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SRC · Suche und Rettung (SAR), Seenotfunkbake (EPIRB) und Radartransponder (SART)

Notverkehr abwickeln

17 amtliche Prüfungsfragen. Notalarm für andere weitergeben und bestätigen, SILENCE MAYDAY, Bremen Rescue, Funk mit SAR-Hubschraubern und was bei einem Fehlalarm zu tun ist. Unter jeder Frage steht die richtige Antwort und darunter unsere eigene Erklärung: warum sie richtig ist, ein Merksatz zum Behalten und der Fehler, in den die meisten laufen.

Fragen und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärungen sind eigener Text. Quellen und Rechte

Worum es hier geht

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Wenn ein Notverkehr läuft, kommt es weniger auf schnelles Handeln an als auf geordnetes: Wer bestätigt, wer leitet, wer schweigt. Viele Regeln dieses Abschnitts sollen verhindern, dass gut gemeinte Funksprüche die Rettung stören.

Empfängt eine Seefunkstelle einen DSC-Notalarm auf Kanal 70, bestätigt sie ihn nur, wenn sie Hilfe leisten kann — und auch dann nicht sofort, sondern nach Bestätigung durch eine Küstenfunkstelle oder nach einer angemessenen Wartefrist. Die Bestätigung erfolgt auf Kanal 16 im Sprechfunkverfahren, nicht per DSC. Muss eine Seefunkstelle selbst einen Notalarm für ein anderes Schiff aussenden, richtet sie ihn grundsätzlich an die nächstgelegene Küstenfunkstelle oder sonst an alle Funkstellen.

Die Funkstelle, die den Notverkehr leitet, fordert störende Funkstellen mit SILENCE MAYDAY zur Funkstille auf. Die Seenotleitung (MRCC) übernimmt nach Eingang eines Notalarms die Koordinierung und Information über die SAR-Maßnahmen. In Deutschland ist Bremen Rescue Radio auf Kanal 16 im Sprechfunk und auf Kanal 70 per DSC empfangsbereit. Soll während eines Notverkehrs auf Kanal 16 eine Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung an alle Funkstellen gehen, wird sie per DSC auf Kanal 70 und in einer Pause auf Kanal 16 angekündigt und dann auf einem Schiff-Schiff-Kanal ausgesendet.

Mit SAR-Hubschraubern wird nach den Betriebsverfahren des mobilen Seefunkdienstes gefunkt, nicht nach denen des Flugfunks, und zwar im UKW-Bereich, vorzugsweise auf Kanal 16 und Kanal 06. Beide Kanäle werden in der Regel per Zweikanal-Überwachung (Dual Watch) abgehört; ein Schiff in Not hört bis zur Ankunft des Hubschraubers Kanal 16 ab. Verfahren, Abkürzungen und Redewendungen für Notfälle enthält das Handbuch „Suche und Rettung“.

Und wenn der Alarm ein Irrtum war: Wurde auf Kanal 70 versehentlich ein Notalarm ausgelöst, wird das Gerät umgehend zurückgesetzt, der Fehlalarm wenn möglich per DSC zurückgenommen und dann mit einer Meldung auf Kanal 16 „An alle Funkstellen“ zurückgenommen. Das Gerät einfach auszuschalten nimmt einen bereits ausgesendeten Alarm nicht zurück und lässt alle anderen im Unklaren.

Bestätigen
Nur wer helfen kann — nach der Küstenfunkstelle oder einer Wartefrist, auf Kanal 16 im Sprechfunk.
Weiterleiten
Notalarm für ein anderes Schiff an die nächste Küstenfunkstelle, sonst an alle.
SILENCE MAYDAY
Funkstille-Aufforderung durch die Funkstelle, die den Notverkehr leitet.
Bremen Rescue Radio
Kanal 16 Sprechfunk, Kanal 70 DSC.
SAR-Hubschrauber
Seefunk-Verfahren, Kanal 16 und 06, Dual Watch.
Fehlalarm
Zurücksetzen, per DSC zurücknehmen, auf Kanal 16 an alle Funkstellen widerrufen.

Die typische Falle: Ein empfangener DSC-Notalarm wird von einer Seefunkstelle nicht sofort und nicht per DSC bestätigt, sondern auf Kanal 16 im Sprechfunk — erst nach der Küstenfunkstelle oder einer angemessenen Wartefrist.

