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SKS · Schifffahrtsrecht

KVR: Ausweichregeln

22 amtliche Prüfungsfragen. Kollisionsgefahr an der stehenden Peilung erkennen, Ausweichmanöver richtig fahren, Verkehrstrennungsgebiete queren und wer wem ausweicht. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Bei den Ausweichregeln genügt die auswendig gelernte Rangfolge nicht: Aus ein paar Lichtern in der Nacht muss eine Lage abgelesen und daraus die Pflicht beider Fahrzeuge abgeleitet werden.

Ob Kollisionsgefahr besteht, zeigt die Kompasspeilung: Steht sie, während sich die Fahrzeuge nähern, laufen beide auf denselben Punkt zu. Wer ausweichen muss, entscheidet sich im freien Seeraum im Augenblick des ersten Insichtkommens; eine spätere Änderung der Lage ändert die Verantwortlichkeit nicht. Wer nicht sicher weiß, ob er aus dem Hecksektor des anderen kommt — etwa genau auf der Sektorengrenze, wenn der andere giert und abwechselnd und Seitenlicht zeigt —, betrachtet sich als Überholer. Das gilt für jedes Fahrzeug: Auch ein manövrierbehindertes Fahrzeug, das sich im Hecklichtsektor eines Seglers nähert, muss als Überholer ausweichen.

Eine Motoryacht weicht manövrierunfähigen, manövrierbehinderten und fischenden Fahrzeugen sowie Seglern aus, einem anderen Maschinenfahrzeug je nach Lage. Ein Segelfahrzeug weicht den ersten drei aus und einem anderen Segler je nach Wind. Begegnen sich zwei Maschinenfahrzeuge auf entgegengesetzten oder fast entgegengesetzten Kursen — nachts erkennbar an und beiden Seitenlichtern, auch wenn eines im Seegang nur zeitweise sichtbar ist —, ändern beide den Kurs nach und geben einen kurzen Ton. Kreuzen sich ihre Kurse, weicht aus, wer den anderen an seiner Steuerbordseite hat; der andere behält Kurs und Geschwindigkeit bei. Unter Seglern weicht aus, wer den Wind von hat, bei Wind von derselben Seite das luvwärtige Fahrzeug, und wer mit Wind von Backbord einen Segler in nicht sicher einordnen kann, ebenfalls.

Ausweichen heißt frühzeitig und durchgreifend, damit der andere die Absicht rasch erkennt, und danach den Erfolg laufend überprüfen, bis er klar passiert ist. Reagiert der Ausweichpflichtige nicht, führt eine sinnvolle Reihenfolge vom Funkanruf über mindestens fünf kurze, rasch aufeinander folgende Töne, gegebenenfalls ergänzt durch Lichtblitze, zum Manöver des vorletzten Augenblicks — erlaubt, sobald erkennbar ist, dass der andere nicht angemessen handelt — und schließlich zum Manöver des letzten Augenblicks, wenn der andere den Zusammenstoß allein nicht mehr vermeiden kann. Vorgeschrieben sind davon das Schallsignal und das Manöver des letzten Augenblicks.

Daneben stehen Pflichten jenseits der Rangfolge. Ein Segelfahrzeug oder eine Yacht unter 20 m Länge darf in engen Fahrwassern die Durchfahrt nicht behindern und im Einbahnweg eines Verkehrstrennungsgebietes die dort fahrenden Maschinenfahrzeuge nicht, ebenso wenig ein tiefgangbehindertes Fahrzeug; das gelingt durch frühzeitige Kurs- oder Geschwindigkeitsänderung. Ein Verkehrstrennungsgebiet quert man mit der möglichst rechtwinklig zur allgemeinen Verkehrsrichtung, einen betonnten Schifffahrtsweg etwa in der Ostsee nach den gewöhnlichen Ausweichregeln. Von Minenräumfahrzeugen hält man mindestens 1 000 m Abstand. Eine manövrierunfähige Yacht unter 12 m ohne die beiden roten Rundumlichter zeigt ihren Zustand mit anderen Mitteln an, etwa über UKW-Sprechfunk, mit dem Signal lang-kurz-kurz, einer starken Handlampe oder einem weißen .

