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SRC · Suche und Rettung (SAR), Seenotfunkbake (EPIRB) und Radartransponder (SART)SAR und Notzeichen
16 amtliche Prüfungsfragen. RCC, MRCC und On-Scene Coordinator, wer eine Notmeldung veranlasst, MAYDAY, wann ein Seenotfall vorliegt und welche Kanäle dafür gelten. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.
Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte
Worum es hier geht
Direkt zu den Fragen ↓Bei einem Seenotfall greift eine Organisation mit klaren Rollen, und das Notzeichen setzt sie in Gang. SAR steht für Suche und Rettung. Ein RCC koordiniert die im Seenotfall verfügbaren Kräfte und wickelt den Notverkehr ab; ein MRCC, die Seenotleitung, koordiniert die im Seenotfall zur Verfügung stehenden Kräfte. Der Kern ihrer Aufgabe ist in beiden Fällen die Koordinierung.
Am Ort des Geschehens leitet der On-Scene Coordinator (OSC) die Such- und Rettungsmaßnahmen. Der Funkverkehr dort heißt On-Scene Communication oder Funkverkehr vor Ort: der Verkehr zwischen dem Schiff in Not und den Fahrzeugen, die Hilfe leisten, sowie zwischen dem Schiff in Not und dem Fahrzeug, das die Suche und Rettung koordiniert.
Das Notzeichen im Sprechfunk ist MAYDAY, und damit wird der Notverkehr eingeleitet — nicht mit SOS und nicht mit dem Wort DISTRESS. Es ist gerechtfertigt, wenn ein Schiff oder eine Person von einer ernsten und unmittelbaren Gefahr bedroht ist und sofortige Hilfe benötigt. Ist eine Person in Lebensgefahr und braucht Hilfe, ist deshalb die Priorität Notfall zu wählen, nicht Dringlichkeit. Das Aussenden einer Notmeldung veranlasst der Fahrzeugführer.
Bei den Kanälen gilt eine Arbeitsteilung. Alle mit DSC ausgerüsteten seegehenden Schiffe müssen im GMDSS auf Kanal 70 empfangsbereit sein, denn dort läuft die Alarmierung. Der Notverkehr selbst findet vorzugsweise auf Kanal 16 statt; dort dürfen Notmeldungen, Dringlichkeitsmeldungen und die Ankündigung von Sicherheitsmeldungen übermittelt werden. Im Notfall ist aber jede andere verfügbare und geeignete Frequenz ebenfalls erlaubt.
Bekommt die Seefunkstelle keine Antwort auf ihren DSC-Alarm oder ihre Notmeldung, wird die Einleitung des Notverkehrs wiederholt — ebenso, wenn sie es aus anderen Gründen für notwendig hält. Eine Wiederholung ist also kein Verstoß, sondern Teil des Verfahrens.
- SAR
- Suche und Rettung.
- MRCC
- Seenotleitung: koordiniert die verfügbaren Kräfte.
- OSC
- Leitet die Such- und Rettungsmaßnahmen vor Ort.
- MAYDAY
- Ernste und unmittelbare Gefahr, sofortige Hilfe nötig; veranlasst vom Fahrzeugführer.
- Kanäle
- Alarmierung per DSC auf Kanal 70, Notverkehr vorzugsweise auf Kanal 16.
- Wiederholen
- Ohne Antwort oder wenn nötig wird die Einleitung des Notverkehrs wiederholt.
Die typische Falle: Das Aussenden einer Notmeldung veranlasst der Fahrzeugführer — nicht ein Crewmitglied oder der Rudergänger nach eigenem Ermessen und nicht die Rettungsleitstelle. Und Lebensgefahr für eine Person ist ein Notfall, keine Dringlichkeit.
Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.
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Was bezeichnet „SAR“?
Suche und Rettung
SAR steht für Search and Rescue, also Suche und Rettung. Gemeint ist der gesamte Such- und Rettungsdienst im Seenotfall: die Leitstellen, die koordinieren, und die Einheiten zu Wasser und in der Luft, die suchen und retten.