Eigener Text dieser Seite — keine amtliche Quelle. Verbindlich ist der amtliche Katalog; die Fragen darunter stehen wörtlich so darin.

  1. 141

    An wen soll eine Seefunkstelle den Notalarm für ein anderes in Not befindliches Schiff richten?

    Grundsätzlich an die nächstgelegene Küstenfunkstelle oder sonst an alle Funkstellen

    Wer für ein anderes Schiff Alarm gibt, will vor allem die Rettungskette an Land in Gang setzen. Deshalb richtet sich der Alarm grundsätzlich an die nächstgelegene Küstenfunkstelle, die direkt mit der Seenotleitung verbunden ist. Erst wenn das nicht möglich ist, wendet man sich an alle Funkstellen.

    MerksatzFremde Not zuerst an die Küste melden

    Typischer FehlerGrundsätzlich alle Seefunkstellen in der Nähe anzurufen. Das kann viele Schiffe alarmieren, ohne dass die Seenotleitung davon erfährt. Ein Local User Terminal ist eine Satelliten-Bodenstation, die man so nicht anruft.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Grundsätzlich an alle Seefunkstellen in der Nähe
    • Grundsätzlich an das Maritime Lagezentrum beim Havariekommando
    • Grundsätzlich an ein Local User Terminal oder sonst an alle Seefunkstellen

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  2. 142

    Welche Voraussetzung muss eine Seefunkstelle erfüllen, die den Empfang eines DSC-Notalarms auf UKW im Sprechfunkverfahren bestätigt?

    Sie muss Hilfe leisten können

    Eine Bestätigung im Sprechfunk sagt dem Schiff in Not: Ich habe dich gehört und komme. Das darf nur geben, wer tatsächlich Hilfe leisten kann. Sonst entsteht falsche Hoffnung, und andere Helfer halten sich womöglich zurück.

    MerksatzNur bestätigen, wer helfen kann

    Typischer FehlerEine sichere Funkverbindung für die Voraussetzung zu halten. Gute Verbindung allein hilft dem Havaristen nicht. Notalarme werden auch nicht in jedem Fall bestätigt.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Eine sichere Funkverbindung muss möglich sein
    • Sie muss die Seefunkstelle in Not spätestens nach einer Stunde erreichen können
    • Notalarme werden in jedem Fall bestätigt

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  3. 143

    Wann darf eine Seefunkstelle, wenn sie Hilfe leisten kann, den Empfang eines DSC-Notalarms auf UKW im Sprechfunkverfahren bestätigen?

    Nach Bestätigung durch eine Küstenfunkstelle oder einer angemessenen Wartefrist

    Zuerst soll die Küstenfunkstelle den Alarm aufnehmen, denn über sie wird die Seenotleitung eingeschaltet. Ein Schiff, das helfen kann, bestätigt deshalb erst nach der Bestätigung durch die Küstenfunkstelle oder nach einer angemessenen Wartefrist. So bleibt der Weg zur Rettungskette an Land frei.

    MerksatzErst die Küste, dann das helfende Schiff

    Typischer FehlerSofort nach Empfang zu bestätigen. Zuerst soll die Küstenfunkstelle Gelegenheit haben, den Alarm aufzunehmen. Drei Minuten sind keine feste Vorgabe, verlangt ist eine angemessene Wartefrist, und ein Schiff, das helfen kann, darf durchaus bestätigen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Sofort nach Empfang des DSC-Notalarms
    • Nach einer Wartefrist von 3 Minuten
    • DSC-Notalarme dürfen grundsätzlich nur von Küstenfunkstellen bestätigt werden

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  4. 144

    Auf welchem UKW-Kanal und in welchem Verfahren bestätigt eine Seefunkstelle den auf Kanal 70 empfangenen Notalarm?

    Kanal 16, Sprechfunkverfahren

    Seefunkstellen bestätigen einen DSC-Notalarm nicht digital, sondern im Sprechfunk auf Kanal 16. Die Bestätigung per DSC wird in der Regel der Küstenfunkstelle überlassen, weil sie die automatische Wiederholung des Alarms beendet. Auf Kanal 16 hört der Havarist die Stimme und weiß, wer hilft.

