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SBF See · Spezifische Fragen · Frage 83Wann ist ein Fahrzeug manövrierbehindert?
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Wann ist ein Fahrzeug manövrierbehindert?
Wenn es wegen der Art seines Einsatzes behindert ist und deshalb nicht so wie vorgeschrieben manövrieren und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.
Manövrierbehindert ist ein Fahrzeug, das arbeitet: Es baggert, legt Kabel, versorgt einen anderen in Fahrt, räumt Minen. Nicht ein Defekt schränkt es ein, sondern die Art seines Einsatzes — und daran lässt sich in dem Moment nichts ändern. Deshalb kann es nicht wie vorgeschrieben manövrieren und einem anderen nicht ausweichen.
Merksatz
Behindert ist, wer bei der Arbeit ist
Typischer FehlerEs mit dem manövrierunfähigen Fahrzeug zu verwechseln, bei dem außergewöhnliche Umstände wie der Ausfall der Ruder- oder Maschinenanlage die Ursache sind. Fischerei und ein durch den Tiefgang eingeschränktes Fahrzeug sind noch einmal eigene Fälle.
Erklärung des Bootsschein-Trainers — nicht Teil des amtlichen Katalogs.
Die anderen Antwortmöglichkeiten
- Wenn es wegen außergewöhnlicher Umstände, z. B. Ausfall der Ruder- oder Maschinenanlage, nicht so wie vorgeschrieben manövrieren und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.
- Wenn es wegen seines Tiefgangs im Verhältnis zu der vorhandenen Tiefe und Breite des befahrbaren Gewässers erheblich behindert ist, von seinem zu verfolgenden Kurs abzuweichen.
- Wenn es mit Netzen, Leinen, Schleppnetzen oder anderen Fanggeräten fischt, welche die Manövrierfähigkeit einschränken.
Diese Frage gehört zum spezifischen Teil SBF See. Sie steht im Abschnitt Recht und Sorgfaltspflicht — KVR und SeeSchStrO, seemännische Sorgfaltspflicht, das Manöver des letzten Augenblicks.
Frage und Antworten unverändert aus dem amtlichen Katalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.elwis.de), Stand der Übernahme: 9. August 2026. Die Erklärung ist eigener Text. Quellen und Rechte
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