Stehende Peilung
Kompasspeilung steht, Abstand nimmt ab: Kollisionsgefahr.
Erstes Insichtkommen
Legt die Ausweichpflicht fest; eine spätere Lageänderung ändert sie nicht.
Im Zweifel Überholer
Wer auf der Sektorengrenze steht, betrachtet sich als Überholer.
Entgegengesetzte Kurse
Beide Maschinenfahrzeuge nach Steuerbord, ein kurzer Ton.
Zwingend für den Kurshalter
Schallsignal und Manöver des letzten Augenblicks.
Minenräumer
Mindestens 1 000 m Abstand.

Die typische Falle: Das Manöver des vorletzten Augenblicks ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben; Pflicht ist erst das Manöver des letzten Augenblicks. Wer beides verwechselt, nennt die falsche Maßnahme als zwingend.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 31

    Sie segeln in der Nordsee bei guter Sicht.
    Ihnen kommt in stehender Peilung ein Maschinenfahrzeug entgegen, das keine Anstalten macht, seiner Ausweichpflicht nachzukommen.
    Geben Sie in einer sinnvollen Reihenfolge an, was von Ihnen zu unternehmen ist.
    Welche dieser Maßnahmen sind zwingend vorgeschrieben?

    Musterantwort

    1. Über Funk versuchen, das andere Fahrzeug auf seine Ausweichpflicht aufmerksam zu machen.
    2. Schallsignal: mindestens fünf kurze, rasch aufeinander folgende Pfeifentöne geben.
    3. Ggf. Ergänzung zu 2.: Lichtsignal von mindestens fünf kurzen, rasch aufeinander folgenden Blitzen.
    4. Manöver des sogenannten "vorletzten Augenblicks" fahren.
    5. Manöver des sogenannten "letzten Augenblicks" fahren.

    Zwingend vorgeschrieben sind die Maßnahmen nach 2. und 5.

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  2. 32

    Auf einem Segelfahrzeug unter Motor sieht man nachts fast recht voraus ein näher kommendes Fahrzeug mit folgender Lichterführung: oben ein weißes Licht, seitlich darunter ein grünes Licht, zeitweise rechts von dem grünen Licht auf gleicher Höhe auch ein rotes Licht.
    Um was für ein Fahrzeug handelt es sich, was ist von Ihnen und was ist auf dem anderen Fahrzeug zu unternehmen?

    Musterantwort

    Es handelt sich um ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge, das im Seegang oder durch schlechtes Steuern giert. Man muss annehmen, dass sich zwei Maschinenfahrzeuge auf entgegengesetzten oder fast entgegengesetzten Kursen nähern und die Möglichkeit der Gefahr eines Zusammenstoßes besteht. Beide Fahrzeuge müssen den Kurs nach Steuerbord ändern und dieses durch einen kurzen Ton anzeigen.

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  3. 33

    Wie muss man sich verhalten, wenn man gezwungen ist, ein Verkehrstrennungsgebiet zu queren?

    Musterantwort

    Kielrichtung (rwK) muss möglichst rechtwinklig zur allgemeinen Verkehrsrichtung zeigen.

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  4. 34

    Wie muss man sich verhalten, wenn man einen betonnten Schifffahrtsweg (z. B. in der Ostsee) queren will?

    Musterantwort

    Die Ausweichregeln der KVR beachten.

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  5. 35

    Wie ist die Gefahr eines Zusammenstoßes sicher erkennbar?

    Musterantwort

    Wenn die Kompasspeilung zu einem anderen Fahrzeug steht und sie sich einander nähern.

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  6. 36

    Wie müssen Sie Ausweichmanöver durchführen?

    Musterantwort

    1. Möglichst frühzeitig,
    2. durchgreifend, sodass das andere Fahrzeug rasch Ihre Absicht erkennen kann, und um sich gut klar zu halten.

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  7. 37

    Wie müssen Sie sich verhalten, nachdem Sie ein vorgeschriebenes Ausweichmanöver eingeleitet haben?

    Musterantwort

    Der Erfolg des Manövers ist laufend zu überprüfen, bis das andere Fahrzeug klar passiert ist.

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  8. 38

    Sie segeln mit Wind von Steuerbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes rotes Licht, das in stehender Peilung näher kommt.
    1. Was ist das für ein Licht?
    2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)

    Musterantwort

    1. Das Licht ist das Backbordlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt.
    2. Das Segelfahrzeug in Luv muss ausweichen, entweder weil es den Wind von Backbord hat oder weil es - wenn mit Wind von Steuerbord segelnd - luvwärts steht.