    MerksatzAlarm digital auf 70 — Antwort gesprochen auf 16

    Typischer FehlerMit DSC auf Kanal 70 zu bestätigen. Das ist in der Regel Sache der Küstenfunkstelle; ein Schiff würde damit die Wiederholung abbrechen. Ein Arbeitskanal ist ebenfalls falsch, weil der Havarist auf Kanal 16 wartet.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 70, DSC
    • Arbeitskanal, Sprechfunkverfahren
    • Kanal 16, DSC

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  5. 145

    Wann wird im Seefunkdienst die Aufforderung SILENCE MAYDAY ausgesendet?

    Wenn die Funkstelle, die den Notverkehr leitet, störende Funkstellen zur Einhaltung der Funkstille auffordert

    SILENCE MAYDAY ist ein Befehl zur Ruhe. Die Funkstelle, die den Notverkehr leitet, fordert damit Stationen auf, die den Notverkehr stören, die Funkstille einzuhalten. Der Kanal muss frei bleiben, solange es um Menschenleben geht.

    MerksatzSILENCE MAYDAY = Ruhe, hier wird gerettet

    Typischer FehlerAn die Beendigung des Notverkehrs zu denken. Die wird mit SILENCE FINI angekündigt. SILENCE MAYDAY gehört allein zum Notverkehr; um Aufmerksamkeit für eine Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung bittet man damit nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Wenn die Situation des Schiffes in Not besonders kritisch ist
    • Wenn die Funkstelle, die den Notverkehr leitet, die Beendigung des Notverkehrs ankündigen will
    • Wenn eine Funkstelle sich besondere Aufmerksamkeit für die Verbreitung einer Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung erbittet

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  6. 146

    Wer fordert in einem Seenotfall eine störende Funkstelle mit den Wörtern SILENCE MAYDAY zur Einhaltung der Funkstille auf?

    Die Funkstelle, die den Notverkehr leitet

    Für Ordnung im Notverkehr sorgt die Funkstelle, die den Notverkehr leitet. Sie hat den Überblick, wer spricht und wer stört, und fordert deshalb störende Stationen mit SILENCE MAYDAY zur Funkstille auf. So gibt es eine klare Stimme, die den Kanal freihält.

    MerksatzWer den Notverkehr leitet, verlangt die Stille

    Typischer FehlerDie Funkstelle zu wählen, die der störenden Funkstelle nächstgelegen ist oder sie als erste empfangen hat. Nähe oder Zufall geben keine Leitungsbefugnis; gefragt ist nach der Stelle, die den Notverkehr leitet.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Die Funkstelle in Not oder eine Hilfe leistende Luftfunkstelle
    • Die Funkstelle, die die störende Funkstelle als erste empfangen hat
    • Die Funkstelle, die der störenden Funkstelle nächstgelegen ist

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  7. 147

    Welche Aufgaben übernimmt die Seenotleitung (Maritime Rescue Co-ordination Centre [MRCC]) nach Eingang eines Notalarms?

    Koordinierung und Information über die SAR-Maßnahmen

    Nach Eingang eines Notalarms übernimmt die Seenotleitung die Koordinierung der SAR-Maßnahmen: Sie stimmt die Einheiten aufeinander ab und hält alle Beteiligten über den Stand auf dem Laufenden. Damit ist das MRCC das Gehirn des Einsatzes, nicht seine Hände.

    MerksatzMRCC koordiniert und informiert

    Typischer FehlerDie Leitung des Notverkehrs auf Kanal 70 zu wählen. Dort wird nur digital alarmiert, nicht gesprochen. Die Überwachung von Kanälen ist Voraussetzung für den Empfang, nicht die Aufgabe danach.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Leitung des Notverkehrs auf Kanal 70
    • Bestimmung des On-Scene Co-ordinators (OSC)
    • Überwachung Kanäle 16 und 70 sowie Dokumentation der SAR-Maßnahmen

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  8. 148

    Auf welchen UKW-Kanälen ist Bremen Rescue Radio empfangsbereit?

    Kanal 16 (Sprechfunk), Kanal 70 (DSC)

    Bremen Rescue Radio ist die Funkstelle der deutschen Seenotleitung. Sie hört auf Kanal 16 für den Sprechfunk und auf Kanal 70 für DSC. So erreicht sie jeder Notruf, ob gesprochen oder digital.