Merksatz
SAR = Search and Rescue — suchen, dann retten
Typischer FehlerDen Radartransponder zu wählen, weil dessen Kürzel SART fast gleich klingt. Der Transponder ist ein Gerät im SAR-Einsatz, nicht der Dienst selbst; dasselbe gilt für die Seenotfunkbake.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Seenotfunkbake
- Sanitätsdienst
- Radartransponder
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Welche Aufgabe hat ein „RCC“ im Seenotfall?
Koordinierung der im Seenotfall zur Verfügung stehenden Kräfte und Abwicklung des Notverkehrs
RCC steht für Rescue Coordination Centre, eine Rettungsleitstelle. Ihre Aufgabe ist die Koordination: Sie bringt alle verfügbaren Kräfte — Rettungseinheiten, Hubschrauber, Schiffe in der Nähe — zusammen und wickelt den Notverkehr ab. Ohne eine solche zentrale Stelle würden Helfer aneinander vorbei arbeiten.
Merksatz
RCC koordiniert — es fährt nicht selbst hinaus
Typischer FehlerAn die Stationierung von Seenotrettungskreuzern zu denken. Das RCC setzt Einheiten ein, es ist aber kein Liegeplatz für sie. Auch Ratschläge an den Havaristen sind nicht seine Kernaufgabe.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Stationierung von Seenotrettungskreuzern rund um die Uhr
- Alarmierung von SAR-Fahrzeugen im Seenotfall über Satellit
- Erteilung von Ratschlägen an den Havaristen
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Welche Aufgabe hat ein „MRCC“ im Seenotfall?
Koordinierung der im Seenotfall zur Verfügung stehenden Kräfte
Ein MRCC ist eine Rettungsleitstelle speziell für die See, ein Maritime Rescue Co-ordination Centre. Im Seenotfall stellt es fest, welche Kräfte erreichbar sind, setzt sie ein und stimmt sie aufeinander ab — eigene Rettungseinheiten ebenso wie Handelsschiffe oder Hubschrauber in der Nähe. Sein Werkzeug ist die Koordinierung, nicht das eigene Boot.
Merksatz
Das M steht für maritim, die Aufgabe bleibt Koordinierung
Typischer FehlerDie Bereithaltung von Rettungsfahrzeugen zu wählen. Fahrzeuge vorzuhalten ist Sache der Rettungsdienste; das MRCC lenkt, was verfügbar ist. Richtlinien erarbeitet es im Einsatz ebenfalls nicht.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Bereithaltung von Rettungsfahrzeugen im Seenotfall
- Erarbeitung von Richtlinien für das Verhalten im Seenotfall
- Erteilung von Ratschlägen an den Havaristen
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Was ist „On-Scene Communication“?
Funkverkehr vor Ort im Seenotfall
On-Scene Communication ist der englische Begriff für den Funkverkehr vor Ort im Seenotfall. Gemeint ist die Verständigung an der Unglücksstelle selbst — zwischen dem Schiff in Not und den Einheiten, die dort helfen. Er wird von der Stelle getrennt, die den Einsatz von Land aus koordiniert.
Merksatz
On scene heißt dort, wo es passiert
Typischer FehlerAn Funkverkehr in Reichweite einer Küstenfunkstelle zu denken. Ob eine Küstenfunkstelle erreichbar ist, spielt für den Begriff keine Rolle; auch Hafenfunk oder Behördenfahrzeuge haben damit nichts zu tun.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Funkverkehr in Reichweite einer Küstenfunkstelle für UKW
- Funkverkehr im Hafenfunk (Port Radio)
- Funkverkehr von Behördenfahrzeugen
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Welche Aufgabe hat der „On-Scene Coordinator“ (OSC) im SAR-Fall?
Leitung der Such- und Rettungsmaßnahmen vor Ort
Der On-Scene Coordinator ist der Einsatzleiter an der Unglücksstelle. Er leitet die Such- und Rettungsmaßnahmen vor Ort, verteilt Suchgebiete an die beteiligten Einheiten und hält Verbindung zur Rettungsleitstelle an Land. So hat jeder Helfer draußen einen Ansprechpartner, der das Geschehen selbst sieht.
