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SBF Binnen · Fragen zum SegelnSchwert, Krängung, Trimm
13 amtliche Prüfungsfragen. Wie Schwertstellung, Krängung und Holepunkt zusammenwirken. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Dreizehn Fragen, die alle an einer Beobachtung hängen: Ein Segelboot wird luvgierig, wenn es krängt. Von dort aus erklärt sich fast der ganze Abschnitt.
Deshalb wird eine Jolle möglichst aufrecht gesegelt: Sonst nehmen Abdrift und zu. Ein zu dicht geholtes Großsegel auf Halbwindkurs macht genau das — die nimmt zu, die Geschwindigkeit nimmt ab. Und zunehmende Krängung erhöht die Luvgierigkeit weiter, sodass sich der Effekt selbst verstärkt.
Ein wenig Luvgierigkeit ist trotzdem gewollt, und der Grund ist ein Sicherheitsgrund: Ein gut getrimmtes Boot soll leicht luvgierig sein, weil es im Notfall von selbst in den Wind schießt — wer über Bord geht, lässt ein Boot zurück, das anhält statt davonzusegeln.
Das steuert Abdrift und Krängung gegeneinander. Auf Vorwindkurs wird es aufgeholt: Das vermindert den Reibungswiderstand und zugleich die Kentergefahr bei einer unfreiwilligen . Holt man es auf etwas auf, wird die Abdrift größer und die Krängung nimmt ab — man verschenkt Höhe und gewinnt Aufrichtung. Beides ist eine Abwägung, keine feste Einstellung.
Beim Segeltrimm gilt eine einfache Regel: bei leichtem Wind bauchig, bei starkem Wind flach. Der macht den unteren Teil des Großsegels je nach Zugkraft bauchiger oder flacher. Der des Vorsegels wird an den Lieken abgelesen: Liegt er zu weit vorne, killt das und das wird übermäßig gereckt; liegt er zu weit achtern, ist es umgekehrt. Das killende zeigt also immer dorthin, wo zu wenig Zug ankommt.
Und die beiden Ruderdruck-Fragen sind Spiegelbilder voneinander. Muss die am Wind stark von den Segeln weggezogen werden, ist das Boot zu luvgierig: Großsegel flacher trimmen, Gewicht nach achtern. Muss sie zu den Segeln hingedrückt werden, ist es leegierig: Großsegel bauchiger trimmen, Gewicht nach vorn.
- Krängung
- Erhöht Abdrift und Luvgierigkeit — deshalb aufrecht segeln.
- Leicht luvgierig
- Gewollt: Das Boot schießt im Notfall von selbst in den Wind.
- Schwert auf Vorwind
- Aufholen — weniger Reibung, weniger Kentergefahr bei der Halse.
- Trimm
- Leichter Wind bauchig, starker Wind flach.
- Holepunkt
- Das killende Liek zeigt, wo zu wenig Zug ankommt.
Die typische Falle: Ein Boot soll leicht luvgierig sein, nicht neutral. Wer das für einen Trimmfehler hält, korrigiert eine Sicherheitseigenschaft weg.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
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Wie sollte das Schwert einer Jolle auf Vorwindkurs gefahren werden und warum?
Es sollte aufgeholt werden. Dadurch vermindert sich der Reibungswiderstand, aber auch die Gefahr der Kenterung bei einer unfreiwilligen Halse.
Vor dem Wind wird kein Schwert gebraucht: Die Abdrift, gegen die es arbeitet, gibt es auf diesem Kurs nicht. Aufgeholt verringert es den Reibungswiderstand, das Boot läuft schneller. Und es nimmt eine Gefahr: Bei einer unfreiwilligen Halse gibt ein tiefes Schwert dem Boot den Drehpunkt, um den es kentert — ohne Schwert rutscht es seitlich weg statt umzuschlagen.
Merksatz
Ohne Schwert rutscht die Jolle weg, statt zu kippen
Typischer FehlerDas Schwert zu fieren und sich davon Stabilität zu versprechen — es liefert keine, es ist nicht ballastiert. Und die Sorge, es sei bei einer Kenterung nicht greifbar, geht am Kurs vorbei: Vor dem Wind wird es aufgeholt.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Es sollte gefiert werden. Dadurch wird das Boot stabiler und die Gefahr der Kenterung bei einer unfreiwilligen Halse reduziert.
- Es sollte nie ganz aufgeholt werden, da es sonst bei einer Kenterung zum Aufrichten der Jolle nicht mehr greifbar ist.
