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LRC · Digitaler Selektivruf (DSC)DSC auf Grenz- und Kurzwelle
6 amtliche Prüfungsfragen. Frequenzen für Routineanrufe und Alarmierung, die Bestätigung eines Notalarms auf 2182 kHz und der Wachempfänger im Scan-Betrieb. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Auf Grenzwelle kommt es beim Digitalen Selektivruf und im Sprechfunk auf ein paar dicht beieinanderliegende Frequenzen an — und jede hat ihren eigenen Zweck. Wer die Zwecke kennt, ordnet die Zahlen leichter zu.
Für den Notalarm per DSC dient 2187,5 kHz. Die Sprechfunk-Notfrequenz daneben ist 2182 kHz, und dort bestätigt eine Seefunkstelle einen auf 2187,5 kHz empfangenen Notalarm: im Sprechfunkverfahren, nicht per DSC. Der Alarm kommt digital, die Antwort des Schiffes kommt mit der Stimme.
Für Routineanrufe gibt es zwei weitere Frequenzen. Auf 2177 kHz rufen sich Schiffe untereinander an, national wie international, und auf 2177,0 kHz beantwortet auch eine Küstenfunkstelle einen Routineanruf. Will ein Schiff dagegen eine fremde Küstenfunkstelle international per DSC rufen, sendet es auf 2189,5 kHz. Das Schiff ruft also auf 2189,5 kHz, die Antwort von Land kommt auf 2177,0 kHz.
Auf Kurzwelle gibt es nicht eine Alarmfrequenz, sondern eine in jedem der Frequenzbereiche 4, 6, 8, 12 und 16 MHz. Der Grund liegt in der Ausbreitung: Welcher Bereich eine Küstenfunkstelle erreicht, hängt von Entfernung, Tageszeit und Ionosphäre ab. Damit trotzdem kein Alarm verloren geht, arbeitet der Wachempfänger im Scan-Betrieb und tastet die Bereiche nacheinander ab. So ist die Empfangsbereitschaft für Not- und Sicherheitsfälle technisch gewährleistet — ein Wachempfänger, der fest auf einem einzigen Band steht, hört die anderen nicht.
- 2187,5 kHz
- DSC-Notalarm auf Grenzwelle.
- 2182 kHz
- Sprechfunk-Not; hier bestätigt ein Schiff den empfangenen Notalarm.
- 2177 kHz
- DSC-Routine Schiff–Schiff und Antwort der Küstenfunkstelle.
- 2189,5 kHz
- DSC-Routineanruf an eine fremde Küstenfunkstelle.
- Kurzwelle
- DSC-Alarm in 4, 6, 8, 12 und 16 MHz; Wachempfänger im Scan-Betrieb.
Die typische Falle: 2187,5 kHz und 2182 kHz liegen dicht beieinander, haben aber verschiedene Aufgaben: Auf 2187,5 kHz läuft der digitale Alarm, die Bestätigung durch ein Schiff erfolgt per Sprechfunk auf 2182 kHz. Ebenso leicht verwechselt: 2177 kHz zwischen Schiffen, 2189,5 kHz an eine fremde Küstenfunkstelle.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
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Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) wird national und international zum Routineanruf zwischen Schiffen per Digitalen Selektivruf (DSC) benutzt?
2177 kHz
Für Routineanrufe per DSC zwischen Schiffen ist auf Grenzwelle 2177 kHz vorgesehen. So bleibt 2187,5 kHz frei für Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsalarme. Wer seinen Routineanruf auf der Notfrequenz absetzt, belegt einen Kanal, auf dem womöglich gerade ein Notalarm durchkommen muss.
Merksatz
Schiff ruft Schiff auf 2177 — Notalarm bleibt auf 2187,5
Typischer Fehler2187,5 kHz ist die DSC-Frequenz für Not- und Sicherheitsfälle, kein Routinekanal, und 2182 kHz ist die Sprechfunk-Notfrequenz. 2189,5 kHz wird benutzt, wenn ein Schiff international eine Küstenfunkstelle anruft — nicht für Anrufe von Schiff zu Schiff.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- 2189,5 kHz
- 2187,5 kHz
- 2182 kHz
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Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) benutzt eine Küstenfunkstelle zur Beantwortung eines Routineanrufs per Digitalen Selektivruf (DSC)?
2177,0 kHz
Eine Küstenfunkstelle beantwortet einen Routineanruf per DSC auf 2177 kHz. Anruf und Antwort laufen damit auf verschiedenen Frequenzen: Das Schiff ruft die Küste international auf 2189,5 kHz an, die Küste sendet auf 2177 kHz zurück. Die Not- und Sicherheitsfrequenzen bleiben so von Routineverkehr frei.
Merksatz
Die Küste antwortet auf 2177
Typischer Fehler2189,5 kHz liegt nahe, weil der Anruf des Schiffes dort ankommt — es ist aber die Richtung zur Küstenfunkstelle, nicht zurück. 2182 kHz ist die Not- und Sicherheitsfrequenz für Sprechfunk und kein Kanal für DSC-Antworten.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- 2182,0 kHz
- 2614,0 kHz
- 2189,5 kHz
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Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) wird für einen Routineanruf (international) an eine fremde Küstenfunkstelle per Digitalen Selektivruf (DSC) benutzt?