    MerksatzBremen Rescue hört Sprache auf 16, DSC auf 70

    Typischer FehlerKanal 10 oder Kanal 06 einzusetzen. Das sind Arbeitskanäle für Schiff-Schiff- oder SAR-Verkehr, keine Wachkanäle. DSC gibt es auf UKW nur auf Kanal 70.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 10 (Sprechfunk), Kanal 70 (DSC)
    • Kanal 16 (Sprechfunk), Kanal 10 (DSC)
    • Kanal 06 (Sprechfunk), Kanal 70 (DSC)

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  9. 149

    Nach welchem Betriebsverfahren wird der Funkverkehr in Notfällen zwischen Seefunkstellen und SAR-Hubschraubern abgewickelt?

    Betriebsverfahren des mobilen Seefunkdienstes

    Kommt ein SAR-Hubschrauber einem Schiff zu Hilfe, spricht er die Sprache des Seefunks. Der Funkverkehr läuft nach dem Betriebsverfahren des mobilen Seefunkdienstes auf Seefunkkanälen. So muss das Schiff in Not keine Verfahren des Flugfunks kennen.

    MerksatzDer Hubschrauber kommt zum Seefunk, nicht umgekehrt

    Typischer FehlerDas Betriebsverfahren des mobilen Flugfunkdienstes zu wählen, weil ein Luftfahrzeug beteiligt ist. Maßgeblich ist aber, wer auf See erreicht werden muss. Revierfunk und Navigationsfunk haben damit nichts zu tun.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Betriebsverfahren des mobilen Flugfunkdienstes
    • Betriebsverfahren des Navigationsfunkdienstes
    • Betriebsverfahren des Revierfunkdienstes

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  10. 150

    Welche Veröffentlichung enthält Angaben zu Verfahren, Abkürzungen und international entwickelte Redewendungen für Notfälle?

    Handbuch “Suche und Rettung”

    Für den Seenotfall gibt es ein eigenes Nachschlagewerk: das Handbuch Suche und Rettung. Es enthält die Verfahren, die Abkürzungen und die international abgestimmten Redewendungen, damit sich alle Beteiligten trotz verschiedener Sprachen verstehen. Es ist auf den Einsatz zugeschnitten, nicht auf den Funkalltag.

    MerksatzSuche und Rettung? Steht im Handbuch Suche und Rettung

    Typischer FehlerDie Nachrichten für Seefahrer zu wählen. Sie melden laufende Änderungen und Warnungen, sind aber kein Handbuch für Notfälle. Auch das Handbuch Funkdienst für die Klein- und Sportschifffahrt hat nicht diesen Zweck.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Handbuch „Funkdienst für die Klein- und Sportschifffahrt“
    • Nachrichten für Seefahrer
    • Mitteilungen für Seefunkstellen und Schiffsfunkstellen

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  11. 151

    In welchem Frequenzbereich kann mit SAR-Einheiten Seefunkverkehr abgewickelt werden?

    UKW-Bereich

    Rettungseinheiten wie Seenotrettungskreuzer, Schiffe und SAR-Hubschrauber führen UKW-Seefunk an Bord, und genau diesen Bereich hat auch jede Yacht mit ihrer Seefunkanlage. Damit sprechen beide Seiten dieselbe Sprache: Notverkehr auf Kanal 16, die Abstimmung vor Ort auf dem Schiff-Schiff-Kanal 06. Der UKW-Bereich ist der gemeinsame Nenner zwischen dem Havaristen und denen, die ihm helfen.

    MerksatzUKW ist der gemeinsame Draht zwischen Yacht und Retter

    Typischer FehlerDen UHF-Bereich zu wählen, weil Hubschrauber nach Luftfahrt klingen. Der Seefunkverkehr mit SAR-Einheiten läuft aber nicht dort, sondern auf den UKW-Seefunkkanälen. MW und VLF sind ebenfalls nicht der Bereich, auf dem eine Yacht vor Ort mit den Rettern spricht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • UHF-Bereich
    • MW-Bereich
    • VLF-Bereich

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  12. 152

    Im Funkverkehr zwischen Seefunkstellen und SAR-Hubschraubern gilt das Betriebsverfahren...

    des Seefunkdienstes

    Der Hubschrauber kommt zum Schiff, nicht umgekehrt: Wer auf See hilft, richtet sich nach den Regeln des Ortes. Deshalb spricht die Hubschrauberbesatzung mit Seefunkstellen nach dem Betriebsverfahren des Seefunkdienstes — mit denselben Kanälen, Rufen und Abläufen, die jeder Inhaber eines Funkzeugnisses gelernt hat. Niemand an Bord einer Yacht muss dafür die Verfahren der Luftfahrt beherrschen.