Merksatz
OSC = Chef am Unfallort
Typischer FehlerDie Festlegung von DSC-Kanälen zu wählen. Der Kanal für DSC auf UKW ist fest vorgegeben und wird nicht im Einsatz bestimmt. Auch rund um die Uhr Meldungen zu verbreiten ist nicht Aufgabe des OSC.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Kooperation mit der nächstgelegenen Küstenfunkstelle des Revierfunkdienstes
- Festlegung der DSC-Kanäle zur Verständigung der SAR-Einheiten
- Verbreitung wichtiger SAR-Meldungen rund um die Uhr
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Was bedeutet „Funkverkehr vor Ort“?
Funkverkehr zwischen dem Schiff in Not und den Fahrzeugen, die Hilfe leisten sowie dem Schiff in Not und dem Fahrzeug, das die Suche und Rettung koordiniert
Funkverkehr vor Ort meint alles, was direkt an der Unglücksstelle gesprochen wird. Im Mittelpunkt steht das Schiff in Not: Es spricht mit den Fahrzeugen, die ihm helfen, und mit dem Fahrzeug, das Suche und Rettung koordiniert. Die Verbindung zur Küste gehört nicht dazu, denn die läuft nicht am Unglücksort.
Merksatz
Vor Ort spricht der Havarist mit seinen Helfern
Typischer FehlerDen Funkverkehr zwischen Koordinator und Küstenfunkstelle für Funkverkehr vor Ort zu halten. Diese Verbindung reicht vom Unglücksort an Land und ist Koordinierungsfunk. Luftfunkstellen in der Nähe sind ebenfalls nicht gemeint.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Funkverkehr zwischen dem Fahrzeug, das die Suche und Rettung koordiniert, und der Küstenfunkstelle
- Funkverkehr zwischen der Küstenfunkstelle und dem On-Scene Coordinator
- Funkverkehr zwischen dem Schiff in Not und in der Nähe befindlichen Luftfunkstellen
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Wer darf das Aussenden einer Notmeldung im Seefunkdienst veranlassen?
Fahrzeugführer
Eine Notmeldung setzt einen großen Apparat in Bewegung und bindet Rettungskräfte, die anderswo fehlen. Die Entscheidung darüber trifft deshalb der Fahrzeugführer, denn er trägt die Verantwortung für Schiff und Besatzung. Er kann die Aussendung einem anderen übertragen — veranlasst wird sie aber von ihm.
Merksatz
Den Notruf veranlasst, wer das Kommando hat
Typischer FehlerDas Crewmitglied oder den Rudergänger zu wählen, weil diese oft am Funkgerät sitzen. Sie drücken die Taste vielleicht, entscheiden aber nicht. Die Rettungsleitstelle empfängt Notmeldungen, sie veranlasst sie nicht für das Schiff.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Crewmitglied
- Rudergänger
- Rettungsleitstelle
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Auf welchem UKW-Kanal müssen alle mit DSC ausgerüsteten seegehenden Schiffe im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS empfangsbereit sein?
Kanal 70
Im GMDSS beginnt ein Seenotfall auf UKW nicht mit einer Stimme, sondern mit einem digitalen Alarm. Dafür ist Kanal 70 reserviert, auf dem ausschließlich DSC übertragen wird. Damit jeder Alarm auch ankommt, müssen alle mit DSC ausgerüsteten Schiffe diesen Kanal ständig und automatisch überwachen.
Merksatz
Kanal 70 hört immer mit — automatisch
Typischer FehlerKanal 16 zu wählen, weil dort der Notverkehr gesprochen wird. Die Empfangsbereitschaft für DSC-Alarme gilt aber dem Digitalkanal. Kanal 06 und Kanal 10 sind Arbeitskanäle ohne DSC.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Kanal 16
- Kanal 06
- Kanal 10
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Wie lautet das Notzeichen im Sprechfunk?