2189,5 kHz
Für den DSC-Anruf eines Schiffes an eine fremde Küstenfunkstelle ist auf Grenzwelle international 2189,5 kHz festgelegt. Die Küstenfunkstelle hört diese Frequenz ab und antwortet auf 2177 kHz. 2187,5 kHz bleibt für Not- und Sicherheitsfälle reserviert und ist für Routineanrufe tabu.
Merksatz
Schiff an fremde Küste: 2189,5 — die Antwort kommt auf 2177
Typischer Fehler2177 kHz liegt nahe, weil es die Routine-DSC-Frequenz zwischen Schiffen ist und die Küste darauf antwortet — der Anruf an die fremde Küstenfunkstelle geht aber auf 2189,5 kHz. 2187,5 kHz ist für Not- und Sicherheitsalarme reserviert, 2182 kHz ist Sprechfunk.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- 2177,0 kHz
- 2182,0 kHz
- 2187,5 kHz
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Welche Frequenzbereiche werden für die Alarmierung mittels Digitalen Selektivrufs (DSC) im Kurzwellen-Bereich (KW/HF) benutzt?
Frequenzbereiche 4, 6, 8, 12 und 16 MHz
Für die DSC-Alarmierung auf Kurzwelle gibt es in jedem der Seefunkbänder bei 4, 6, 8, 12 und 16 MHz eine eigene Not- und Sicherheitsfrequenz. Mehrere Bänder braucht es, weil die Kurzwellenausbreitung von Tageszeit und Entfernung abhängt: Je nach Lage kommt ein Alarm auf einem niedrigen oder einem hohen Band besser an. Deshalb kann ein Notalarm auf mehreren Bändern ausgesendet werden.
Merksatz
Kurzwellen-DSC: 4, 6, 8, 12, 16 — ein Band für jede Lage
Typischer FehlerDie Frequenzbereiche um 1 und 2 MHz gehören nicht zur Kurzwelle; das 2-MHz-Band ist Grenzwelle. Bereiche bei 20, 30, 40 oder 60 MHz sind für die DSC-Alarmierung im Seefunk nicht vorgesehen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Frequenzbereiche 1, 2, 8, 12 und 16 MHz
- Frequenzbereiche 3, 4, 20, und 30 MHz
- Frequenzbereiche 4, 6, 8, 40 und 60 MHz
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Welche Frequenz und welches Verfahren benutzt eine Seefunkstelle zur Bestätigung eines auf 2187,5 kHz empfangenen Notalarms?
2182.0 kHz im Sprechfunkverfahren
Einen DSC-Notalarm auf Grenzwelle bestätigt eine Seefunkstelle im Sprechfunk auf 2182 kHz, der Not- und Sicherheitsfrequenz für Sprechfunk auf Grenzwelle. Dort läuft anschließend auch der Notverkehr. Die DSC-Frequenz selbst bleibt frei, damit weitere Alarme durchkommen; die Quittung per DSC ist in der Regel Sache der Küstenfunkstelle.
Merksatz
Alarm kommt digital auf 2187,5, Antwort geht gesprochen auf 2182
Typischer FehlerAuf 2187,5 kHz zu antworten liegt nahe, weil der Alarm dort ankam — das ist aber eine reine DSC-Frequenz, auf der Sprechfunk nichts zu suchen hat und weitere Alarme blockieren würde. 2614 und 3161 kHz sind keine Notfrequenzen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- 2187,5 kHz im Sprechfunkverfahren
- 2614.0 kHz im Sprechfunkverfahren
- 3161.0 kHz im Sprechfunkverfahren
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Wodurch wird im Kurzwellenbereich (KW/HF) die Empfangsbereitschaft für Aussendungen in Not- und Sicherheitsfällen technisch gewährleistet?
Eingeschalteter Wachempfänger im Scan-Betrieb
Auf Kurzwelle weiß niemand vorher, in welchem Band ein Notalarm eintrifft — das hängt von Entfernung, Tageszeit und Zustand der Ionosphäre ab. Deshalb tastet der Wachempfänger im Scan-Betrieb die DSC-Notfrequenzen der Kurzwellenbänder reihum ab. So bleibt kein Band ungehört, obwohl nur ein Empfänger an Bord läuft.
Merksatz
Kurzwellenwache heißt scannen — kein Band bleibt ungehört
Typischer FehlerDual-Watch klingt nach Mehrfachwache, überwacht aber nur zwei Kanäle im Wechsel, wie man es vom UKW-Gerät kennt. Ein fest eingestellter Wachempfänger im 6- oder 8-MHz-Kurzwellenband hört nur dieses eine Band und verpasst jeden Alarm, der auf einem anderen ankommt.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Eingeschalteter Wachempfänger im Dual-Watch-Betrieb
- Eingeschalteter Wachempfänger im 6-MHz-Kurzwellenband
- Eingeschalteter Wachempfänger im 8-MHz-Kurzwellenband