    MerksatzÜber dem Wasser gilt Seefunk — auch für den Hubschrauber

    Typischer FehlerZum Flugfunkdienst zu greifen, weil ein Luftfahrzeug beteiligt ist. Der Hubschrauber passt sich aber dem Seefunkdienst an, sobald er mit Schiffen spricht. Eigene Verfahren der Rettungsdienste oder des Binnenschifffahrtsfunks gelten auf See dafür nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • des Flugfunkdienstes
    • der Rettungsdienste
    • des Binnenschifffahrtsfunks

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  13. 153

    Auf welchen UKW-Kanälen dürfen zu Sicherheitszwecken Seefunkstellen mit SAR-Hubschraubern Funkverkehr vorzugsweise abwickeln?

    Kanal 16, Kanal 06

    Kanal 16 ist der Not- und Anrufkanal, auf dem der erste Kontakt zustande kommt und auf dem der Notverkehr läuft. Kanal 06 ist der Kanal, der vorzugsweise für den Schiff-Schiff-Verkehr und koordinierte Such- und Rettungseinsätze vorgesehen ist. Mit diesen beiden Kanälen deckt der Funkverkehr mit SAR-Hubschraubern Alarm und Abstimmung vor Ort ab.

    MerksatzSechzehn zum Rufen, null sechs zum Retten

    Typischer FehlerKanal 70 ins Spiel zu bringen, weil er zum GMDSS gehört. Kanal 70 ist aber ausschließlich für den digitalen Selektivruf da, nicht für Sprechfunk mit dem Hubschrauber. Kanal 10 ist ebenfalls nicht der vorzugsweise vorgesehene SAR-Kanal; dafür steht Kanal 06.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 16, Kanal 10
    • Kanal 06, Kanal 10
    • Kanal 70, Kanal 16

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  14. 154

    Wodurch werden in der Regel bei einer Rettungsaktion mit SAR Hubschraubern die Kanäle 16 und 06 überwacht?

    Zweikanal-Überwachung (Dual Watch)

    Eine Sportbootanlage hat für den Sprechfunk in der Regel nur einen Empfänger. Die Zweikanal-Überwachung lässt ihn selbsttätig zwischen dem eingestellten Kanal und Kanal 16 hin- und herschalten, sodass auf 06 gearbeitet und trotzdem auf 16 mitgehört wird. Das erledigt das Gerät zuverlässig, während an Bord die Hände für anderes gebraucht werden.

    MerksatzDual Watch hört für zwei — ohne dass jemand schaltet

    Typischer FehlerAuf zwei unabhängige Seefunkgeräte zu setzen. Das wäre möglich, ist aber auf einem Sportboot nicht der Regelfall. Manuelles Umschalten, ob regelmäßig oder bei Bedarf, hat die Lücke, dass genau dann ein Anruf auf dem anderen Kanal verloren geht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Zwei unabhängige Seefunkgeräte
    • Regelmäßiges manuelles Umschalten
    • Bedarfsweises manuelles Umschalten

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  15. 155

    Welchen UKW-Kanal soll ein Schiff in Not bis zur Ankunft eines SAR-Hubschraubers abhören?

    Kanal 16

    Bis der Hubschrauber vor Ort ist, läuft der Notverkehr auf Kanal 16, und dort ist das Schiff in Not für die Seenotleitung und die anfliegenden Einheiten erreichbar. Wer auf diesem Kanal wach bleibt, verpasst weder Rückfragen noch Anweisungen der Seenotleitung. Erst wenn die Verbindung steht, kann für die Abstimmung vor Ort auf einen Arbeitskanal wie 06 gewechselt werden.