- Es sollte bei stärkerem Wind ganz aufgeholt werden, um die Steuerfähigkeit der Jolle zu verbessern.
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Wie verändern sich Abdrift und Krängung, wenn das Schwert einer Jolle auf einem Amwindkurs etwas aufgeholt wird?
Die Abdrift wird größer, die Krängung nimmt ab.
Das Schwert liefert die Fläche, die die Abdrift verhindert — wird es aufgeholt, wird die Fläche kleiner und die Abdrift größer. Zugleich greift die seitliche Kraft des Segels nun an einem kürzeren Hebel unter Wasser an, und das Boot krängt weniger. Man tauscht also Höhe gegen aufrechte Lage — bei viel Wind ein sinnvoller Handel.
Merksatz
Weniger Schwert heißt mehr Abdrift und weniger Krängung
Typischer FehlerBeides in dieselbe Richtung zu denken. Abdrift und Krängung bewegen sich hier gegenläufig, und die Fassung, die eine geringere Abdrift verspricht, dreht die Wirkung des Schwerts um.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Die Abdrift wird größer, die Krängung nimmt zu.
- Die Abdrift nimmt ab, das Boot wird aufgrund des geringeren Wasserwiderstandes schneller.
- Die Abdrift wird kleiner, die Krängung nimmt ab.
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Mit welcher Krängung sollte eine Jolle üblicherweise gesegelt werden und weshalb?
Möglichst aufrecht, da sonst Abdrift und Luvgierigkeit zunehmen.
Eine krängende Jolle taucht ihr Unterwasserschiff schief ein, und das hat zwei Folgen. Erstens steht die Schwertfläche nicht mehr senkrecht, sie arbeitet also schlechter gegen die Abdrift. Zweitens verschiebt sich die Druckverteilung am Rumpf, und das Boot drängt in den Wind — die Luvgierigkeit nimmt zu, und man arbeitet am Ruder dagegen an.
Merksatz
Aufrecht läuft sie schneller, höher und leichter
Typischer FehlerLeegierigkeit statt Luvgierigkeit anzunehmen — die Krängung wirkt genau andersherum. Und bewusst nach Lee oder nach Luv zu neigen: Beides verschlechtert die Lage, die man mit dem Ausreiten gerade zu vermeiden versucht.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Möglichst aufrecht, weil sonst Abdrift und Leegierigkeit zunehmen.
- Leicht nach Lee geneigt, da sonst die Segel leicht nach Luv überkommen können.
- Möglichst nach Luv geneigt, weil dadurch die Abdrift und die Luvgierigkeit abnehmen.
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Wie wirkt sich auf einem Halbwindkurs ein zu dicht geholtes Großsegel auf die Geschwindigkeit des Bootes aus?
Die Krängung nimmt zu, die Geschwindigkeit nimmt ab.
Ein zu dicht geholtes Großsegel steht quer zur Anströmung. Die Kraft, die es erzeugt, zeigt dann weniger nach vorn und mehr zur Seite — das Boot krängt stärker und wird langsamer. Zugleich reißt die Strömung an der Leeseite ab, und der Auftrieb, der eigentlich zieht, fällt weg. Beides zusammen: mehr Krängung, weniger Fahrt.
Merksatz
Zu dicht heißt mehr Krängung und weniger Fahrt
Typischer FehlerAnzunehmen, dichter geholt sei besser genutzt — das gilt nur bis zum richtigen Anstellwinkel. Und dass das Boot stehen bleibe, ist übertrieben: Es wird langsamer, es hält nicht an.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Die Krängung und die Geschwindigkeit nehmen bis zum kritischen Punkt zu, darüber hinaus schnell ab.
- Die Geschwindigkeit nimmt zu, da dadurch die Windkräfte optimaler genutzt werden.
- Das Boot bleibt stehen, da die Strömung abreißt.
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Wie wirkt sich ein Holepunkt, der zu weit vorne liegt, auf Stand und Beanspruchung des Vorsegels aus?
Das Unterliek killt, das Achterliek wird übermäßig gereckt.
Der Holepunkt bestimmt, in welchem Verhältnis die Schot am Unterliek und am Achterliek zieht. Liegt er zu weit vorn, zieht sie überwiegend nach unten: Das Achterliek wird zugezogen und übermäßig gereckt, während das Unterliek zu wenig Zug bekommt und killt. Das Segel steht dann hinten zu geschlossen und unten zu offen.
