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SRC · Funkeinrichtungen und Seefunkstellen

Strom, Rauschsperre, GPS

6 amtliche Prüfungsfragen. Stromaufnahme beim Empfangen und Senden, wie lange die Batterie reicht, wozu die Rauschsperre dient und was GPS zur Funkanlage beiträgt. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

Direkt zu den Fragen ↓

An Bord ist Strom knapp, und ein Funkgerät zieht sehr unterschiedlich viel davon, je nachdem, ob es nur zuhört oder sendet. Wer das grob abschätzen kann, weiß, wie lange die Anlage im Ernstfall noch durchhält.

Im Empfangsbetrieb nimmt eine UKW-Seefunkanlage je nach Anlage zwischen 0,3 A und 1 A auf. Beim Senden mit 25 Watt Sendeleistung sind es zwischen 4 und 8 Ampere — ein Vielfaches. Der Sendebetrieb verkürzt die Betriebsdauer der Batterie deshalb deutlich; um wie viel genau, hängt vom Verhältnis von Senden und Empfangen ab.

Die Abschätzung selbst ist einfache Division: Kapazität in Amperestunden geteilt durch Stromaufnahme in Ampere ergibt die Betriebsdauer in Stunden. Eine Batterie mit 60 Amperestunden reicht bei 0,5 Ampere Empfangsstrom überschlägig für 120 Stunden. Das ist eine Obergrenze für reinen Empfang ohne Nachladen; jede Sendung verkürzt sie.

Die Rauschsperre, englisch Squelch, sorgt dafür, dass der Lautsprecher des Empfängers erst ab einem Mindest-Empfangssignalpegel aktiviert wird. Sie stellt also nicht die Lautstärke des Rauschens ein und verbessert keine schwachen Signale, sondern schaltet stumm, solange nichts Ausreichendes ankommt. Wer sie zu hoch einstellt, hört deshalb schwache Stationen gar nicht mehr.

Für eine GMDSS-Funkanlage ist GPS wichtig, weil damit die genaue Position des Fahrzeugs bestimmt und übermittelt werden kann, ebenso die genaue Zeit. GPS ist dabei reine Ortung und Zeit; Funkverkehr über Satellit ermöglicht es nicht.

Empfang
Je nach Anlage zwischen 0,3 A und 1 A.
Senden mit 25 Watt
Zwischen 4 und 8 Ampere.
Faustformel
Amperestunden geteilt durch Ampere: 60 Ah bei 0,5 A ergibt 120 Stunden.
Rauschsperre
Lautsprecher erst ab einem Mindestpegel des Empfangssignals.
GPS
Genaue Position und genaue Zeit für die GMDSS-Anlage.

Die typische Falle: Die Rauschsperre ist kein Rauschregler und kein Verstärker: Sie öffnet den Lautsprecher erst ab einem Mindestpegel. Und GPS liefert Position und Zeit, aber keinen Funkverkehr über Satellit.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 47

    Das Seefunkgerät nimmt bei Empfang einen Strom von 0,5 Ampere auf. Wie lange kann das Funkgerät im Empfangsbetrieb an einer Batterie ohne Nachladen überschlägig betrieben werden, wenn die Kapazität 60 Amperestunden beträgt?

    120 Stunden

    Die Kapazität in Amperestunden gibt an, wie lange eine Batterie einen bestimmten Strom liefern kann. Also wird geteilt: 60 Amperestunden durch 0,5 Ampere ergeben 120 Stunden. Das ist ein überschlägiger Wert — in der Praxis sollte eine Batterie nicht ganz entleert werden, und jede Sendung zieht zusätzlich Strom.

    MerksatzAmperestunden geteilt durch Ampere gibt Stunden

    Typischer FehlerWer 30 Stunden wählt, hat multipliziert statt geteilt. Und 60 Stunden ergäben sich nur bei einem Ampere Stromaufnahme — die Kapazität einfach als Stundenzahl zu lesen, ist der zweite häufige Fehler.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • 30 Stunden
    • 60 Stunden
    • 90 Stunden

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  2. 48

    Welche Auswirkung auf die Betriebsdauer einer Batterie hat der Sendebetrieb einer Seefunkanlage im Vergleich zum Empfangsbetrieb?

    Betriebsdauer wird verkürzt

    Beim Senden zieht eine UKW-Anlage ein Vielfaches des Stroms, den sie im Empfangsbetrieb braucht, weil die Sendeleistung erst erzeugt werden muss. Jede Minute Sendebetrieb entnimmt der Batterie deshalb mehr Ladung als eine Minute Empfang, und die Betriebsdauer wird kürzer. Um wie viel, hängt davon ab, wie viel und mit welcher Leistung gesendet wird.

    MerksatzWer sendet, leert die Batterie schneller

    Typischer FehlerHalbiert klingt präzise, aber einen festen Faktor gibt es nicht — der hängt vom Anteil der Sendezeit und der gewählten Leistung ab. Verlängert oder gleich bleiben kann die Betriebsdauer beim Senden nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Betriebsdauer wird halbiert
    • Betriebsdauer wird verlängert
    • Betriebsdauer bleibt gleich

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  3. 49

    Wie hoch ist die mittlere Stromaufnahme einer UKW-Seefunkanlage im Empfangsbetrieb?