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  9. 39

    Sie segeln mit Wind von Backbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes grünes Licht, das in stehender Peilung näher kommt.
    1. Was ist das für ein Licht?
    2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)

    Musterantwort

    1. Das Licht ist das Steuerbordlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt.
    2. Ihr Fahrzeug muss als leewärtiges Fahrzeug ausweichen, weil Sie (mit Wind von Backbord segelnd) nicht erkennen können, von welcher Seite das andere Fahrzeug den Wind hat.

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  10. 40

    Sie segeln nachts mit raumem Wind und machen gute Fahrt.
    Sie sehen an Steuerbord voraus ein einzelnes weißes Licht in (nahezu) stehender Peilung.
    Näher kommend verschwindet das weiße Licht gelegentlich und es erscheint stattdessen in etwa gleicher Höhe und links davon ein rotes Licht.
    Jeweils kurzfristig sind beide Lichter gleichzeitig zu sehen.
    1. Worum handelt es sich bei diesen Lichtern?
    2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)

    Musterantwort

    1. Man sieht Hecklicht und/oder Backbord-Seitenlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt, das im Seegang giert.
    2. Ihr Fahrzeug nähert sich aus dem Hecksektor des anderen Fahrzeugs. Es steht eben auf dessen Sektorengrenze und muss als überholendes Fahrzeug ausweichen. Im Zweifel (hier Sektorengrenze!) muss man sich als Überholer betrachten.

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  11. 41

    Sie segeln nachts mit raumem Wind und sehen nahezu achteraus ein Fahrzeug mit der Lichterführung rot-weiß-rot senkrecht übereinander, das näher kommt.
    Zusätzlich sehen Sie neben zwei weißen Topplichtern links ein grünes und rechts ein rotes Licht auf gleicher Höhe.
    1. Was bedeuten diese Lichter?
    2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)

    Musterantwort

    1. Man sieht ein manövrierbehindertes Fahrzeug mit FdW (Topplichter, Seitenlichter).
    2. Dieses Fahrzeug nähert sich im Hecklichtsektor und muss deshalb als Überholer ausweichen.

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  12. 42

    Welcher Zeitpunkt ist im freien Seeraum entscheidend für die Verantwortlichkeit (hier = Ausweichpflicht!) der Fahrzeuge untereinander?

    Musterantwort

    Der Augenblick des ersten Insichtkommens. Eine spätere Änderung der Lage der Fahrzeuge zueinander verändert nicht die Verantwortlichkeit.

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  13. 43

    Ein anderes Fahrzeug muss Ihnen ausweichen.
    Welche Verpflichtung nach KVR haben Sie?
    Was unternehmen Sie, wenn das andere Fahrzeug nicht ausweicht?

    Musterantwort

    1. Mein Fahrzeug ist "Kurshalter", d. h. es muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten.
    2. Mein Fahrzeug darf zur Abwendung eines Zusammenstoßes manövrieren, sobald erkennbar wird, dass das andere Fahrzeug nicht angemessen (= regelgerecht) manövriert ("Manöver des vorletzten Augenblicks!")
    3. Mein Fahrzeug muss zweckdienlich manövrieren, wenn ein Manöver des Ausweichpflichtigen allein einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden kann ("Manöver des letzten Augenblicks!")

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  14. 44

    Welchen Fahrzeugen muss ein Segelfahrzeug ausweichen?

    Musterantwort

    1. Einem manövrierunfähigen Fahrzeug,
    2. einem manövrierbehinderten Fahrzeug,
    3. einem fischenden Fahrzeug,
    4. ggf. einem anderen Segelfahrzeug, abhängig von der Segelstellung in Bezug auf den Wind.

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  15. 45

    1. Wie muss sich ein Sportfahrzeug gegenüber einem tiefgangbehinderten Fahrzeug verhalten?
    2. Schlagen Sie entsprechende Maßnahmen/Manöver vor.

    Musterantwort

    1. Das Sportfahrzeug muss vermeiden, die sichere Durchfahrt eines tiefgangbehinderten Fahrzeugs zu behindern.
    2. Dieses kann durch eine frühzeitige Kursänderung, Geschwindigkeitsänderung oder beides geschehen.

