Station an Land in Deutschland

    Typischer FehlerAn eine deutsche Seefunkstelle zu denken, weil die 211 darin steckt. Bei einem Schiff stünde die Kennzahl aber ganz vorn, ohne Nullen davor. Auch ein SAR-Fahrzeug oder eine EPIRB hätte einen anderen Anfang als die Doppelnull.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Deutsche Seefunkstelle
    • Deutsches SAR-Fahrzeug
    • Deutsche EPIRB

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  15. 67

    Woran ist die Nationalität der Seefunkstelle in der MMSI erkennbar?

    Seefunkkennzahl (MID)

    Die Nationalität steckt in der Seefunkkennzahl (MID), den drei Ziffern, mit denen bei einer Seefunkstelle die MMSI beginnt. Jedes Land hat seine eigenen Kennzahlen, bei Deutschland 211 und 218. Wer eine MMSI liest, sieht deshalb am Anfang, aus welchem Land die Station kommt.

    MerksatzDas Land steht vorne, in der MID

    Typischer FehlerEine Länderkennung aus drei Buchstaben anzunehmen, doch die MMSI besteht nur aus Ziffern. Und die letzten oder mittleren drei Ziffern tragen keine Landesangabe, sie unterscheiden die einzelnen Funkstellen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Länderkennung, bestehend aus drei Buchstaben
    • Letzte drei Ziffern der MMSI
    • Mittlere drei Ziffern der MMSI

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  16. 68

    Durch die Verbindung mit welchem Gerät ist gewährleistet, dass bei einem DSC-Notalarm die aktuelle Position automatisch mit ausgesendet wird?

    GPS-Empfänger

    Ein DSC-Notalarm soll den Rettern sofort sagen, wo das Schiff ist. Dafür braucht das Funkgerät laufend eine aktuelle Position, und die liefert ein angeschlossener GPS-Empfänger. Fehlt die Verbindung, muss die Position von Hand eingegeben werden — und im Notfall ist sie dann oft veraltet oder fehlt ganz.

    MerksatzGPS ans DSC — dann funkt der Alarm die Position mit

    Typischer FehlerZum Radargerät zu greifen, weil es mit Navigation zu tun hat. Radar misst aber Abstand und Richtung zu anderen Objekten, nicht die eigene Position. Der NAVTEX-Empfänger empfängt nur Meldungen, und ein UKW-Wachempfänger hört bloß mit.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • NAVTEX-Empfänger
    • Radargerät
    • UKW-Wachempfänger

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So geht es weiter