    Je nach Anlage zwischen 0,3 A und 1 A

    Im Empfangsbetrieb arbeiten nur Empfänger, Anzeige und Lautsprecher, deshalb ist der Strombedarf gering: je nach Gerät, Lautstärke und Beleuchtung etwa 0,3 bis 1 Ampere. Das ist der Wert, mit dem man rechnet, wenn die Anlage stundenlang auf Wache steht — und der Grund, warum sie das auch an einer Batterie ohne Landstrom lange kann.

    MerksatzHören kostet wenig: unter einem Ampere

    Typischer FehlerWerte von 1 bis 2 oder 2 bis 3 Ampere wären für eine Anlage im reinen Empfang zu hoch; sie liegen schon in Richtung Sendebetrieb. 0,1 bis 0,2 Ampere reichen dagegen für Lautsprecher und Anzeige meist nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Je nach Anlage zwischen 0,1 A und 0,2 A
    • Je nach Anlage zwischen 1 A und 2 A
    • Je nach Anlage zwischen 2 A und 3 A

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  4. 50

    Wie hoch ist die mittlere Stromaufnahme einer UKW-Seefunkanlage im Sendebetrieb bei 25 Watt Sendeleistung?

    Zwischen 4 und 8 Ampere

    Die 25 Watt Sendeleistung müssen in der Endstufe erst erzeugt werden, und dabei geht ein Teil der Energie als Wärme verloren. Aus dem Zwölf-Volt-Bordnetz wird deshalb deutlich mehr gezogen, als die Antenne abstrahlt — zwischen 4 und 8 Ampere, ein Vielfaches des Empfangsbetriebs. Bei der Auslegung von Batterie und Leitungen muss das berücksichtigt werden.

    MerksatzSenden mit voller Leistung kostet vier bis acht Ampere

    Typischer Fehler1 bis 2 oder 2 bis 3 Ampere unterschätzen die Verluste in der Endstufe deutlich. 10 bis 12 Ampere wären für eine UKW-Anlage mit 25 Watt zu viel.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Zwischen 1 und 2 Ampere
    • Zwischen 2 und 3 Ampere
    • Zwischen 10 und 12 Ampere

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  5. 51

    Wozu dient am UKW-Gerät die Rauschsperre (Squelch)?

    Der Lautsprecher des Empfängers wird nur ab einem Mindest-Empfangssignalpegel aktiviert

    Ohne Signal liefert ein UKW-Empfänger ein lautes Rauschen, das auf Dauer niemand neben dem Gerät aushält. Die Rauschsperre schaltet den Lautsprecher stumm, solange das Empfangssignal unter einer einstellbaren Schwelle bleibt, und öffnet erst, wenn eine Funkstelle stark genug ankommt. So bleibt die Wache auf dem Kanal erträglich.

    MerksatzSquelch: still bis jemand spricht

    Typischer FehlerDie Rauschsperre verbessert schwache Signale nicht — im Gegenteil: Zu hoch eingestellt, schneidet sie schwache Funkstellen ganz ab. Sie wirkt auch nicht nur bei Notsignalen und regelt kein Rauschen stufenlos leiser, sie schaltet ein oder aus.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Das Rauschen kann stufenlos auf einen angenehmen Wert eingestellt werden
    • Die Rauschsperre verbessert die Wiedergabe von schwachen Empfangssignalen
    • Der Lautsprecher des Empfängers wird nur beim Empfang von Notsignalen aktiviert

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  6. 52

    Welche Eigenschaften des „GPS“ sind für eine GMDSS-Funkanlage von besonderer Bedeutung?

    Mit Hilfe von GPS kann die genaue Position des Fahrzeugs bestimmt und übermittelt werden. Ebenso kann die genaue Zeit bestimmt werden

    Ein DSC-Alarm ist nur so gut wie die Position, die er mitschickt. Ein angeschlossener GPS-Empfänger liefert die genaue Position, die mit dem Alarm automatisch übermittelt wird, und die genaue Zeit, zu der sie galt. So wissen Rettungskräfte sofort, wo gesucht werden muss, auch wenn an Bord niemand mehr sprechen kann.

    MerksatzGPS sagt wo und wann — funken muss das Funkgerät

    Typischer FehlerGPS ist ein reines Empfangssystem für Ortung und Zeit. Funkverkehr über Satellit, eine Verbindung über Inmarsat bzw. COSPAS-SARSAT oder zur Rettungsleitstelle leistet es nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Mit Hilfe von GPS ist ein weltweiter Funkverkehr über Satellit zwischen Schiffen untereinander bzw. mit Küstenfunkstellen möglich
    • Mit Hilfe von GPS besteht die Möglichkeit der Kommunikation über Inmarsat bzw. COSPAS-SARSAT
    • Mit Hilfe von GPS erfolgt die Kommunikation mit der Rettungsleitstelle über Satellit

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