MAYDAY
Im Sprechfunk wird Not mit dem Wort MAYDAY gemeldet. Es geht auf das französische m'aider zurück und ist in jeder Sprache an Bord eindeutig zu erkennen. Es wird dreimal gesprochen, damit es auch bei schlechter Verbindung nicht überhört wird.
Merksatz
MAYDAY spricht man, SOS morst man
Typischer FehlerSOS zu wählen, weil es das bekannteste Notzeichen ist — es gehört aber zur Telegrafie. PAN PAN ist das Dringlichkeitszeichen, eine Stufe darunter, und DISTRESS ist eine Bezeichnung im DSC, kein Sprechfunkzeichen.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- PAN PAN
- DISTRESS
- SOS
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Womit wird der Notverkehr im Sprechfunk eingeleitet?
MAYDAY
Der Notverkehr beginnt mit MAYDAY, damit jeder Zuhörer im ersten Augenblick weiß, worum es geht. Alle anderen Funkstellen müssen dann sofort aufhören zu senden und zuhören. Erst danach folgen der Name des Schiffes, die Position und die Art der Notlage.
Merksatz
Zuerst MAYDAY, dann wer und wo
Typischer FehlerMit dem Schiffsnamen beginnen zu wollen. Er gehört zum Notverkehr, steht aber nach dem Notzeichen. DISTRESS und SOS leiten im Sprechfunk keinen Notverkehr ein.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Schiffsname
- DISTRESS
- SOS
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Wann liegt ein Seenotfall vor, der das Aussenden des Notzeichens im Sprechfunk rechtfertigt?
Wenn ein Schiff oder eine Person von einer ernsten und unmittelbaren Gefahr bedroht ist und sofortige Hilfe benötigt
Das Notzeichen ist dem Ernstfall vorbehalten: einer ernsten und unmittelbaren Gefahr für ein Schiff oder einen Menschen, die sofortige Hilfe verlangt. Beide Bedingungen müssen zusammen erfüllt sein. Nur so behält MAYDAY sein Gewicht und alle anderen schweigen, wenn es ertönt.
Merksatz
MAYDAY nur bei Gefahr für Leib und Schiff — jetzt
Typischer FehlerDen medizinischen Notfall mit funkärztlicher Beratung oder ein manövrierbehindertes Schiff zu wählen. Beides ist ernst, aber ohne unmittelbare Lebensgefahr ein Fall für Dringlichkeit. Eine nautische Warnnachricht ist eine Sicherheitsmeldung.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Wenn ein Schiff manövrierbehindert ist und Hilfe benötigt
- Wenn eine nautische Warnnachricht vorliegt, die unbedingt beachtet werden muss
- Wenn ein medizinischer Notfall vorliegt, der unmittelbare funkärztliche Beratung erfordert
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Welche Priorität der Alarmierung ist zu wählen, wenn sich eine Person in Lebensgefahr befindet und Hilfe benötigt?
Notfall
Die Rangfolge der Alarmierung richtet sich nach der Gefahr. Ist ein Mensch in Lebensgefahr und braucht Hilfe, ist das die höchste Stufe: ein Notfall. Nur diese Stufe stellt sicher, dass alle Funkstellen den Verkehr unterbrechen und Rettungskräfte sofort reagieren.
Merksatz
Lebensgefahr = Not, nicht Dringlichkeit
Typischer FehlerDringlichkeit zu wählen. Sie passt, wenn die Sicherheit gefährdet ist, aber keine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Sicherheit und Routine liegen noch tiefer.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Dringlichkeit
- Sicherheit
- Routine
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Welche Frequenzen dürfen neben den Notfrequenzen für die Aussendung einer Notmeldung im Seefunkdienst benutzt werden?
Jede andere verfügbare und geeignete Frequenz
In Seenot zählt allein, gehört zu werden. Deshalb darf eine Notmeldung neben den eigentlichen Notfrequenzen auf jeder anderen verfügbaren und geeigneten Frequenz ausgesendet werden — etwa dort, wo gerade jemand zuhört. Keine Vorschrift soll verhindern, dass Hilfe ankommt.