    MerksatzBis der Retter da ist: Ohr auf sechzehn

    Typischer FehlerKanal 06 zu wählen, weil er für SAR-Einsätze vorgesehen ist. Dorthin wird aber erst gewechselt, wenn der Kontakt hergestellt ist. Kanal 70 ist nur für DSC da und lässt sich nicht abhören wie ein Sprechkanal, und Kanal 10 ist hier nicht vorgesehen.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Kanal 06
    • Kanal 10
    • Kanal 70

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  16. 156

    Wie ist zu verfahren, wenn während eines Notverkehrs auf Kanal 16 die Ankündigung einer Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung „An alle Funkstellen“ vorgenommen werden soll?

    Ankündigung mittels Digitalen Selektivrufs (DSC) auf Kanal 70, Ankündigung während einer Pause im Notverkehr auf Kanal 16, Aussendung der Meldung auf einem Schiff-Schiff-Kanal

    Laufender Notverkehr hat Vorrang vor allem anderen, also darf eine Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung ihn nicht stören. Deshalb wird sie zunächst per DSC auf Kanal 70 angekündigt, dann in einer Pause des Notverkehrs auf Kanal 16 mündlich angesagt. Der eigentliche Inhalt wandert auf einen Schiff-Schiff-Kanal, damit Kanal 16 frei bleibt.

    MerksatzAnkündigen auf siebzig und sechzehn, sprechen woanders

    Typischer FehlerDen Inhalt der Meldung gleich auf Kanal 16 an alle Funkstellen zu senden. Das blockiert den Kanal, auf dem gerade Menschen gerettet werden. Kanal 06 ist kein Ankündigungskanal, und die Küstenfunkstelle zu informieren ersetzt die Ankündigung an alle nicht.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • Ankündigung auf Kanal 06, Information an die Küstenfunkstelle/RCC über den Inhalt der Meldung auf einem Arbeitskanal
    • Ankündigung mittels Digitalen Selektivrufs (DSC) auf Kanal 70, Information „An alle Funkstellen“ über den Inhalt der Meldung auf Kanal 16
    • Ankündigung auf Kanal 16 während einer Pause im Notverkehr, Aussendung auf einem Schiff-Schiff-Kanal

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  17. 157

    Was ist zu tun, wenn irrtümlich von einer Seefunkstelle ein Notalarm auf Kanal 70 ausgelöst worden ist?

    a. Gerät umgehend zurücksetzen b. Wenn möglich, den Fehlalarm per DSC zurücknehmen c. Mit Meldung auf Kanal 16 „An alle Funkstellen“ den Fehlalarm zurücknehmen

    Ein DSC-Notalarm wiederholt sich, bis er gestoppt wird, und jede Wiederholung bringt Rettungskräfte weiter in Bewegung. Deshalb wird das Gerät sofort zurückgesetzt, der Alarm, wenn das Gerät es erlaubt, per DSC zurückgenommen und anschließend auf Kanal 16 mündlich an alle Funkstellen widerrufen. Erst dieser Sprechfunkspruch sagt allen, die den Alarm empfangen haben, dass kein Notfall vorliegt.

    MerksatzFehlalarm: stoppen, zurücknehmen, auf sechzehn widerrufen

    Typischer FehlerDas Gerät einfach auszuschalten und zu schweigen. Der Alarm ist dann längst angekommen, und ohne Widerruf läuft die Suche an. Kanal 13 ist für die Rücknahme der falsche Kanal, und ein Telefonat mit dem MRCC erreicht die anderen Schiffe nicht, die den Alarm ebenfalls empfangen haben.

    Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.

    Die anderen Antwortmöglichkeiten
    • a. Gerät ausschalten, um weitere Sendungen zu verhindern b. Eintragung der irrtümlichen Aussendung im Schiffstagebuch c. Zuständiges MRCC telefonisch informieren
    • a. Ankündigung der Rücknahme des Notalarms mit DSC b. Mit Meldung auf Kanal 16 „An alle Funkstellen“ den Fehlalarm zurücknehmen c. Schiffsführer informieren
    • a. Gerät umgehend zurücksetzen b. Ankündigung der Rücknahme des Notalarms mit DSC c. Mit Meldung auf Kanal 13 „An alle Funkstellen“ den Fehlalarm zurücknehmen

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So geht es weiter