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  16. 46

    Wo unterliegt Ihr Segelfahrzeug bzw. Ihre Motoryacht unter 20 m Länge einem Behinderungsverbot?

    Musterantwort

    1. In engen Fahrwassern,
    2. auf dem Einbahnweg eines Verkehrstrennungsgebietes (VTG) gegenüber Maschinenfahrzeugen im VTG.

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  17. 47

    Welchen Abstand muss man von Minenräumfahrzeugen halten?

    Musterantwort

    Mindestens 1 000 m.

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  18. 48

    Auf einer Motoryacht A sieht man nachts etwa recht voraus Topplicht und beide Seitenlichter eines Fahrzeugs B.
    Die Lichter werden rasch heller.
    1. Was ist B?
    2. Wie ist die Situation zu klären?

    Musterantwort

    1. B ist ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge in Fahrt.
    2. A und B müssen ihren Kurs so nach Steuerbord ändern, dass sie einander an der Backbord-Seite passieren. Dabei müssen A und B das Signal "ein kurzer Ton" geben.

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  19. 49

    Auf einer Motoryacht A erkennt man nachts etwa 2 Strich an Backbord folgende Lichter des Fahrzeugs B, die rasch näher kommen.
    Die Kompasspeilung zum Fahrzeug B ändert sich dabei nur geringfügig.
    1. Worum handelt es sich bei Fahrzeug B?
    2. Wer muss ausweichen?
    3. Was muss Fahrzeug A tun?

    Lichterführung Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge in Fahrt dessen Steuerbord-Seite man sieht

    Musterantwort

    1. B ist ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge in Fahrt, dessen Steuerbord-Seite man sieht.
    2. B muss ausweichen, weil es die Motoryacht A an seiner Steuerbord-Seite hat.
    3. Die Motoryacht A muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten.

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  20. 50

    Welchen Fahrzeugen muss eine Motoryacht ausweichen?

    Musterantwort

    1. Manövrierunfähigen Fahrzeugen,
    2. manövrierbehinderten Fahrzeugen,
    3. fischenden Fahrzeugen,
    4. Segelfahrzeugen,
    5. ggf. einem anderen Maschinenfahrzeug.

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  21. 51

    Auf einer Motoryacht A sieht man nachts etwa querab an Steuerbord ein einzelnes weißes Licht in (nahezu) stehender Kompasspeilung.
    Näher kommend erkennt man unterhalb des weißen Lichtes und etwas rechts davon ein rotes Licht (Fahrzeug B).
    1. Worum handelt es sich?
    2. Was müssen jeweils beide Fahrzeuge tun? (Begründung!)

    Lichterführung Topplicht und später Backbord-Seitenlicht eines Maschinenfahrzeuges von weniger als 50 m Länge in Fahrt

    Musterantwort

    1. Topplicht und später Backbord-Seitenlicht eines Maschinenfahrzeuges B von weniger als 50 m Länge in Fahrt.
    2. A muss ausweichen, weil es B an seiner Steuerbord-Seite hat. A muss das Signal "ein kurzer Ton" geben.
    3. B muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten.

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  22. 52

    Eine Motoryacht, Länge 8 m, treibt nachts manövrierunfähig in der Nordsee und sieht ein großes Fahrzeug direkt auf sich zukommen.
    Welche Maßnahmen hat die Motoryacht zu ergreifen?

    Musterantwort

    Ein Fahrzeug von weniger als 12 m Länge, das die zwei roten Rundumlichter senkrecht übereinander nicht führt, muss folgende Maßnahmen ergreifen:

    1. Durch jedes andere verfügbare Mittel anzeigen, dass es manövrierunfähig ist, z. B. über UKW-Sprechfunk oder durch ein Schallsignal oder das Lichtsignal lang-kurz-kurz.
    2. Bei weiterer Annäherung das andere Fahrzeug mit einer starken Handlampe anleuchten und so auf sich aufmerksam machen.
    3. Führen eines weißen Rundumlichtes, das mit keinem anderen Licht verwechselt werden kann.
    4. Abfeuern eines Signals "weißer Stern" oder "Blitz-Knall".
    5. Sofort bei Eintritt der Manövrierunfähigkeit Verkehrszentrale informieren (wenn vorhanden).

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So geht es weiter

Fachwörter hier Peilung Steuerbord Backbord Luv manövrierunfähig Seitenlichter tiefgangbehindert Topplicht