Merksatz
Zu weit vorn zieht nach unten: hinten zu, unten killt
Typischer FehlerDie beiden Lieken zu vertauschen — das ist genau der Fehler, den die Antwortmöglichkeiten anbieten. Und das Vorliek einzubeziehen, das vom Holepunkt gar nicht berührt wird.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Das Achterliek killt, das Vorliek wird übermäßig gereckt.
- Das Vorliek killt, das Unterliek wird übermäßig gereckt.
- Das Vorliek killt, das Achterliek wird übermäßig gereckt.
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Wie wirkt sich ein Holepunkt, der zu weit achtern liegt, auf Stand und Beanspruchung des Vorsegels aus?
Das Achterliek killt, das Unterliek wird übermäßig gereckt.
Liegt der Holepunkt zu weit achtern, zieht die Schot überwiegend nach hinten. Das Unterliek wird straff gezogen und übermäßig gereckt, das Achterliek bekommt zu wenig Zug und fällt auf — es killt. Es ist genau das Spiegelbild des zu weit vorn liegenden Punktes, und beide Fehler sind an dem killenden Liek zu erkennen.
Merksatz
Zu weit achtern zieht nach hinten: unten straff, hinten killt
Typischer FehlerDie Lieken zu vertauschen und den Fehler des zu weit vorn liegenden Holepunkts zu beschreiben. Und wieder das Vorliek zu nennen, das hier nichts zu suchen hat.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Das Vorliek killt, das Unterliek wird übermäßig gereckt.
- Das Unterliek killt, das Achterliek wird übermäßig gereckt.
- Das Achterliek killt, das Vorliek wird übermäßig gereckt.
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Wie muss ein Segel bei leichtem Wind getrimmt werden?
Das Segel soll bauchig stehen.
Bei leichtem Wind fehlt es an Kraft, also braucht das Segel möglichst viel Profil: Es soll bauchig stehen. Ein tiefes Profil erzeugt bei geringer Anströmung mehr Auftrieb — dafür verträgt es weniger Wind, bevor die Strömung abreißt. Bei wenig Wind ist das kein Problem.
Merksatz
Wenig Wind, viel Bauch
Typischer FehlerFlach zu trimmen — das ist die Einstellung für starken Wind. Und die Frage auf die Schoten zu verkürzen: Ob dicht oder gefiert, entscheidet der Kurs; die Profiltiefe entscheidet die Windstärke.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Das Segel soll flach getrimmt werden.
- Die Schoten müssen gefiert werden.
- Die Schoten müssen dicht geholt werden.
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Wie muss ein Segel bei starkem Wind getrimmt werden?
Das Segel soll flach getrimmt werden.
Bei starkem Wind ist Kraft im Überfluss da, und zu viel davon wird zu Krängung statt zu Fahrt. Ein flach getrimmtes Segel hat weniger Profiltiefe, erzeugt weniger Querkraft und lässt die Strömung länger anliegen. Erreicht wird das über Vorliekstrecker, Unterliekstrecker und den Zug im Achterstag.
Merksatz
Viel Wind, flaches Segel
Typischer FehlerBauchig zu trimmen — das ist die Einstellung für leichten Wind und führt bei viel Wind geradewegs in die Krängung. Und die Schotstellung mit der Profiltiefe zu verwechseln.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Es soll bauchig getrimmt werden.
- Die Schoten müssen dicht geholt werden.
- Die Schoten müssen gefiert werden.
- 290
Wie beeinflusst ein Unterliekstrecker den Trimm des Segels?
Je nach Zugkraft wird der untere Teil des Großsegels bauchiger oder flacher.
Der Unterliekstrecker zieht am Unterliek des Großsegels nach achtern, also zwischen Mast und Baumnock. Er wirkt deshalb dort, wo er zieht: im unteren Teil des Großsegels. Stärkerer Zug streckt das Tuch und macht das Profil unten flacher, weniger Zug lässt es bauchiger werden.
Merksatz
Er zieht unten am Großsegel, also wirkt er unten am Großsegel
Typischer FehlerIhn dem Vorsegel zuzuordnen — das hat keinen Baum und damit keinen Unterliekstrecker. Und seine Wirkung nach achtern zu verlegen: Der achtere Teil des Großsegels wird über das Achterstag und die Schot getrimmt.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Je nach Zugkraft wird der untere Teil des Vorsegels bauchiger oder flacher.
- Je nach Zugkraft wird der achtere Teil des Vorsegels bauchiger oder flacher.
- Je nach Zugkraft wird der achtere Teil des Großsegels bauchiger oder flacher.