Merksatz
In Not ist jede Frequenz erlaubt, die hilft
Typischer FehlerKeine andere Frequenz oder nur Schiff-Schiff-Frequenzen zu wählen. Beides würde Notrufe dort verbieten, wo sie vielleicht als einzige gehört werden. Kanal 06 ist zwar möglich, aber nicht die einzige Ausnahme.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- UKW Kanal 06 (internationaler Verkehr)
- Keine andere Frequenz
- Nur Schiff-Schiff-Frequenzen
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Auf welchem UKW-Kanal findet der Notverkehr vorzugsweise statt?
Kanal 16
Kanal 16 ist der Not- und Anrufkanal im Sprechfunk und wird überall auf See abgehört. Deshalb läuft dort auch der Notverkehr, nachdem der Alarm per DSC auf Kanal 70 ausgelöst wurde. Auf Kanal 70 selbst wird nicht gesprochen.
Merksatz
DSC alarmiert, Kanal 16 spricht
Typischer FehlerKanal 70 zu wählen, weil dort der Notalarm ankommt. Der Kanal ist ausschließlich für digitale Rufe da. Kanal 06 dient dem Schiff-Schiff-Verkehr und SAR-Einsätzen vor Ort, ist aber nicht der bevorzugte Notkanal.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Kanal 70
- Kanal 69
- Kanal 06
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Welche Meldungen dürfen im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) auf UKW-Kanal 16 (156,8 MHz) übermittelt werden?
Notmeldungen, Dringlichkeitsmeldungen und die Ankündigung von Sicherheitsmeldungen
Kanal 16 muss frei bleiben, damit eine Notmeldung jederzeit durchkommt. Auf ihm laufen daher nur Not- und Dringlichkeitsmeldungen sowie die Ankündigung von Sicherheitsmeldungen. Die Sicherheitsmeldung selbst wird anschließend auf einem Arbeitskanal gesprochen, damit der Kanal nicht blockiert wird.
Merksatz
Auf 16 wird Sicherheit angekündigt, nicht vorgelesen
Typischer FehlerRoutinemeldungen oder öffentlichen Funkverkehr auf Kanal 16 zuzulassen. Dafür gibt es Arbeitskanäle; auf dem Notkanal würden sie einen Notruf überdecken.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Dringlichkeitsmeldungen und Meldungen im öffentlichen Funkverkehr
- Sicherheits-, Dringlichkeitsmeldungen und Nichtöffentlicher Funkverkehr
- Notmeldungen und Routinemeldungen
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Wann und warum wird die Einleitung eines Notverkehrs wiederholt?
Wenn die aussendende Seefunkstelle keine Antwort auf ihren DSC-Alarm oder ihre Notmeldung erhalten hat oder wenn sie es aus anderen Gründen für notwendig hält
Eine Notmeldung ist erst dann erfolgreich, wenn jemand sie gehört hat. Bleibt eine Antwort auf den DSC-Alarm oder die Notmeldung aus, wird die Einleitung des Notverkehrs deshalb wiederholt. Ebenso darf die Funkstelle in Not wiederholen, wenn sie es aus anderen Gründen für nötig hält — etwa weil sich die Lage verschlimmert hat.
Merksatz
Keine Antwort, keine Hilfe — also wiederholen
Typischer FehlerZu glauben, die Einleitung dürfe nicht wiederholt werden, um Fehlalarme zu vermeiden. Ein Notruf, der nicht ankommt, ist gefährlicher als eine Wiederholung. Eine starre Wartezeit in Minuten ist nicht der Maßstab.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Wenn der DSC-Notalarm nur von einer Küstenfunkstelle bestätigt worden ist
- Die Einleitung des Notverkehrs darf nicht wiederholt werden, um Fehlalarme zu vermeiden
- Die Einleitung des Notverkehrs wird nach 6 Minuten wiederholt, wenn keine Bestätigung erfolgt ist
So geht es weiter
Fachwörter hier Fall manövrierbehindert