- 291
Um auf Amwindkursen eine Jolle auf Kurs zu halten, muss die Pinne stets stark von der Seite der Segel weggezogen werden. Wie kann der Trimmfehler behoben werden?
Großsegel flacher trimmen; Gewichtsverlagerung nach achtern.
Wer die Pinne dauerhaft von der Segelseite wegziehen muss, hält gegen ein Boot an, das in den Wind drängt — es ist zu luvgierig. Zwei Gegenmittel: Das Großsegel flacher trimmen, damit es weniger Querkraft achtern erzeugt, und das Gewicht nach achtern verlagern, damit der Bug entlastet wird und weniger im Wasser greift.
Merksatz
Luvgierig heißt: Groß flacher, Gewicht nach achtern
Typischer FehlerAm Vorsegel zu arbeiten — das würde die Luvgierigkeit eher verstärken, denn ein flacheres Vorsegel zieht vorn weniger. Und das Gewicht nach vorn zu bringen, was den Bug noch tiefer eintauchen ließe.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Großsegel flacher trimmen; Gewichtsverlagerung nach vorne.
- Vorsegel flacher trimmen; Gewichtsverlagerung nach achtern.
- Vorsegel flacher trimmen; Gewichtsverlagerung nach vorne.
- 292
Um auf Amwindkursen eine Jolle auf Kurs zu halten, muss die Pinne stets stark zur Seite der Segel hingedrückt werden. Wie kann der Trimmfehler behoben werden?
Großsegel bauchiger trimmen, Gewichtsverlagerung nach vorn.
Muss die Pinne zur Segelseite hin gedrückt werden, drängt das Boot aus dem Wind — es ist leegierig, der umgekehrte Fehler. Also umgekehrte Mittel: Das Großsegel bauchiger trimmen, damit es achtern mehr Kraft entwickelt, und das Gewicht nach vorn verlagern, damit der Bug greift und das Heck freier wird.
Merksatz
Leegierig heißt: Groß bauchiger, Gewicht nach vorn
Typischer FehlerDie Mittel gegen Luvgierigkeit anzuwenden — flacher trimmen und Gewicht nach achtern. Beides würde den Fehler verstärken statt ihn zu beheben.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Großsegel flacher trimmen, Gewichtsverlagerung nach vorn.
- Großsegel bauchiger trimmen, Gewichtsverlagerung nach hinten.
- Großsegel flacher trimmen, Gewichtsverlagerung nach hinten.
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Warum soll ein gut getrimmtes Segelboot leicht luvgierig sein?
Weil es im Notfall von selbst in den Wind schießt.
Ein leicht luvgieriges Boot dreht von selbst in den Wind, sobald das Ruder losgelassen wird. Fällt der Rudergänger aus oder muss er die Pinne loslassen, schießt es also in den Wind, die Segel killen, und es kommt zum Stehen — statt unkontrolliert abzufallen und Fahrt aufzunehmen. Es ist eine eingebaute Notbremse.
Merksatz
Pinne los, Boot steht — das ist der Sinn
Typischer FehlerDen Vorteil im Segeln selbst zu suchen — in mehr Höhe, mehr Geschwindigkeit oder einer anspruchsvolleren Steuerung. Der Grund ist die Sicherheit, und ein leegieriges Boot fällt im selben Fall ab und beschleunigt.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Weil es sich so anspruchsvoller steuern lässt.
- Weil es so weniger Höhe läuft.
- Weil es auf Raumschotkurs mehr Geschwindigkeit läuft.
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Welchen Einfluss hat zunehmende Krängung auf den Trimm des Bootes?
Die Luvgierigkeit nimmt zu.
Krängt das Boot, wird sein Unterwasserschiff unsymmetrisch: Die eingetauchte Leeseite erzeugt mehr Widerstand als die aufgetauchte Luvseite, und diese Ungleichheit dreht den Bug in den Wind. Die Luvgierigkeit nimmt also mit der Krängung zu — deshalb wird ein überlastetes Boot immer schwerer auf Kurs zu halten.
Merksatz
Je schräger, desto stärker will sie in den Wind
Typischer FehlerLeegierigkeit anzunehmen — die Wirkung geht in die andere Richtung. Und einen Umkehrpunkt bei fünfundvierzig Grad zu erfinden: Der Zusammenhang bleibt über den ganzen Bereich derselbe.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Die Leegierigkeit nimmt zu.
- Keinen.
- Bis 45° Krängung nimmt die Luvgierigkeit zu, dann wieder ab.